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x02s

Schüler

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681

Dienstag, 10. Januar 2012, 17:22

Das mit dem Preis ist immer so eine Sache... Deutschland schützt seinen Markt ja mit anständigen Import Zoll. Dazu noch "etwas" MwSt. Und ein STI wird zum "Luxus" Fahrzeug. Da wird es schwierig Autos zu verkaufen.
Nicht vergessen sollte man auch die aktuellen währungs Schwankungen beim Euro......
Allrad Antrieb wirkt sich nicht gerade verbrauchsfördern aus.. (Oder eben doch). Und in Deutschland wo es sowieso kein Schnee oder Berge gibt, braucht man es auch gar nicht.
Jetzt fehlt nur noch die CO2 abhängige Steuer, und schon kan sich niemand mehr ein Fahrzeug mit Allrad leisten ( außer es ist mindestens 2.5tonnen, Dan ist es ja wider sauber...)

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682

Dienstag, 10. Januar 2012, 18:10

Auch wenn ein Outback 3.6 10.000 Euro billiger wäre, würde ich ihn nicht kaufen (Ein Superb ist ja nochmals billiger).
Ohne jetzt alle möglichen Details aufzuzählen: er wirkt einfach nicht so hochwertig wie das Vormodell. Und ich möchte eigentlich, dass mein neues Auto schöner als das Vormodell ist.

Schade drum. Denn die Technik (Boxermotor mit flachem Schwerpunkt und der ausgereifte Allradantrieb) ist noch immer vom Feinsten.

Gruß,
Alex

Hias

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683

Dienstag, 10. Januar 2012, 18:23

Die Zulassungszahlen von Österreich habe ich nicht, allerdings waren die letzten für AT glaube ich ganz gut. Wahrscheinlich liegt das auch daran, dass es seit zwei Jahren fast durchgehend die Aktion "Mehrwertsteuerfrei" gibt, d.h. Legacy, Forester und Impreza kosten 16,66% weniger. Für mich war unter anderem diese Aktion ein Kaufgrund, wodurch ich mir über 5000EUR gespart habe - nicht ganz zu verachten. ^^ Vielleicht sollte Subaru Deutschland auch so eine "Kampfpreistaktik" fahren, damit man auf der Straße wieder etwas präsent wird.

Thömu

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684

Dienstag, 10. Januar 2012, 20:36

Dann versetzt euch doch mal in die Lage von Subaru. Der Fahrzeugpreis wird mit dem EU-Zoll belastet. Der Wechselkurs Yen-Euro treibt den Preis zusätzlich in die Höhe. Dann kauft in Deutschland sowieso fast jeder ein deutsches Fabrikat, aus Heimatschutzgründen (ist auch verständlich). Anderseits erziehlt Subaru in Japan, USA, Kanada, Australien, Russland usw. Monat für Monat einen neuen Verkaufsrekord. Welche Märkte würdet ihr, aus sicht von Subaru, aktiv bearbeiten?

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685

Mittwoch, 11. Januar 2012, 08:14

Stimmt alles.
Unter diesen Problemen leiden ja noch andere Hersteller.
Mitunter lösen die diesen Zielkonflikt etwas erfolgreicher.
So wie es Subaru früher ja auch gelang.

Gruß,
Alex

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686

Mittwoch, 11. Januar 2012, 08:56

Die Zulassungszahlen von Österreich habe ich nicht, allerdings waren die letzten für AT glaube ich ganz gut. Wahrscheinlich liegt das auch daran, dass es seit zwei Jahren fast durchgehend die Aktion "Mehrwertsteuerfrei" gibt, d.h. Legacy, Forester und Impreza kosten 16,66% weniger. Für mich war unter anderem diese Aktion ein Kaufgrund, wodurch ich mir über 5000EUR gespart habe - nicht ganz zu verachten. ^^ Vielleicht sollte Subaru Deutschland auch so eine "Kampfpreistaktik" fahren, damit man auf der Straße wieder etwas präsent wird.


Kann ich vollkommen nachvollziehen, hab mir den XV auch aufgrund der Aktionen gekauft (natürlich nicht nur deswegen!) und kräftig gespart.
Mit Verhandlungsgeschick kann man da gut um die 5-6k EUR sparen ... das zahlt sich richtig für den Käufer aus und auch den Verkaufszahlen tuts gut!

