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fragnix

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Mittwoch, 29. Juli 2020, 19:38

Wie erkenne ich den Overlanding Forester (gebraucht)?

Moin,

mein XV gefällt mir als täglicher Gebrauchswagen, und ich überlege, für unsere Touren einen alten Forester anzuschaffen. Alt wegen des auszugebenden Geldes und wegen des Lacks, um den es dann nicht mehr schade ist, wenn wir durch's Gebüsch brechen.

Früher bin ich die Touren mit Dustern bzw. Samurai gefahren. Die Touren gingen bis hoch zum Polarkreis und runter zum Mittelmeer. Je weniger Asphalt desto besser, aber zu 99,9% auf Wegen. Schotterpisten, Rückegassen zehn Jahre ungenutzt, Forstwege mit Schlamm Kuhlen Abbrüchen und so weiter, aber ehrlich gesagt eben im Wesentlichen Schotterpisten aller Art. Was halt hier in Europa so vorhanden und legal befahrbar ist. Die 0,1% sind der Unwille, aus der Sackgasse 10 km zurückzufahren, wenn ich doch die andere Strasse nur zwei Kilometer geradeaus vorbeiführt, oder mal die Wiese am See, an dem wir nächtigen wollen.

Mein Traumwagen wäre ein Volvo C303/C304, aber dafür reicht es im Moment nicht. Weder bei der Anschaffung, noch bei einer Tour mit 3000 km bei den regelmässigen Tankstopps.

Es scheint aber preiswerte Forester zu geben, und auch wenn die nicht an den Volvo heranreichen, so scheinen sie mir vernünftige Reiseautos zu sein.

Mir ist (in absteigender Reihenfolge wichtig):
1) Schlechtwegetauglichkeit: muss nicht ständig abgeborgen werden, kommt aus eigener Kraft wieder aus dem Schlamassel raus, in den ich ihn manövriert habe. Wir haben noch jeden Wagen gerettet, aber das kostet immer so viel Zeit, und ist auf Dauer nervig.
=> 4x4, gerne ein taugliches Konzept => Subaru
=> Schalter mit Untersetzung: Nicht zwingend, hätte ich aber gerne mal. Ich fahre schwierige Stellen gerne mit angemessener Geschwindigkeit, und das ist halt bei einem PKW immer wieder mal "sehr langsam". Wie die Automatik dabei zu sehen ist, kann ich nicht einschätzen. Die Duster hatten kurze erste Gänge, was mir nicht ausreichte
=> Sperren: Im Zweifelsfall haben zwei Räder Grip, und die müssen uns voranbringen. Was der 2018'er XV da leistet ist nicht schlecht, aber nicht ausreichend. Entweder gute elektronisch gesteuerte Bremseingriffe, oder eben klassische Sperren, sei es LSD oder schaltbare. Das ich hier ggf. mit Nachrüstung rechnen muss, ist klar. Kommentare willkommen.

2) Verbrauch: Die Tour soll ja nicht 1000,- Sprit kosten (mal abgesehen von den verbrannten 800 Litern)

3) Stehende Kosten (Steuer und Versicherung) nicht allzu hoch. Sonst hätte ich ja schon einen drei Liter Euro 0 Diesel Volvo, aber das kann sich ja keiner mehr leisten.

4) Spieletisch im Heck. Ist halt doof, wenn es drei Tage regnet, dann wollen wir das auch einfach mal aussitzen. Drei Tage auf dem Fahrersitz ist ungemütlich. Da werde ich im PKW Bereich nichts werden, ist klar.

5) Dachlast und Dachplatz für unser altes, eher grosses Dachzelt. Forester: Perfekt. Ausser dem Dachzelt haben wir nichts aussen geplant, kein Sonnensegel, Markise, Heckzelt, Ausziehküche oder anderen Spökenkiekerkrams.

Benzin oder Diesel ist mir egal, beides hat seine Vorteile.

Alles perfekt gibt es selten, ein mittelalter Forester mit Untersetzung sollte meinen Vorstellungen schon recht nah kommen. So weit, so gut. Korrigiert mich, wenn hier völlig falsche Annahmen getroffen wurden.

