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Dimce

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21

Mittwoch, 8. Januar 2020, 20:44

Ich weiß nicht so recht. Aber der bisherige verkaufte sich auch mit den 150PS. Dank treuer Kundschaft werden wohl die Forester Fahrer auch weiter kaufen. Neue Kundschaft lässt sich aber mit dem Motor wohl nicht hinzugewinnen.
So richtig ist ja auch noch nicht raus, mit welchen Motor der Outback zu uns kommt. Das sieht alles nicht so berauschend aus bei Subaru, zumal die Mild Hybrid Geschichte auch preislich ordentlich Aufschlag kostet.

raphrav

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22

Donnerstag, 9. Januar 2020, 08:05

Vorneweg, ich hab den SJ mit dem 2l-Sauger, ohne Hybrid, sogar Handschalter. Deswegen, ganz unabhängig vom Hybriden:
Ich verstehe ich das Gehacke auf dem FB20 als Motor nicht. Ich breche jetzt mal ne Lanze für den:

Zuallererst, das ist ein Saugmotor klassischer alter Schule. Kein Turbo, keine DI, kein Kram, nichts. Ganz nebenbei auch ein Robustheitsthema, was nicht dran ist, geht auch nicht kaputt.
Klar bekommst du daraus halt nicht 500Nm Drehmoment - die knapp 200Nm, die da rauskommen, sind schon nahe am Alltagsoptimum, was aus so einem 2l-Sauger rauszubekommen ist.
Und, das macht dir auch kein Turbomotor nach: Die meisten der 200Nm sind auch von unter 2000/min bis über 6000/min da, kenne kaum einen aktuellen Alltagsmotor mit einem so breiten nutzbaren Drehzahlband.
Und "nutzbar" ist es tatsächlich, da er in bester Boxermanier sich bis 3-4000/min akustisch wirklich zurückhält und darüber wirklich nicht schlecht klingt.
Ganz zu schweigen von der spontanen Reaktion, die einem Saugmotor halt auch keiner nachmacht.

Ja, das entspricht halt nicht dem Turbotritt ins Kreuz, der dann irgendwann mal nach dem Gasgeben kommt, der zur Zeit so modern ist - lange Zeit war aber genau das hier abgelieferte das, was die Leute wollten, und vielleicht war auch daran was dran.
Bin davor auch einen Turbodiesel gefahren. 30PS weniger, Auto 100kg schwerer. Der ging trotzdem subjektiv schneller, war es aber weder aufm Papier noch auf der Uhr. Und "Spaß" gemacht... Definitionssache. Wer dröhnen ab 3000/min und ständige Aufmerksamkeit beim Schalten mag, kam dabei auf seine Kosten... :P
Beim Forester/FB20: Wenn er warm ist, im Dritten auf die Autobahnauffahrt, Pedal runterklappen, auf Reisegeschwindigkeit hochziehen und dann erst wieder schalten - mit welchem Auto geht das sonst noch? Und ich persönlich muss dabei immer grinsen :-)

Zum Thema Verbrauch vielleicht noch: Wenn man mal auf spritmonitor guckt, sind in der Praxis die Mehrzahl der Konkurrenten mit Turbobenzinern kein bisschen sparsamer, es gibt lediglich ein paar Ausreißer nach unten - einfach weil die auf leichte Teillast direkter reagieren, selber Effekt wie NEFZ. Bekommen in der Praxis aber die wenigsten auf Dauer hin :P

patGT

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23

Donnerstag, 9. Januar 2020, 09:50

Vorneweg, ich hab den SJ mit dem 2l-Sauger, ohne Hybrid, sogar Handschalter. Deswegen, ganz unabhängig vom Hybriden:
Ich verstehe ich das Gehacke auf dem FB20 als Motor nicht. Ich breche jetzt mal ne Lanze für den:

Zuallererst, das ist ein Saugmotor klassischer alter Schule. [..]
Und, das macht dir auch kein Turbomotor nach: Die meisten der 200Nm sind auch von unter 2000/min bis über 6000/min da, kenne kaum einen aktuellen Alltagsmotor mit einem so breiten nutzbaren Drehzahlband.
Und "nutzbar" ist es tatsächlich, da er in bester Boxermanier sich bis 3-4000/min akustisch wirklich zurückhält und darüber wirklich nicht schlecht klingt.
Ganz zu schweigen von der spontanen Reaktion, die einem Saugmotor halt auch keiner nachmacht.