Zu den Zahlen aus Österreich: (leider nur bis Nov. 2011):
(Ma = Marktanteil in %)

Marke Rang
Subaru 24

Jän - Nov 2011
Stk. Ma %
1192 0,36

Jän - Nov 2010
Stk. Ma %
1451 0,47

Differenz
Stk. Ma %
-259 -17,85

MODELLE
Jän - Nov 2011

Impreza >> ich nehme an inkl. STI und XV
Rang Stk. Ma %
121 583 0,18
= + 2,1% zu 2010

Forester
Rang Stk. Ma %
149 371 0,11
= - 5,36% zu 2010

Trezia
Rang Stk. Ma %
206 120 0,04
= + 100% zu 2010

Legacy
Rang Stk. Ma %
208 118 0,04
= - 32,18% zu 2010

(Quelle="Statistik Austria")
LG ImprezaXV

resonic

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687

Mittwoch, 11. Januar 2012, 10:39

Naja selbst in UK kostet ein nagelneuer STI aktuell 39.000 Euro Listenpreis, das sind schon mal 8.000 weniger als bei uns.
Die beiden größten Schwächen bzw. Nachteile von Subaru sind in meinen Augen: Vergleichsweise hoher Kaufpreis, kein mutiges und ansprechendes Design.

Uns Freaks mag ein Impreza STI mit riesigem Heckflügel genauso gefallen wie ein großer Outback oder ein Legacy, aber den normalen Käufer schreckt das Subaru Design in der Regel etwas ab. Schaut einfach mal was die Koreaner mit dem Optima und Sportage anbieten und wieviel der Spaß dort kostet. Da greift der deutsche Kunde halt eher zu, wenn immerhin die Optik sowie der Preis stimmt.

Für Subaru dürfte einzig der BR-Z das größte Potential haben in Deutschland die Marke wieder etwas nach vorne zu bringen. Aber so wie ich Subaru kenne wird das Ding gleich mal mehr kosten als ein 370z und Genesis Coupe bei weniger Leistung und weniger Ausstattungsfeatures.

Jared

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688

Mittwoch, 11. Januar 2012, 12:21

Ich bin vor einem Jahr als Quereinsteiger zu Subaru gekommen. Das war mehr Zufall, da ein Händler direkt vor meiner Tür eröffnete. Hatte vorher nie etwas damit zu tun, sondern kannte hauptsächlich sog. "Premium"-Hersteller und US-Fahrzeuge. Daher ist meine Meinung auch recht extrem und für viele langjährige Subaru Freaks kaum nachvollziehbar. Aber es gibt meiner Ansicht nach keine objektiven Gründe, einen Subaru zu kaufen. In praktisch allen relevanten Bereichen wie Außendesign, Innendesign, Technik, Verbrauch, Leistung, Preis etc. kann Subaru nicht (mehr) punkten. Die Reaktion meiner Freunde und Bekannte, speziell auf die Innenraum-Anmutung war bei allen die selbe: betretenes Schweigen, teilweise Kopfschütteln, bei allen aber Unverständnis, wie man so etwas kaufen kann. Mir macht der STi trotzdem Spaß, aber es ist auch eine Reise in die automobile Vergangenheit. In eine Zeit, als Polypropylen der einzig verfügbare Kunststoff war und Effizienz noch nicht im Lastenheft der Entwickler stand.

Ich sehe für Subaru auf dem dt. Markt kaum eine Chance. Die Design-Qualität wird nicht besser, wenn ich mir den Impreza 2012 anschaue oder den Innenraum vom STi 2012. Der BR-Z wird nicht punkten, da die schwachbrüstigen 4-Zylinder Boxer sportlich ambitionierte Fahrer nicht ansprechen. Die anderen greifen lieber direkt zum Original, dem Toyota, da ihnen der Boxermotor egal ist. Und in der SUV Sparte werden die Koreaner kaum Raum lassen. Ein Kia Sportage bietet im Innenraum mehr Features als ein vollausgestatteter STi inkl. Ledersitze, Rückfahrkamera und Keyless-Go zu einem unglaublichen Preis.

resonic

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689

Mittwoch, 11. Januar 2012, 12:43

Richtig, das sind die Hauptprobleme von Subaru: Design ist nicht wirklich stilvoll, Innenraum sieht in der Tat qualitativ nicht so aus wie man es gerne hätte und die Motorenpalette ist mit der Effizienz halt nicht mit dem Massenmarkt verträglich.