Nur: woran erkennen ich meinen Traumwagen? Die Suche nach "Forester Untersetzung" oder Low Range findet nichts auf den Autobörsen. Scheint nicht mit angegeben zu werden. Ich sehe auf Bildern immer wieder mal einen kurzen, dicken Schalthebel links neben dem Gangschalthebel, und vermute, dass es sich dabei um die Untersetzung handelt. Richtig?
Woran ausser an einem Bild kann ich noch einen untersetzten Forester erkennen? Soweit ich das verstehe, kann ich bis BJ 2015 filtern, danach gibt es die eh nicht mehr.
Welcher Motor ist praktisch in Steuer und Versicherung am günstigsten? PS sind mir egal, die kleinste Maschine sollte mehr Leistung haben als ich brauche, meine Traumwagen haben 115 oder 87 PS. Mehr als 100 km/h fahre ich selten, im Urlaub quasi nie.
Wie langsam fährt der Automat, wäre das eine Alternative zum untersetzten Schalter?
Was habe ich vergessen zu fragen, ist aber wichtig zu beachten?

Offroadeule

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Mittwoch, 29. Juli 2020, 22:48

Moin,
mein XV gefällt mir als täglicher Gebrauchswagen, und ich überlege, für unsere Touren einen alten Forester anzuschaffen.

Ich hab mehrere Jahre Forester SG gefahren und auch als Reisefahrzeug im Einsatz gehabt, deshalb kann ich dir da vielleicht Rückmeldung geben.


Es scheint aber preiswerte Forester zu geben, und auch wenn die nicht an den Volvo heranreichen, so scheinen sie mir vernünftige Reiseautos zu sein.

Das mag schon stimmen. Du solltest aber keinesfalls dem Glauben aufsitzen, dass du günstig einen 15 Jahre alten Forester schießt und daran nichts zu reparieren ist. Im Alter werden auch die Forester ziemlich sensibel. Hab selbst in vier Jahren drei Mal auf den ADAC gewartet. Ob du das in der ukrainischen Pampa machen willst... Wenn dann brauchst du ein anständiges und gepflegtes Exemplar und da bist du schnell deutlich mehr Geld los...



Mir ist (in absteigender Reihenfolge wichtig):
1) Schlechtwegetauglichkeit: muss nicht ständig abgeborgen werden, kommt aus eigener Kraft wieder aus dem Schlamassel raus, in den ich ihn manövriert habe. Wir haben noch jeden Wagen gerettet, aber das kostet immer so viel Zeit, und ist auf Dauer nervig.
=> 4x4, gerne ein taugliches Konzept => Subaru
=> Schalter mit Untersetzung: Nicht zwingend, hätte ich aber gerne mal. Ich fahre schwierige Stellen gerne mit angemessener Geschwindigkeit, und das ist halt bei einem PKW immer wieder mal "sehr langsam". Wie die Automatik dabei zu sehen ist, kann ich nicht einschätzen. Die Duster hatten kurze erste Gänge, was mir nicht ausreichte
=> Sperren: Im Zweifelsfall haben zwei Räder Grip, und die müssen uns voranbringen. Was der 2018'er XV da leistet ist nicht schlecht, aber nicht ausreichend. Entweder gute elektronisch gesteuerte Bremseingriffe, oder eben klassische Sperren, sei es LSD oder schaltbare. Das ich hier ggf. mit Nachrüstung rechnen muss, ist klar. Kommentare willkommen.

Sorry, aber der XV hat GUTE elektronisch gesteuerte Bremseingriffe. Wenn du da mehr haben willst, brauchst du in jedem Fall mechanische Sperrdiffs. Es gibt für nen Forester bspw. Cusco Sperren für die Hinterachse, bist du bei 1,5tE mit Einbau. Wie gut sich das auf der Straße fährt, weiß ich nicht. Die alten Forester hatten (mit Ausnahme des 2.5 turbo Automatik) kein elektronisches Traktionssystem. Teilweise gab es LSDs ab Werk an der Hinterachse, die Sperrwirkung reicht (eigene Erfahrung) im Gelände aber nicht aus...



2) Verbrauch: Die Tour soll ja nicht 1000,- Sprit kosten (mal abgesehen von den verbrannten 800 Litern)

3) Stehende Kosten (Steuer und Versicherung) nicht allzu hoch. Sonst hätte ich ja schon einen drei Liter Euro 0 Diesel Volvo, aber das kann sich ja keiner mehr leisten.

4) Spieletisch im Heck. Ist halt doof, wenn es drei Tage regnet, dann wollen wir das auch einfach mal aussitzen. Drei Tage auf dem Fahrersitz ist ungemütlich. Da werde ich im PKW Bereich nichts werden, ist klar.