Das ist mit Sicherheit kein schlechter Motor. Die Frage ist halt immer auch, ob die Charakteristik zum betreffenden Fahrzeug passt. In einem Forester erwarten wohl die meisten einen vor allem durchzugsstarken, kultivierten Motor, der nicht notgedrungen sehr hoch drehen können muss. Das passt zu der bevorzugten Fahrweise der meisten Forester-Fahrer.
Ich hatte auch schon einige Male Gelegenheit, den Forester mit dem 2-Liter zu fahren, als Ersatzwagen, wenn ich einen meiner Subis in der Inspektion hatte. Für mich war das eher befremdlich, dass man diesen "hochbeinigen", doch eher unsportlich daher kommenden Wagen derart ausdrehen kann - und auch muss, wenn es zügig voran gehen soll. Natürlich macht das der Motor wirklich nicht schlecht, aber ob es zum Fahrzeug passt? Klar, das ist auch Geschmacksache.

Ich bin bekanntermassen ein Freund guter Saugmotoren (ich fahre selber BRZ und 3.0 H6), aber ich denke, ein moderner, moderat aufgeladener Motor würde besser zum Forester passen. Der ehemalige Levorg-1.6-Liter Turbomotor wäre sicher perfekt geeignet. Oder so etwas wie der 1.6 Liter Turbo, den meine Frau in ihrem W176 A200 hat: 250 Nm konstant von 1250-4000/min mit 156 PS bei 5300/min. Das ist wirklich ein sehr angenehmer Motor. Bäriger Antritt vom Leerlauf weg, für Turbo sehr gutes Ansprechverhalten, ungemein satter gleichmässiger Duchzug bis 5500/min bei guter Laufkultur (und nebenbei im Benz für wirklich tolle Fahrleistungen sorgend). Sowas würde meiner Meinung nach dem Forester sehr gut stehen und würde dessen Attraktivität auf dem Markt erhöhen.
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vonderAlb

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24

Donnerstag, 9. Januar 2020, 10:22

Vorneweg, ich hab den SJ mit dem 2l-Sauger, ohne Hybrid, sogar Handschalter. Deswegen, ganz unabhängig vom Hybriden:
Ich verstehe ich das Gehacke auf dem FB20 als Motor nicht. Ich breche jetzt mal ne Lanze für den:

Zuallererst, das ist ein Saugmotor klassischer alter Schule. Kein Turbo, keine DI, kein Kram, nichts.

Da stimme ich dir uneingeschränkt zu, allerdings sind die Zeiten mit der Einführung des e-Boxers vorbei.

1. bekommt man bei Subaru keine Handschalter mehr (Ausnahme: BRZ)
2. wird es im e-Forester und e-XV einen neu überarbeiteten Boxermotor mit Direkteinspritzung geben.

Damit werden auch diese Motoren die Direkteinspritzerprobleme bekommen wie sie auch alle anderen Hersteller mit ihren Direkteinspritzermotoren haben: verkokte Einlaßventile und Abgasrückführungssysteme.

Noch gibt es bei Subaru Motoren ohne Direkteinspritzung aber das ist nur noch eine Frage der Zeit wann auch diese Motoren neu überarbeitet und in die Modelle verbaut werden.
Die guten alten problemlosen Zeiten sind vorbei.
Andreas

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highforest

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25

Donnerstag, 9. Januar 2020, 12:38

Vorneweg, ich hab den SJ mit dem 2l-Sauger, ohne Hybrid, sogar Handschalter. Deswegen, ganz unabhängig vom Hybriden:
Ich verstehe ich das Gehacke auf dem FB20 als Motor nicht. Ich breche jetzt mal ne Lanze für den:

Zuallererst, das ist ein Saugmotor klassischer alter Schule. Kein Turbo, keine DI, kein Kram, nichts. Ganz nebenbei auch ein Robustheitsthema, was nicht dran ist, geht auch nicht kaputt.
Klar bekommst du daraus halt nicht 500Nm Drehmoment - die knapp 200Nm, die da rauskommen, sind schon nahe am Alltagsoptimum, was aus so einem 2l-Sauger rauszubekommen ist.
Und, das macht dir auch kein Turbomotor nach: Die meisten der 200Nm sind auch von unter 2000/min bis über 6000/min da, kenne kaum einen aktuellen Alltagsmotor mit einem so breiten nutzbaren Drehzahlband.
Und "nutzbar" ist es tatsächlich, da er in bester Boxermanier sich bis 3-4000/min akustisch wirklich zurückhält und darüber wirklich nicht schlecht klingt.
Ganz zu schweigen von der spontanen Reaktion, die einem Saugmotor halt auch keiner nachmacht.

Ja, das entspricht halt nicht dem Turbotritt ins Kreuz, der dann irgendwann mal nach dem Gasgeben kommt, der zur Zeit so modern ist - lange Zeit war aber genau das hier abgelieferte das, was die Leute wollten, und vielleicht war auch daran was dran.
Bin davor auch einen Turbodiesel gefahren. 30PS weniger, Auto 100kg schwerer. Der ging trotzdem subjektiv schneller, war es aber weder aufm Papier noch auf der Uhr. Und "Spaß" gemacht... Definitionssache. Wer dröhnen ab 3000/min und ständige Aufmerksamkeit beim Schalten mag, kam dabei auf seine Kosten... :P
Beim Forester/FB20: Wenn er warm ist, im Dritten auf die Autobahnauffahrt, Pedal runterklappen, auf Reisegeschwindigkeit hochziehen und dann erst wieder schalten - mit welchem Auto geht das sonst noch? Und ich persönlich muss dabei immer grinsen :-)

Zum Thema Verbrauch vielleicht noch: Wenn man mal auf spritmonitor guckt, sind in der Praxis die Mehrzahl der Konkurrenten mit Turbobenzinern kein bisschen sparsamer, es gibt lediglich ein paar Ausreißer nach unten - einfach weil die auf leichte Teillast direkter reagieren, selber Effekt wie NEFZ. Bekommen in der Praxis aber die wenigsten auf Dauer hin :P


Ich denke auch, dass der Motor top ist und seine Berechtigung hat.
Aber für mich und viele andere (und potenzielle zusätzliche Kunden) wären halt einige PS mehr wünschenswert.

Ich fahre ab und zu den RAV4 meiner Frau (175PS-Sauger mit AWD und CVT). Das geht schon, ist auch ok, reicht im Alltag.
Aber da ich halt anderes gewöhnt bin und immer noch den Extraschub aus der Kurve raus will, müssten da halt einfach mehr PS rein.
Bei Toyota wärs dann der 222PS-Hybrid oder der 306PS-Plug-in (Ende 2020). Aber bei Subaru gibts gar nichts mehr.
Das ist halt der Punkt.

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26

Donnerstag, 9. Januar 2020, 14:08

Ganz nebenbei auch ein Robustheitsthema, was nicht dran ist, geht auch nicht kaputt
Und zum Glück sind die zusätzlichen Bauteile für den E-Antrieb unkaputtbar. :lechz:


:popkorn: :popkorn:
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raphrav

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27

Donnerstag, 9. Januar 2020, 15:35

Scheine ja einen Nerv getroffen zu haben. :) Was hängen blieb beim Durchlesen:

Charakteristik finde ich super passend. Kultiviert ist er und durchzugsstark auch, wenn man ihn mal dreht. Ich finde am Drehen dieses Motors ebenfalls nicht aufgeregtes, zumal das ja beim typischen Forryfahrstil gar nicht einmal so oft vorkommt. Meinen Geschmack trifft's auf jeden Fall.
Haut übrigens auch in die Kerbe, dass er eigentlich genug PS hat - die verstecken sich halt rechts im DZM statt im schmalen Bereich zwischen 2000 und 4000 ;)