Für den Turboboxer-Allrad-Fahrer sind das Dinge die nicht so stark ins Gewicht fallen, daher fahre ich ja auch einen Impreza mit viel Spaß, aber wenn der Kunde vor der Entscheidung steht ob er einen S4, 335i oder Impreza STI nimmt, dann kann ich es verstehen wenn er zum "Premium" greift. Auch wenn bei Audi die ganze Konstruktion oids G'lump ist und der Allrad bei nem BMW iX nicht wirklich Allrad genannt werden kann. Aber für den deutschen Kunden spielt es keine Rolle ob unten eine Lamellensperre mit 50/50 Verteilung, ein Torsendiff oder ne Haldex-Lösung sitzt.

Insofern wird es Subaru auf Dauer sehr schwer haben wirkliche Argumente für den Kauf zu bringen. Ansonsten werden die Kisten halt absolute Exoten bleiben. Vorallem für den Preis.

neu2003

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690

Mittwoch, 11. Januar 2012, 12:47

...leider sitzen wir ja nicht dabei, wenn in der Frey-Gruppe über Subaru gesprochen wird :whistling:

ich sehe da mehrere Aspekte:

- Die Frey-Gruppe wird überall als ausgesprochene Handelsorganisation beschrieben. Dh., sie wissen was sie tun, und das Marktergebnis ist nicht irgendein "Zufallsprodukt"
- sie haben Subaru bewusst so weit oben positioniert (auf deren Website stand mal "Der Premiumanbieter in der Allradnische"). Ob die Wagen das hergeben, sei mal dahingestellt.
- sie haben möglicherweise genug andere Sparten (Sportwagen, bislang Hyundai etc.), um dieses Nischenprodukt zu kompensieren
- jetzt geht bei Hyundai (oder wars Kia?) der Deutschlandvertrieb auf den Hersteller selber über - da die weiter Gas geben wollen und Frey wohl die Finanzstärke für diese Dimensionen nicht mehr hatte (?)
- dh. bisher hat das Wachstum bei Kia/Hyundai die Schwäche anderer Sparten bei Frey kompensiert - das fällt zumindest zum Teil weg
- außerdem, hab ich ja schon mal geschrieben: Der geringe Absatz wird durch geringe Festkosten ausgeglichen (viel outgesourct, sehr wenige Mitarbeiter in Friedberg) - hab ich wenig Kosten, muss ich auch nicht so viel Umsatz haben

trotzdem denke ich auch, was ihr oben schon geschrieben habt. Wenn Hyundai, Kia etc. weiter wachsen, geht das zu Lasten der anderen im mittleren Segment (Peugeot, Citroen, Opel, Ford, Toyota... und eben auch Subaru). Peugeot und Citroen versuchen eine Höherpositionierung ihrer Wagen, was m.E. nicht klappen kann und wird.

Der Hersteller wächst, indem er in USA u.a. zunimmt. In China hat er ein Problem, weil es noch kein Werkt gibt, und die Regierung gerade das Neuaufbauen für Fremde stark erschwert hat (ging diese oder letzt Woche durch die Medien).

Also, bisher insgesamt m.E. keine kritische Situation - weder für Frey, noch für den Hersteller Subaru
der Ansatz des Werkes stand ja in der Marktstrategie bis 2015 von neulich: besserere Innenräume, mehr Kundenorientierung
der Ansatz von Frey, da bin ich mal gespannt...

beim neuen Ex-Skoda-Geschäftsführer dachte ich zunächst, jetzt wird richtig Wind gemacht. Im Moment habe ich das Gefühl, und das meine ich gar nicht böse oder kritisch,
dass dieser -möglicherweise- nach den sicherlich extrem anstrengenden jahren bei Skoda vielleicht auch mal ein paar Jahr ruhigere Arbeit haben möchte... ist natürlich spekulativ...

viele Grüße
oliver

neu2003

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691

Mittwoch, 11. Januar 2012, 12:54

...ach ja, zu den Händlern, darüber wurde ja auch schon häufiger diskutiert. Die Händler haben heute genug Kompensationsmöglichkeiten, und zwar erst mal über das Gebrauchtwagengeschäft. Aber auch über Mehrmarken.