5) Dachlast und Dachplatz für unser altes, eher grosses Dachzelt. Forester: Perfekt. Ausser dem Dachzelt haben wir nichts aussen geplant, kein Sonnensegel, Markise, Heckzelt, Ausziehküche oder anderen Spökenkiekerkrams.


Im Forester hast du im Innenraum fast keinen Platz, das ist super eng. Dachzelt ist da super, eine längere Zeit im Regen ist aber sehr bescheiden. Hat mich zum Verkauf des selben gebracht. Man hat faktisch nicht genug nutzbaren Raum für schlechtes Wetter. Nach einer Woche Regen gibst du im Dachzelt auf, da ist alles klam und feucht und schimmelt. Das ist auf Dauer nur was für halbwegs erträgliches Wetter.
Ansonsten sind die Kosten überschauber. Verbrauch mit Dachzelt ab 11 L/100 km. (Benziner) Längere Autobahnetappen mit 130 km/h ca. 13-14l.


Nur: woran erkennen ich meinen Traumwagen? Die Suche nach "Forester Untersetzung" oder Low Range findet nichts auf den Autobörsen.

Wenn du Untersetzung willst (die ist allerdings nicht sehr weit gespreizt, kannst du nicht mit einem G vergleichen), dann such nach Benzinern mit Schaltgetrieben. Die 5-Gang Schaltung hat dann die Untersetzung.

Gab

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Donnerstag, 30. Juli 2020, 08:57

Wenn es ein Forester sein soll, würde ich definitiv einen 03-05 nehmen mit 125PS Motor und Schaltgetriebe. Da haste dann schon die bessere Karosse, aber noch die alte Technik.
Deine gewünschte Untersetzung ist an Bord, Hillholder (Berganfahrhilfe) und alles ist super schrauberfreundlich.

fragnix

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Donnerstag, 30. Juli 2020, 12:23

@Gab: Super, Danke! Damit finde ich zwar nur sehr wenige Fahrzeuge, aber die haben dann alle diesen dicken zweiten Schalthebel, der ich für die Untersetzung halte. Zur Sicherheit: Mit diesem hier https://suchen.mobile.de/fahrzeuge/details.html?id=304470156 läge ich richtig?

@Offroadeule: Auch Danke! ;-) Um das Dachzelt keine Gedanken machen, da habe ich schon Monate drin verbracht. Vor- und Nachteile sind bekannt
Ist der Forester enger als mein XV? Ich hatte zwei Monate einen 2018er Forester als Leihwagen, und der war grossräumig. Ist halt ein PKW und kein T4, um den Tisch herum sitzen kann man also nicht.

Beim 2003-2005 geschaltetem Benziner wird sicherlich gelegentlich mal Geld reinzustecken sein, aber wenn Riemen und Wapu halbwegs aktuell gemacht wurden, ist so ein Wagen dann von den Reparaturen vergleichbar mit üblichen Autos, also nicht überdurchschnittlich teuer?

Weiss jemand zufällig Steuern und Versicherungskosten auswendig? Die Webseiten zum Ermitteln sind ja heutzutage ein Graus, und ohne Kennnummern geht kaum noch was.

Edit: Ich habe jetzt ein Foto mit High/Low Aufkleber am Knüppel gefunden, das ist also geklärt. Steuern scheinen laut Finanzministerium bei 135 Euro pro Jahr zu liegen, das kommt mir günstig vor.

IKR

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Donnerstag, 30. Juli 2020, 14:20

Nur: woran erkennen ich meinen Traumwagen? Die Suche nach "Forester Untersetzung" oder Low Range findet nichts auf den Autobörsen. Scheint nicht mit angegeben zu werden. Ich sehe auf Bildern immer wieder mal einen kurzen, dicken Schalthebel links neben dem Gangschalthebel, und vermute, dass es sich dabei um die Untersetzung handelt. Richtig?
Woran ausser an einem Bild kann ich noch einen untersetzten Forester erkennen? Soweit ich das verstehe, kann ich bis BJ 2015 filtern, danach gibt es die eh nicht mehr.

Bis zum Forester SH einschließlich (also SF, SG und SH) hatten alle Forester mit manuellem Getriebe und Benzinmotor die Untersetzung (Low Range). Bei denen brauchst du in Verkaufsanzeigen nicht extra nach einer Erwähnung der Untersetzung zu suchen.
Mein Rat aus eigener Erfahrung wäre ein Forester SG mit dem 2,0l 158 PS Motor. Ich hab's hier schon oft erwähnt: Der ist im Jagdrevier mit der Untersetzung durch Stellen gekommen, wo wir uns bis dahin nur mit dem Lada Niva hin getraut hatten.
Aber auch der SH hat diese Stellen immer gemeistert - mein derzeitiger XV 2017 (auch noch mit Untersetzung) übrigens auch. Bei dem muss man nur auf den vorne größeren Überhang achten, also den geringeren Böschungswinkel.