Ob Handschalter oder Automatik tut auch erstmal nichts zur Sache. Handschalter hab ich nur erwähnt, weil das Autobahnauffahrtsbeispiel sonst in der Luft hinge. Automatik macht's eigentlich noch einmal angenehmer, weil es das "kurz mal zurückschalten" erleichtert.
Und sollen von mir aus ja irgendwann DI kommen. Aber im SJ und auch beim SK (weshalb ich ja auch hier schreibe) ist nunmal der FB20 drin und der hat MPI, und um den geht's gerade.

Und nebenbei unterstelle ich ausm Bauch raus Hybridkomponenten bessere Haltbarkeitschancen als einem Turbo, aber dafür fehlt mir vielleicht auch die diesbezügliche Erfahrung.

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28

Donnerstag, 9. Januar 2020, 15:56

Habe auch versuch mal rein elektrisch zu fahren ( Akku war halb voll ) funktionierte immer nur ein paar Meter, so ca. Schritttempo und der Verbrenner ging wieder an. Auch im stop + go Verkehr habe ich es nicht geschafft, das der Verbrenner aus bleibt, obwohl der Akku über halb voll war. :-(



Es handelt sich bei dem System ja auch nur um einen Mild-Hybriden, die sind ja garnicht dafür gebaut, rein elektrisch zu fahren. Dafür ist weder E-Motor noch Akku ausgelegt. Ist ja selbst bei den meisten Vollhybriden so, dass die nur wenige hundert Meter elektrisch zurücklegen können, darum geht es aber auch bei der Technik nicht.

Es ist aber doch schön zu lesen, dass mal einer vorurteilsfrei an die Sache rangegangen ist und nicht aus Prinzip ohne Probefahrt die ganze Sache schlecht redet, so wie es die meisten hier machen...

patGT

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29

Donnerstag, 9. Januar 2020, 16:32

Haut übrigens auch in die Kerbe, dass er eigentlich genug PS hat - die verstecken sich halt rechts im DZM statt im schmalen Bereich zwischen 2000 und 4000
Es gibt nicht nur die beiden Extreme Turbodiesel und hochdrehende Saugbenziner. Moderne Turbobenziner können es für solche Gebrauchswagen einfach besser, sie beherrschen sowohl Durchzug als auch Drehfreude, da ist nichts mit schmalem Bereich... ;)

Zitat

Es ist aber doch schön zu lesen, dass mal einer vorurteilsfrei an die Sache rangegangen ist und nicht aus Prinzip ohne Probefahrt die ganze Sache schlecht redet, so wie es die meisten hier machen...
Subaru bedient halt mit seinem Motorenangebot nicht mehr alle bestehenden Käufergruppen. Das ist nun mal Fakt - und lässt so manchen verzeifeln, möchte man doch eigentlich an der Marke festhalten.


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eckhard

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30

Donnerstag, 9. Januar 2020, 16:55

Hi Vogelsberger
Also beschreiben wurde das schon mehrfach so.: Denn im Gegensatz zu üblichen Mildhybrid-Antrieben mit Starter-Generator ist der E-Boxer auch in der Lage, kürzere Strecken rein elektrisch zurückzulegen. Die Lithium-Ionen-Batterie speichert genug Strom für bis zu 1,6 Kilometer.
Soll aber wohl nur bis zu einer Geschwindigkeit bis 40 km/h gehen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »eckhard« (9. Januar 2020, 17:01)


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31

Donnerstag, 9. Januar 2020, 18:41

Scheine ja einen Nerv getroffen zu haben. :) Was hängen blieb beim Durchlesen:

Charakteristik finde ich super passend. Kultiviert ist er und durchzugsstark auch, wenn man ihn mal dreht. Ich finde am Drehen dieses Motors ebenfalls nicht aufgeregtes, zumal das ja beim typischen Forryfahrstil gar nicht einmal so oft vorkommt. Meinen Geschmack trifft's auf jeden Fall.
Haut übrigens auch in die Kerbe, dass er eigentlich genug PS hat - die verstecken sich halt rechts im DZM statt im schmalen Bereich zwischen 2000 und 4000 ;)

Ob Handschalter oder Automatik tut auch erstmal nichts zur Sache. Handschalter hab ich nur erwähnt, weil das Autobahnauffahrtsbeispiel sonst in der Luft hinge. Automatik macht's eigentlich noch einmal angenehmer, weil es das "kurz mal zurückschalten" erleichtert.
Und sollen von mir aus ja irgendwann DI kommen. Aber im SJ und auch beim SK (weshalb ich ja auch hier schreibe) ist nunmal der FB20 drin und der hat MPI, und um den geht's gerade.

Und nebenbei unterstelle ich ausm Bauch raus Hybridkomponenten bessere Haltbarkeitschancen als einem Turbo, aber dafür fehlt mir vielleicht auch die diesbezügliche Erfahrung.


Naja, beim 2.0 Sauger von "durchzugsstark" zu sprechen, halte ich persönlich für vermessen. Was soll bei noch nicht mal 200 Nm und dem Leergewicht rauskommen. Durchzugsstärke ist für mich auch ein passives Sicherheitsmerkmal. Ich bin den Sauger mehrmals als Werkstattersatzwagen gefahren und war jedes Mal erschrocken, wie lahm der ist - im Vergleich zu meinem BD. Der Diesel geht dagegen schon richtig gut zu Werke, der XT wohl noch mal deutlich besser. Ich meine damit, dass man mit dem Wagen auch mal auf der Landstraße einen LKW überholen möchte ohne Angst zu haben, dass der mich ausbeschleunigt :rolleyes:
Der 2 Liter Sauger ist eher was für´s gemächliche Cruisen, wobei er noch nicht mal besonders sparsam ist, ich hab den Wagen nie unter 9 Liter bekommen, was bei dem Gewicht aber auch nicht verwundert.
Und noch etwas anderes - ich hatte vor meinem SJ einen SH Diesel Handschalter, das war eine richtig gute Kombination. Das CVT ist eine Komfort betonte Automatik und spielt ihre Stärken mit drehmomentstarken Motoren aus, beim Sauger war die CVT immer ein unangenehm hochdrehendes Ärgernis. Als Handschalter mag das wiederum ganz anders sein. Es ist schade, dass Subaru in Europa diesen Weg einschlagen muss, ich mag die Marke wirklich und war in den letzten 7 Jahren sehr zufrieden mit den Fahrzeugen. Aber einen Saugbenziner oder Pseudohybriden kaufe ich nicht, da gibt es deutlich bessere Alternativen.

vg, Tino

STI_Grobi

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32

Donnerstag, 9. Januar 2020, 19:02

ich hab den Wagen nie unter 9 Liter bekommen,
Und genau da stellt sich die Frage für was das Ganze gut sein soll?
Mehr Gewicht bei fast identischem Verbrauch und dafür noch ein tolles Drehmoment :verrueckt:
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33

Donnerstag, 9. Januar 2020, 21:41

Ich fahre auch den FB20, allerdings mit CVT.

Im Durchschnitt (seit Neukauf des Wagens gerechnet) habe ich einen Durchschnittsverbrauch von 8,2 Liter auf 100km. Im Sommer sind auch Schnitte knapp über 7 Liter durchaus möglich.

Ich denke, die meisten Fahrer, die diesen Motor wählen, werden eher gemächlich fahren, stoßen daher gar nicht so häufig in die hohen Drehzahlregionen vor. Ich drehe z.B. selten über 2500 Umdrehungen. Zumindest im Flachland reicht das zum Beschleunigen vollkommen aus. Und wenn man dann doch mal schneller beschleunigen will/muss, dann läßt man eben mal bis 5000 drehen. Dann wird es eben mal für ein paar Sekunden lauter.