In den Anfängen der Japaner war es so, dass die Wagen über den Preis verteilt wurden, das konnte auch eine technisch kompetente Werkstatt gut mitmachen als Geschäft.
das heutige aktive Verkaufen wurde entsprechend nie so stark benötigt und fehlt sicherlich bei vielen kleinen Technik-Betrieben heute noch. Wird auf der anderen Seite durch familiäre Atmosphäre und Kunden beziehungen kompensiert.

Es wurde ja schon häufiger besprochen - wer seine damalige Strategie auch heute noch fortsetzt, der verkauft dann eben die Hyundais und Kias, weiter über den günstigen Preis.
Und diese Marken freuen sich, wenn sie einen vernünftigen Händler finden.

da haben die Händler schon diverse Möglichkeiten!

neu2003

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692

Mittwoch, 11. Januar 2012, 13:05

Aber es gibt meiner Ansicht nach keine objektiven Gründe, einen Subaru zu kaufen. In praktisch allen relevanten Bereichen wie Außendesign, Innendesign, Technik, Verbrauch, Leistung, Preis etc. kann Subaru nicht (mehr) punkten. Die Reaktion meiner Freunde und Bekannte, speziell auf die Innenraum-Anmutung war bei allen die selbe: betretenes Schweigen, teilweise Kopfschütteln,
...da muss man aber den STI meines Erachtens nochmal unterscheiden von den Brot-und-Butter-Autos.

Beim STI steht in den meisten Zeitschriften das gleiche, wie Du schreibst: War früher Super, kann aber heute nicht mehr richtig mithalten. jetzt mal unabhängig vom Verkaufspreis.
Das gleiche auch beim Mitsubishi Evo, die haben Ralley ja schon eingestellt.

Bei den Brot-und-Butter-Autos gibt es noch immer einen klaren Verkaufsansatz:
zum Beispiel die Privatleute, die Hänger ziehen oder im Schneegebiet wohnen, und die für längere Jahre einen zuverlässigen qualitativ soliden Allradwagen suchen, der nicht zuviel kostet (wie die Deutschen).
Da passt Subaru noch immer. Allerdings divese andere wie Hyundai jetzt auch ;)

693

Mittwoch, 11. Januar 2012, 16:57

...

beim neuen Ex-Skoda-Geschäftsführer dachte ich zunächst, jetzt wird richtig Wind gemacht. Im Moment habe ich das Gefühl, und das meine ich gar nicht böse oder kritisch,
dass dieser -möglicherweise- nach den sicherlich extrem anstrengenden jahren bei Skoda vielleicht auch mal ein paar Jahr ruhigere Arbeit haben möchte... ist natürlich spekulativ...



Geschäftsführer war Herr Dannath bei Skoda nicht. Er war "nur" Vertriebschef. Danach ging er nach Stuttgart zur Schwabengarage.

Den frischen Wind, den sich so mancher Händler mit ihm gewünscht hatte, gab es 2011 leider nicht.

Alles läuft irgendwie, wie immer. Dort mal eine EUR 3000,- Aktion mit Forester Modellen, hier mal eine EUR 4000,- Aktion mit Legacy und Outback.

Alles schon mal dagewesen und nicht wirklich erfolgreich.

Es fehlen neue Ideen bzw. Konzepte im Vertrieb und Marketing.

Die Kundenzeitung DRIVE verschwand irgendwo im Nirvana, ohne jegliche Angabe von Gründen. So vergrault man sich auch seine Kunden :frown:

Von SOCIAL MEDIA gar nicht zu reden. Da haben kleine VW und AUDI Häuser schon lange eine (gepflegte) Facebook Seite. Von Subaru Dtl. suchst du sowas heute noch vergeblich. :confused:

Hier wird in Friedberg wieder mal MASSIV die Zeit verschlafen, während andere Marken richtig klotzen.

Die einst belächelten Koreaner haben Subaru in puncto Qualität und Design schon lange überholt, nur Subaru hat es scheinbar nicht mitbekommen.