Offroadeule

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Donnerstag, 30. Juli 2020, 16:04

aber ganz ehrlich Leute, ich habs mir gerade nochmal durchgelesen, es würde doch mehr Sinn machen, den XV etwas aufzurüsten, anstatt ein zweites Fahrzeug aufzubauen, das wieder Zeit und Geld frisst. Die alten Forester SG kommen vielleicht in manchen Situationen einen Ticken weiter als der XV, weil man weniger aufs Material achtet, aber sonst ist der XV ein ebenfalls sehr geländegängiges Fahrzeug und gerade für Schotterpisten oder Matsch bestens geeignet.
Bisher hab ich auch mit dem CVT im XV alles gefahren, was der Untersetzungs-FOrester geschafft hat und für richtig extremes Gelände ist der auch nicht dauerhaft gebaut. Ist halt ein PKW mit selbstragender Karosserie, da kommt man dann auch an Grenzen oder fördert extremen Verschleiß.

@fragnix: wieso folierst du deinen XV nicht zum Lackschutz und spendierst ihm gescheite Reifen + U-Fahrschutz? das reicht doch für 99 Prozent beim overlanden aus...

IKR

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Donnerstag, 30. Juli 2020, 18:04

wieso folierst du deinen XV nicht zum Lackschutz und spendierst ihm gescheite Reifen + U-Fahrschutz? das reicht doch für 99 Prozent beim overlanden aus...


Richtig! :thumbsup:

fragnix

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Donnerstag, 30. Juli 2020, 18:08

Guter Einwand, aber der XV ist ein Firmen-Leasingwagen und wird in zehn Monaten zurückgegeben.

Mit dem XV stört die lange Schnauze "ständig". So sehr, dass ich damit selbst Forstweg-Pfützen umfahre, und das grenzt schon an's Lächerliche. Der XV ist daher in meiner Vorstellungswelt kein Overlander.

Beim Forester ist der Böschungswinkel etwas besser, aber immer noch weit entfernt vom vorher dafür genutzten Duster. Bei einem Gebrauchten würde ich Schrammen vorne unten aber eher ignorieren. So etwas wie ein Bullenfänger kommt auf meine Wagen sicher nicht drauf, der wiegt und kostet Bodenfreiheit, und ausserdem rennen hier keine Bullen frei herum. Selbst von meinem Samurai habe ich den abgeschraubt.

Den XV hatte ich, gerade mit dem X-Mode, für sehr Weg-zur-Pferdekoppel geeignet gehalten. Praktisch bin ich so oft entweder vorne gegengefahren oder auf zwei Reifen hängengeblieben, dass ich da sehr misstrauisch geworden bin.

Voll gesperrte Autos kenne ich vom Kumpel: Samurai mit VA+HA Sperren und 1:4,16 Untersetzung, sowie vom Trophy Team: 712M+712FAL. Alle drei Wagen kommen sehr sehr weit, auch wenn ich zugeben muss, dass auch die irgendwann Grenzen haben. Was wir mit den Wagen fahren ist echtes Offroad, und hat nichts mit Overlanding zu tun.

Das härteste was mein Zukünftiger fahren können soll ist ein nasser Forstweg mit Auswaschungen und Ausbrechungen, oder eben die nasse Wiese, das meistunterschätzte Gelände ;-)

@IKR: OK, ich habe jetzt den Blick dafür entwickelt, und sehe ganz viele Untersetzungen. Habe die vorher schlicht übersehen oder nicht erkannt. Danke!

Das Argument mit dem winzigen Innenraum zum Sitzen macht mir Sorgen. Ganz stimme ich nicht zu, aber Offroadeules Erfahrungsbericht hätte auch meiner sein können. Daher schaue ich wohl doch mal über die T3/T4 Syncro rüber.

Danke an alle!

Offroadeule

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9

Donnerstag, 30. Juli 2020, 18:30


Mit dem XV stört die lange Schnauze "ständig". So sehr, dass ich damit selbst Forstweg-Pfützen umfahre, und das grenzt schon an's Lächerliche. Der XV ist daher in meiner Vorstellungswelt kein Overlander.

oder auf zwei Reifen hängengeblieben, dass ich da sehr misstrauisch geworden bin.