Wahrscheinlich wird der Motor von Kunden gekauft, die vorwogend eher kürzere Strecken fahren, auf denen ein Nicht-Sauger viel eher Probleme machen würde und wenn sie doch ma längere Strecken fahren, dann eher um die Richtgeschwindigkeit und nicht mit hoher Geschwindigkeit Kilometer fressen.

Kurzum, der Motor hat schon seine Berechtigung. Es fehlt halt nur ein Mittelding zwischen 2.0 Sauge rund 2.0 Turbo, für die denen der kleine zu klein und der Turbo zuviel des Guten ist.

Offroadeule

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34

Donnerstag, 9. Januar 2020, 22:40

Vorneweg, ich hab den SJ mit dem 2l-Sauger, ohne Hybrid, sogar Handschalter. Deswegen, ganz unabhängig vom Hybriden:
Ich verstehe ich das Gehacke auf dem FB20 als Motor nicht. Ich breche jetzt mal ne Lanze für den:


Ist doch wie überall in jedem Online-Forum, die Kritiker sind deutlich aktiver und die, die zufrieden mit einem Auto / Motor sind, schreiben darüber nichts. Da kann man schnell einen falschen Eindruck bekommen.

raphrav

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35

Freitag, 10. Januar 2020, 08:05

Bitte nicht auch noch hier die Drehmoment-Durchzug-Diskussion... Klar, dass bei 1,5t und 200Nm was passiert, muss der Motor hochdrehen, was aber wieder ein Übersetzungsthema ist, und was beim Subaru gut gelöst wurde. Diesbezüglich drehen wir hier mittlerweile auch schon ziemlich hoch...
Oder anders: Ein Auto, das unter 11s auf 100 geht, kann so lahm nicht sein ;-)

Zum Verbrauch: Meiner genehmigte sich über die mehr als 17000km gemessen (Tankmenge durch Tacho) im Schnitt über alles 8,07l/100km. So viel zu "nicht unter 9l zu fahren".

Dabei, um einzuordnen, wie der Verbrauch zustande kommt, fahre ich quasi nur Langstrecke, und die tatsächlich auf der Autobahn selten über 130. Verbrauchstreibende Kurzstrecken zugegebenermaßen höchst selten, eigentlich wirklich nur dann, wenn das Radl (selbst mit Hänger) wirklich keine Alternative ist.

Aber gut, lassen wir das... Bin der Meinung, dass das ein wirklich feiner Motor ist (wenn nicht einer der Besten, den ich je fuhr), aber sehe auch ein, warum einer, der den Turbodieseltritt ins Kreuz sucht, wahrscheinlich nicht glücklich wird...

redtshirt

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36

Samstag, 11. Januar 2020, 08:48

ich glaube man kann auch mal den Blickwinkel wechseln.
Subaru baut über 1.000.000 Fahrzeuge. Davon verkaufen sie über 600.000 in den USA. In Deutschland 6.000 oder so. Das heißt sie werden wohl vorrangig für die Märkte entwickeln in denen sie große Marktanteile haben und behalten wollen.
In den USA gibt es mehr Modelle und Motoren. Sogar der WRX wird angeboten.
Der deutsche Markt ist denen doch vollkommen egal. Die bieten hier die Modelle an und Motoren, die irgendwie passen und die gesetzlichen Hürden schaffen ohne drauf zahlen zu müssen.
Der "alte" 2 Liter mit Saugrohreinspritzung verbrennt halt sehr umweltfreundlich und braucht keine Filter. Fertig. In den USA ist er auch beliebt, da Laufruhig wie ein "Großer", bei 55 Meilen auf dem Highway sehr sparsam, haltbar und dazu noch "günstig". Genau wie der 2.5. Warum sollte ein Hersteller ein Fahrzeug bzw. Motoren entwickeln für einen Markt der weniger als 1% des Absatzes ausmacht? Für Fans sicher schön aber als Unternehmen dämlich.