Die einzig positive Sache im letzten Jahr war die Wiederbelebung der TV- Werbung. Immerhin ein kleiner schritt in die richtige Richtung.

Und jetzt hoffen alle Subaru Sympahtisanten im März auf den neuen XV. Er soll ja DER RENNER schlechthin werden.

Ich wünsche es Subaru wirklich von Herzen, dass es so kommen möge, allein der Glaube daran fehlt mir (vorerst).

Grüße aus Stuttgart !
RX555

neu2003

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694

Donnerstag, 12. Januar 2012, 13:45

heute ist mir beim Lesen der Off-Road 2/2012 noch etwas aufgefallen:

der XV 2.0 Benziner bewegt sich auf dem gleichen Preisniveau, wie der Hyundai iX 35 mit vergleichbarem Benziner.

mit den kleineren 1.6 Motoren ist das auch so.

Der 1.6 XV ist damit zum Beispiel auch nicht teurer, als der sich gut verkaufende Mitsubishi ASX 1.6.

Aus meiner Sicht ist das schon eine Reaktion auf die neuen Wettbewerber, dass der XV nun so günstig angeboten wird.

Ich bin gespannt, ob im Frühjahr dann mal eine frische Werbung für dieses Modell erscheint, oder wieder nur die super-biedere Botschaft, mit der man seit xx Jahren auf den
Markt geht - und die mit Sicherheit keine jungen neuen Kunden anlockt...

viele Grüße
Oliver

resonic

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695

Donnerstag, 12. Januar 2012, 15:15

oder wieder nur die super-biedere Botschaft, mit der man seit xx Jahren auf den
Markt geht - und die mit Sicherheit keine jungen neuen Kunden anlockt...

Genau das ist so ein Hauptproblem. Wenn Subaru sagt "Wir haben Allrad", dann sagen VW, Mitsubishi, Audi, Toyota, Nissan, Kia, Hyundai, Mercedes, Dacia und jeder andere Hersteller: "Wir auch."

Und dem Kunden ist es scheißegal ob Haldex, Torsen-Quattro, Lamelle oder Planetengetriebe und den technischen Unterscheid schnallt der Normal-Käufer ohnehin nicht.

Oder anders ausgedrückt: Frag mal nen X5 Fahrer mit xDrive mal wie oft er seine Leasing-Kiste schon im Gelände hatte. Wenn der etwas anderes sagt als Angst vor Steinschlägen am lackierten Stoßfänger, dann bin ich ernsthaft überrascht.

TBR

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696

Donnerstag, 12. Januar 2012, 20:54

Peugeot und Citroen versuchen eine Höherpositionierung ihrer Wagen, was m.E. nicht klappen kann und wird.

Meines Wissens gehen bei Citroën gerade die teureren, höher positionierten DS-Modelle sehr gut. Relativ simple Großserientechnik, ansprechendes Design und - im Vergleich zum übrigen Markt - attraktive Preise lassen auch den einen oder anderen praktischen Nachteil verschmerzen. Zudem sind die Listenpreise erfahrungsgemäß ohne Aussagekraft. Nach dem Vergleich Outback/V70 vor etlichen Jahren war es später der Vergleich Octavia/C5, der sehr überraschende Ergebnisse brachte.

Bei den sogenannten SUVs das Gleiche, viel Schein, wenig sein, viele haben nicht mal Allrad. Bei Subaru ist es (noch) anders: Eher langweiliges Design, welches obendrein die wenigstens für Fans zählenden Besonderheiten vermissen lässt (objektiv wirklich schön waren ja auch früher die allerwenigsten Modelle), besondere Technik (die Otto-Normalkäufer eher verschreckt als anlockt) und recht happiger Preis. Dazu keine kontinuierliche Entwicklung mehr. Auf den Legacy IV mit Premiumanspruch und in langer Tradition sportlich-eleganter Linie folgte eine eher amerikanisch-klobige Generation V. Der sportlich-individuelle Impreza wurde zum massentauglichen Allerweltsmobil. So wenden sich Stammkunden ab, ohne im gleichen - oder dem angestrebten größeren - Maße durch Neukunden ersetzt zu werden, zumindest hierzulande. Und der Forester ist unter den SUV zu gesichtslos. Wirklich brauchen tun ein solches Gefährt sowieso die wenigsten, da kommt es auf die Außendarstellung an. Den Vogel schießt ja der neue Evoque ab, auf dessen Erfolg ich wirklich gespannt bin.