Hmm ich versteh nicht so ganz, was du unter overlander verstehst? Einen vollwertigen Geländewagen? Das ist der XV sicher nicht und will er ja auch gar nicht sein. Er hat aber ein deutlich besseres Allradsystem als der Duster und man kommt auch problemlos mit xmode weiter, selbst wenn nur ein Rad Grip hat. Sicherlich aber nicht mit den serienmäßigen Sommerreifen, die du hoffentlich nicht montiert hast, wenn du ins ernsthafte Gelände willst... Die Schnauze ist sicherlich ein etwas limitierender Faktor, aber ich hab es bisher immer durch die Wahl der Linie oder das unterlegen von Steinen geschafft, überall weiter zu kommen, ohne richtig aufzusitzen...


Voll gesperrte Autos kenne ich vom Kumpel: Samurai mit VA+HA Sperren und 1:4,16 Untersetzung, sowie vom Trophy Team: 712M+712FAL. Alle drei Wagen kommen sehr sehr weit, auch wenn ich zugeben muss, dass auch die irgendwann Grenzen haben. Was wir mit den Wagen fahren ist echtes Offroad, und hat nichts mit Overlanding zu tun.
Das härteste was mein Zukünftiger fahren können soll ist ein nasser Forstweg mit Auswaschungen und Ausbrechungen, oder eben die nasse Wiese, das meistunterschätzte Gelände ;-)


Ich hoffe du erwartest nicht, dass ein serienmäßiger Forester irgendwas in der Art leistet. Die Untersetzung liegt bei 1:1.46 oder sowas um den Dreh. Das ist nicht sonderlich viel, sondern eine leichte Drehmomenterhöhung. Und dann hast du serienmäßig zwei offene Achsdiffs. Da wo der XV bei Verschränkungen problemlos weiterkommt, kannst du dir beim Forester nur mit Schwung aushelfen...


Das Argument mit dem winzigen Innenraum zum Sitzen macht mir Sorgen. Ganz stimme ich nicht zu, aber Offroadeules Erfahrungsbericht hätte auch meiner sein können. Daher schaue ich wohl doch mal über die T3/T4 Syncro rüber.

Ohne dir jetzt irgendwie zu Nahe treten zu wollen. Aber du hast keine sinnvolle Priorisierung durchgeführt und so wirst du auch kein passendes Fahrzeug finden. C303 , T3 syncro, Forester sind alles um Welten unterschiedliche Fahrzeuge. Was willst du denn jetzt?
By the way: ein T4 syncro kann einem XV im Gelände nicht folgen...

fragnix

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10

Donnerstag, 30. Juli 2020, 19:39

Ach passt schon, wenn ich Unsinn schreibe, dann kann das gerne so genannt werden ;-)

C303: Der wird es irgendwann werden, aber aktuell will ich dafür keine 15k einsetzen. Status: Traum
T3: Bin mit Bulli aufgewachsen, ist das Fahrzeug mit Spielerundentisch, das mir am nähesten ist. Kostet weniger als der Volvo, aber immer noch zu viel für mal-eben-kaufen
Forester: Bin ich vor dem XV gefahren und bin begeistert. Den mag ich haben. Aber nicht als Daily Driver, den soll die Firma bezahlen, sondern als Tourenwagen. Aus monetären Gründen für 3-4k. Fehlt der Spieltisch, aber ansonsten passt das schon als Ersatz für den Duster, dessen Motor leider gestorben war.

Bisher haben wir es so gehandhabt: Bei andauerndem Regen sind wir per Regenradar in ein sonniges Gebiet gefahren. Das können wir auch in Zukunft. Ich habe den Forester auch als gross empfunden, da bin ich vielleicht zu sehr auf Offroadeules "super eng" eingestiegen. Es gibt keine Chance für den Kartentisch, aber enger als ein Duster ist der Forester wohl nicht. Der Kofferraum ist auf jeden Fall schon mal ein Fortschritt.