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37

Samstag, 11. Januar 2020, 13:55

ich glaube man kann auch mal den Blickwinkel wechseln.
Subaru baut über 1.000.000 Fahrzeuge. Davon verkaufen sie über 600.000 in den USA. In Deutschland 6.000 oder so. Das heißt sie werden wohl vorrangig für die Märkte entwickeln in denen sie große Marktanteile haben und behalten wollen.
In den USA gibt es mehr Modelle und Motoren. Sogar der WRX wird angeboten.
Der deutsche Markt ist denen doch vollkommen egal. Die bieten hier die Modelle an und Motoren, die irgendwie passen und die gesetzlichen Hürden schaffen ohne drauf zahlen zu müssen.
Der "alte" 2 Liter mit Saugrohreinspritzung verbrennt halt sehr umweltfreundlich und braucht keine Filter. Fertig. In den USA ist er auch beliebt, da Laufruhig wie ein "Großer", bei 55 Meilen auf dem Highway sehr sparsam, haltbar und dazu noch "günstig". Genau wie der 2.5. Warum sollte ein Hersteller ein Fahrzeug bzw. Motoren entwickeln für einen Markt der weniger als 1% des Absatzes ausmacht? Für Fans sicher schön aber als Unternehmen dämlich.


Richtig, aber unter dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit könnte Subaru genauso gut ganz aus dem deutschen/europäischen Markt aussteigen. Aber das zeigt einmal mehr, wie dämlich wir hier in EU und speziell in D sind. Wir glauben, mit unseren restriktiven Abgasvorschriften irgendetwas zu bewirken, was den großen Nationen wie USA, Russland, China, Indien etc. vollkommen egal ist. Wir zerstören systematisch unsere Autoindustrie und rennen einem Hirngespinst nach dem anderen nach. Aber die Verantwortlichen geben sich wahrscheinlich erst zufrieden, wenn wir alle wieder auf Eseln reiten...

vg, Tino

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38

Samstag, 11. Januar 2020, 14:09

Das ist auf so vielen Ebnen Unsinn, da weiß man gar nicht wo man anfangen soll... :pinch:

Die strengsten Abgasvorschriften und niedrigsten erlaubten Geschindigkeiten: USA
Du willst nicht auf Eseln reiten aber deine Nachkommen sollen es...
Es gibt keine deutschen Vorschriften sondern EU-Vorschriften (Und die EU gibt es weil jedes Land hier völlig unbedeutend für sich alleine ist)
Wir sollen auf unseren Entwicklungsvorsprung (explizit in D) verzichten, von dem wir alle seit dem letzten WW gelebt haben,
falls du es nicht gemerkt hast, wir leben vom Verkauf eben desselben!
Wieviel Autos verkauft Kohle-Australien, das gerade abbrennt? Keine...

...und so weiter....

Auch wenn es dir nicht passt, es gibt kein weiter so.

Gruß aus der Automobilentwicklung

Albjäger

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Sonntag, 12. Januar 2020, 07:26

Müsste ich heute ein neues Auto kaufen, würde es mangels "gescheiter" Antriebe kein Subaru mehr sein.

Aufgrund eines Totalschades eines meiner Fahrzeuge in 2018 musste ein neues Fahrzeug her und so konnte ich einen der letzten XT ergattern, der gleichzeitig auch meinen 2.4 Liter Sauger Grand Vitara ersetzt hat. Was die Geländefähigkeit anbelangt, war der XT ein klarer Rückschritt, aber für das was ich in Wald muss reicht es aus und für Schnee hab ich schon ausreichened positive Erfahrung gesammelt.
Meine damalige Entscheidung für den XT war dem Antrieb (Turbo-Motor und Automatik) geschuldet, da ich das Fahrzeug auch für längere Urlaubsfahrten und Anhängerbetrieb vorgesehen hatte, wobei erhrlich gesagt sich der Forester eher wie nach 200 PS anfühlt, als nach 240. Einige der Pferdchen tilgt die manchmals etwas eigenartige CVT meiner Meinung nach.
Interessanterweise verfüge ich auch noch über einen 2.0 Liter Sauger (Handschaltung), mit derselben Leistung (240 PS). Also ich hab einen direkten Vergleich zwischen dem 2.0 Turbo und dem Sauger. Klar braucht der Sauger Drehzahl um in dieselben Leistungsregionen vorzustossen, aber es fährt sich irgendwie geschmeidiger als der Turbo im XT. Zwar ist der Turbomotor für mich das Beste am Forester, aber in Verbindung mit der CVT nicht unbedingt harmonisch im Vortrieb. Also ich möchte es so sagen, der aktuelle Forester ist für mich ein Kompromiss.
Leihweise konnte ich auch schon 150 PS Forester mit CVT fahren und kann definitiv für mich sagen, daß dies kein Antrieb für mich wäre. Von daher erwarte ich mir vom E-Boxer mit 150 PS keine Wunder. Sollte sich in der Motorenauswahl in den nächsten Jahren nichts gravierendes bei Subaru ändern, war dies mein erster und letzter Subaru.