Doch sehe ich Besserung. Der neue XV sieht als erster Subaru seit Langem wieder richtig gut aus und trifft sicher den Geschmack der Crossover-Käufer. Die Strategie, über einen FWD-Impreza potentiellen Kunden Berührungsängste zu nehmen und dann vielleicht doch an das teurere Allrad-Modell heranzuführen, halte ich für erfolgversprechend, wenn denn auch das Produkt als solches passt. Dazu endlich auch modernere Benzinmotoren - der Verzicht auf Aufladung muss unter Werterhalt-Gesichtspunkten nicht mal schlecht sein, denn als Zweit- oder Drittkäufer achtet man auf unkomplizierte Technik, und ein kaputter Turbolader reißt gleich immense Löcher ins Budget. Was eventuell fehlt, ist eine kleinere Version des Diesels für den Impreza, wobei ich es wirklich - und damit wiederhole ich mich - bemerkenswert finde, dass es den Diesel überhaupt gibt, und eine leistungsstärkere Ausgabe für den Legacy. 180PS sollten mit Doppelaufladung ohne Probleme drin sein, und für die Fahrzeugklasse muss eine Automatik zwingend sein. Doch die Fixierung auf das CVT-System ist dabei problematisch, denn selbst wenn es die 350Nm des "Basis"-Diesels irgendwann mal verkraften sollte, wäre es mit den klassenüblichen 400-450Nm im oberen und SUV-Segment, wo die Automatik und ein stärkerer Diesel eher nötig wären, auch wieder überfordert. Ansonsten ist das Automatik-Angebot ja traditionell recht gut, die anderen Fernost-Marken sind da bei weitem nicht so gut aufgestellt, und Allrad mit Automatik ist im PKW-Bereich diesseits von Premium auch selten. Da kommt die amerikanische Ausrichtung mal positiv durch, wobei sich der Allrad-Fokus ja generell eher vom PKW in Richtung SUV verschiebt. Auch als Antwort auf die Koreaner wäre eine Erweiterung der Garantie auf mindestens 5 Jahre sinnvoll, die angeblich so robuste Technik sollte das eigentlich ermöglichen. ;)

Was den BRZ angeht, bin ich skeptisch. Wirklich schlecht sieht er nicht aus, ist aber weder typisch Subaru noch Toyota. Und im Zweifel werden die Kunden eher den Toyota nehmen. Beim Trezia sieht es etwas anders aus, dort ist es wichtig, dass der Subaru-Händler in diesem Segment überhaupt etwas anbieten kann. Und von einem sportlichen Subaru erwartet man eigentlich zwangsläufig einen Turbomotor, wenn es schon mit dem Allrad nichts wird. Damit ließe sich auch die Abgrenzung innerhalb des Konzerns realisieren: Toyota mit Sauger, Subaru mit Turbo. Damit hätte der Subaru-Händler auch ein Zugpferd, um Kunden anzulocken, auch wenn sie am Ende doch einen Impreza kaufen sollten. Beide das exakt gleiche Modell anbieten zu lassen, bringt eigentlich nichts. Der VW-Konzern ist da schon weiter, differenziert selbst in der extrem kostensensiblen Kleinstwagenklasse zumindest augenfälliger. Und im globalen Maßstab sind VW/Škoda sicherlich mit Toyota/Subaru vergleichbar. Zudem löst ein Sportcoupé sicher nicht das Stückzahlenproblem von Subaru in Deutschland - wobei: wenn es mehr als 1000 Käufer im Jahr fände, wäre es ja schon der Renner im Programm.