Ob ich weiss was ich will: Doch, schon. Zeitnah einen Wagen, mit dem ich wieder an den Überland-Touren teilnehmen kann, ohne immer beim Lack zu heulen, und mit dem die Streckenwahl nicht immer Rücksicht auf mich nehmen muss. Mit dem XV bin ich zweimal die Nordwest-Polen Tour mitgefahren, und vor der Rückgaben muss der Wagen zum Aufbereiter. So wird es also nicht weitergehen. Viel Geld will ich nicht ausgebene, weil ja für den anderen Wagen gespart wird. Bis dahin will ich aber auch nicht warten, also: Forester für 3-4k und los geht's.
Die Untersetzung ist ein Gimmick, auf das ich eben gerade mal Bock habe. Superwichtig ist es nicht. Taugt aber zum Angeben am Lagerfeuer ;-)

Verwechseln tue ich den Forester nicht mit Suzen oder Pinzis. Wollte nur erwähnen, dass ich den Effekt einer Sperre praktisch kenne. Ein 2wd mit Sperre kommt ggf. weiter als ein 4wd ohne (je nach konkretem Auto). Das Invest in eventuell Sperre und relativ sicher Höherlegung ist beim Kaufpreis mit eingeplant (also obendrauf).

Der T3 Syncro neulich in Karenz hat im Gelände tatsächlich nicht so toll dagestanden, ständig ein Beinchen in der Luft. War aber Doka/Pritsche, und den fand ich per se einfach mal geil. Bin ich sinnvoll und konsequent? Bei Autos nicht. Dies ist aber auch nicht das Forum für vernünftige Autos, sondern für welche, die das Herz erwärmen.

Ihr haltet meinen 2018er XV für gut auf Strecken mit Abbrüchen und Auswaschungen, also auf ganz normalen Schotterpisten mit schlechten Abschnitten (das ist für mich kein Offroad)? Vielleicht mache ich etwas falsch, auf zwei Reifen (also drei mit kaum Last auf dem dritten Rad) bekomme ich den XV nur in 30% der Fälle vorwärts. Ich musste mich sogar von Dustern bergen lassen, und die sind nach mir da einfach durchgefahren. Nein, so geil ich den Subaru AWD finde, praktisch hat er mich enttäuscht. Zur Verteidigung: Wahrscheinlich wurde er für die Strasse entwickelt, und dort glänzt er (inkl. Schotter).
Ich stimme Dir dennoch zu: Mit ausreichen Wuppdizität geht es über so manche Auswaschung rüber. Aber gerade wegen der langen Schnauze am XV gehe ich ungerne mit Schwung rein...
Der XV ist eh der Firmen Leasingwagen, und wenn ich privat kaufe, dann auf jeden Fall den Forester vor dem XV.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »fragnix« (31. Juli 2020, 09:11)


hoersturz

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Sonntag, 2. August 2020, 08:26


Das härteste was mein Zukünftiger fahren können soll ist ein nasser Forstweg mit Auswaschungen und Ausbrechungen, oder eben die nasse Wiese, das meistunterschätzte Gelände ;-)


Hallihallo,
die nasse Wiese meisterst du am besten mit passenden grobstolligen MT Reifen, was aber gegen lange Reisen/Etappen auf der Autobahn spricht.
Ich nehme für die nasse Wiese, sollte es nicht weitergehen, immer einen Satz Schneeketten auf meinen Reisen mit. Habe ich aber noch nie gebraucht.


Forstweg mit Auswaschungen geht auch mit nem Forry SG, XT 2.5 Automatik:

Guckst du mal in meinen Thread, Alpentour September 2019:
Alpentour September 2019
https://youtu.be/p7A3VPNH0g4
Im Film ab Minute 51:00 bis 52:10 sieht man wie der Forry SG die Auswaschungen an steiler Steigung "erklimmt".

In meinem Thread, Alpentour September 2018:
Alpentour September 2018
https://youtu.be/NMRQSTth9K0
Im Film ab Minute 32:23 bis 33:05 haben wir nassen Forstweg und danach nassen Erdweg der schlüpfrig wie Schmierseife war.
Gut, es war an der Stelle nicht sehr steil aber für meine einfachen Allwetterreifen doch problemlos machbar.

Willst du aber deftiges Gelände fahren und viel zuladen für die Reise, so empfehle ich einen robusten Geländewagen.
Der Forry ist für schweres Gelände nicht gebaut und wird es mit wenig Langlebigkeit und einigen Defekten quitieren wenn man ihn doch durch Geröll und Fels scheucht.
Glaub mir, ich kenne das. ;) :whistling:
Und so wie Offroadeule schreibt, im Forry hast extrem wenig Platz zum Aufhalten bei Pisswetter. Da würde ich auch eher nach einem Van/Bus gucken.

Grüße
Klaus
„Wenn du ein Problem hast, versuche es zu lösen.
Kannst du es nicht lösen, dann mache kein Problem daraus.“ (Siddhartha Gautama)
„Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute;
seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.“ (George Bernard Shaw)