PS: Mein Jagdkollege hat sich im Dezember letzten Jahres einen neuen Mitsubishi Outlander Plug-in-Hybrid gekauft bei dem ich schon mitfahren konnte. Dieses Antriebskonzept finde ich mal richtig durchdacht, vorallem kann man eine zeitlang wirklich rein elektrisch fahren und während der Fahrt auch wieder aufladen, wenn man das will !
Nachteilig finde ich das Drehzahlniveau des Benziners bei hohen Geschwindigkeiten, wobei die bei ca. 180 km/h eh zu Ende ist. Auch kann mein Kollege mangels Schnee und Geländefahrten noch nicht beurteilen, wie sich der Allradantrieb schlagen wird, da die Hinterräder dann ja rein elektrisch angetrieben werden. Also bei den Wettbewerbern tut sich was, ähliches bietet ja der neue RAV von Toyota.

redtshirt

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40

Sonntag, 12. Januar 2020, 09:35

Das ist auf so vielen Ebnen Unsinn, da weiß man gar nicht wo man anfangen soll... :pinch:

Die strengsten Abgasvorschriften und niedrigsten erlaubten Geschindigkeiten: USA
Du willst nicht auf Eseln reiten aber deine Nachkommen sollen es...
Es gibt keine deutschen Vorschriften sondern EU-Vorschriften (Und die EU gibt es weil jedes Land hier völlig unbedeutend für sich alleine ist)
Wir sollen auf unseren Entwicklungsvorsprung (explizit in D) verzichten, von dem wir alle seit dem letzten WW gelebt haben,
falls du es nicht gemerkt hast, wir leben vom Verkauf eben desselben!
Wieviel Autos verkauft Kohle-Australien, das gerade abbrennt? Keine...

...und so weiter....

Auch wenn es dir nicht passt, es gibt kein weiter so.

Gruß aus der Automobilentwicklung


Jeder Bundesstaat hat etwas anderen Abgasvorschriften. Strenger gilt auch nur zum Teil, da in den USA CO² (außer Kalifornien) nicht als "schlecht" angesehen ist. Die Vorschriften sind streng bei den Themen Stickoxide und Feinstaub. Darum werden in den USA und für die USA immer noch Saugrohreinspritzer gebaut und entwickelt, da sie sauber verbrennen und "nur" CO² machen. Auch sind die Zulassungsvorschriften zwischen den Bundesstatten zum Teil extrem. In North Carolina kannst du praktisch alles fahren und umbauen wie du willst und in Kalifornien nicht. Auch gibt es beim Thema Abgase viele Ausnahmen. zum Beispiel Pickup ab einem Gewicht xy und mind Hubraum xy. Da kannst du alles ausbauen und wie eine Dampflok fahren.

Auch in der EU ist das leider nicht zentral geregelt. Ein Fahrzeug dass z.Bsp. von Subaru neu mit LPG in Holland zulassungsfähig ist, ist in Deutschland nicht zulassungsfähig. Usw. TTIP hätte da etwas gutes gehabt. Das hätte das Thema Zulassung von Fahrzeugen deutlich liberalisiert.