Doch sollten wir nicht vergessen: Die Märkte sind zu verschieden, Japan kauft anders als die USA, und Europa wiederum anders, zudem sehr uneinheitlich. Und China steht auf einem noch anderen Blatt. Modelle anzubieten, die überall gut laufen, ist nahezu unmöglich, und für eine stärkere Differenzierung fehlt kleineren Anbietern das Geld. Es bleibt zu hoffen, dass die Kooperation mit Toyota nicht in immer mehr baugleichen Modellen endet, sondern in einer flexiblen Architektur, die eine größere Vielfalt ermöglicht. Nur so lässt sich den immer größer werdenden Ansprüchen bei gleichzeitig schärferer Konkurrenz Rechnung tragen. Mir fehlt der Überblick, inwieweit sich die unzähligen japanischen Modelle technisch ähneln, um einschätzen zu können, ob Toyota dieses Know-how besitzt.

Grüße,
Thomas

Idefix

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Donnerstag, 12. Januar 2012, 21:24

Ein Bericht aus Japan

In einen Monat hat sich der(neue) Impreza über 7000 mal Verkauft. Wie man auch aus einer Tabelle ablesen kann gibt es in Japan ausser den Eye-Sight die gleichen Modelle wie bei uns. Gekauft wird er anscheinend wegen der Hochwertigen Qualität, wie es preislich aussieht ist mir nicht bekannt.




http://www.4-traders.com/FUJI-HEAVY-IND-…Japan-13958589/

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Donnerstag, 12. Januar 2012, 21:46

Peugeot und Citroen versuchen eine Höherpositionierung ihrer Wagen, was m.E. nicht klappen kann und wird.

Meines Wissens gehen bei Citroën gerade die teureren, höher positionierten DS-Modelle sehr gut. Relativ simple Großserientechnik, ansprechendes Design und - im Vergleich zum übrigen Markt - attraktive Preise lassen auch den einen oder anderen praktischen Nachteil verschmerzen. Zudem sind die Listenpreise erfahrungsgemäß ohne Aussagekraft. Nach dem Vergleich Outback/V70 vor etlichen Jahren war es später der Vergleich Octavia/C5, der sehr überraschende Ergebnisse brachte.

Grüße,
Thomas


OT PSA
Dass die DS Modelle gut gehen, sagen die PSA Oberen jedem der es hören will oder nicht. Das aktuelle Konzernergebnis ist jedoch ein Desaster. Kein Gewinn, und das in der Boomzeit. Wie bei Opel. Bei der nächsten Schwächephase werden die ernsthaft wackeln. Wie Opel, sobald GM den Geldhahn zurdreht. Das muß kurzfristig nicht schlecht für die Kunden sein. Bei den Franzosen locken auch heute noch die Rabatte. 30 Prozent, wahnsinn!

Gruß,
Alex

resonic

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Freitag, 13. Januar 2012, 08:16

Habe kürzlich mal mit so nem Japaner aus Tokyo hin und her schreiben nachdem ich paar Sachen von ihm für den Subaru bestellt habe. Der hat mir da erzählt Subaru sei dort ja eher ein Auto für Leute mit hohem Einkommen und die Turbos werden eher von den Gutverdienern gefahren. Ein Freund von mir, der auch Japaner ist, konnte mir dazu noch folgendes Sachen: In Japan ist Mitsubishi soetwas was bei uns Opel ist, eine Marke der unteren Mittelschicht, eigentlich kurios wenn man sieht wie die Preisgefälle hierzulande beim EVO und STI aussieht.

TBR

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Freitag, 13. Januar 2012, 10:17

Dann setz aber fairerweise auch einen OPC dagegen, den können und wollen sich auch nur wenige leisten. Untere Mittelschicht ist der jedenfalls nicht mehr.

Zur Preisdiskussion muss man aber auch sagen: Bei uns gehören Audi, Mercedes und BMW zu den meistverkauften Modellen, während sie in anderen Ländern absolute Luxuswagen sind. In den USA konkurrieren selbst deren Einstiegsmodelle preislich mit den Topmodellen der anderen Anbieter. Leisten könnten sich solche Autos (wenn auch zum Teil "nur" als Dienstwagen) hier sicher viele, doch außerhalb der genannten drei haben es alle anderen schwer. Allenfalls Volvo schafft es letztendlich nur mit massivem Technik- und Marketingeinsatz und über den (tatsächlichen) Preis, dort wenigstens im Ansatz ein Wörtchen mitzureden. Gäbe es keinen Lexus, keinen Infiniti, keinen Saab, keinen Jaguar, es würde fast niemandem auffallen.