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gymax11

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1

Donnerstag, 28. Mai 2009, 09:44

Visco-Sperre defekt (Legacy 2.0 MJ 04)

Hallo Ihr!
Bei meinem Legacy 2.0 MJ 2004 kam es zu starken "rubbeln" bei vollem Lenkereinschlag und langsamen fahren. Grund war eine verschlissene Viscokupplung . Ich finde es sehr schwach das dieses Bauteil bei einem Kilometerstand von 92000 schon defekt ist und es keinerlei Kulanzangebote von Seiten Subaru gibt.(mein Händler hat es versucht) Knapp 1000€ sind ja auch nicht wenig für diese Reparatur! Nach mehreren Kleinigkeiten die ich an meinem Auto schon hatte und der defekten Viscokupplung ist mein Vertrauen in die Langlebigkeit , Zuverlässigkeit und Qualität dieses Autos schon langsam am schwinden. Meine Frage ist dies ein Einzelfall oder ein schon bekanntes Problem? Ich kann ja nicht der einzige sein mit diesem für mein Verständnis viel zu frühen Verschleiß der Viscokupplung.

Gruß an alle G.

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2

Donnerstag, 28. Mai 2009, 12:06

Eine Vicokupplung verschleißt im normalfall nicht. Dafür braucht sie aber ein bestimmtes "Arbeitsumfeld", wobei das wichtigste der Abrollumfang der Räder ist. Der ändert sich u.U. schon bei falschem Luftdruck oder sogar Reifen der gleichen Dimensionen aber unterschiedlicher Hersteller soweit das die Viscokupplung durch zu große Raddrehzahlunterschiede zu heiß wird und förmlich platzt. Wobei das der Extremfall ist.

Subaru93

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3

Donnerstag, 28. Mai 2009, 12:48

Zum Thema Abrollumfang:

Es reicht auch schon aus, wenn die Reifen der Vorderachse und die der Hinterachse unterschiedliche Restprofilhöhen haben...
Es gibt genug Leute, die statt vier neue Reifen nur zwei gekauft haben und nun ne kaputte Viskokupplung haben.

Ist aber keine Unterstellung...

gymax11

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4

Donnerstag, 28. Mai 2009, 13:30

Das heißt aber zu Deutsch platzt mir ein Reifen und die restlichen sind noch bei 3/4 Profil - muß jeder Subarufahrer immer 4 neue kaufen und nicht nur auf der betroffenen Achse beide erneuern. Das ist aber nicht leicht zu vermitteln....... aber nach meiner jetzigen Erfahrung immer noch billiger wie eine Viscokupplung.......... ;(

Subaru93

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5

Donnerstag, 28. Mai 2009, 13:40

2 mm sollten keinen Unterschied machen - aber wenns es sich um 4 oder 5 mm handelt, können die Verspannungen in der Viscokupplung extrem werden, was ein Überhitzen dieser zur Folge hat.
Auch ein falscher Luftdruck kann die Kupplung zerlegen.

Oft tauscht man daher die Reifen der VA und HA gegenseitig aus, um ein gleichmäßige Profilhöhe zu erreichen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Subaru93« (28. Mai 2009, 13:41)


Ulli

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6

Donnerstag, 28. Mai 2009, 14:29

Hallo,

auch bei der Hauptuntersuchen (TÜV) nimmt es die Viscokupplung übel, wenn auf dem Bremsenprüfstand die Vorderachse oder die Hinterachse zu lange belastet wird.
Mein TÜV – Mitarbeiter macht aus diesem Grund lieber eine normale Bremsprobe.
Habe mal gelesen, max. 2% Reifenumfangabweichung verkraftet die Viscokupplung.

Gruß Ulli

Coolknight

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7

Mittwoch, 3. Juni 2009, 14:16

Meinst du...

"2 mm sollten keinen Unterschied machen - aber wenns es sich um 4 oder 5 mm handelt, können die Verspannungen in der Viscokupplung extrem werden, was ein Überhitzen dieser zur Folge hat.
Auch ein falscher Luftdruck kann die Kupplung zerlegen."

Ich denke das ist BULLSHIT, so ne Viskokupplung geht im normalfall nicht kaput wegen so was. Sonnst würde so eine Viskokupplung ja nach wenigen Km Bergfahrt im Eimer sein.

Der Gund hier ist wohl eher was anders.

Gruss,
Coolknight

Subaru93

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8

Mittwoch, 3. Juni 2009, 15:18

Nochmal zur Verdeutlichung:
Bei unterschiedlichem Radumfang gibts Schlupf an der Visko, somit Drehzahlunterschiede.
Die Visko versucht die ganze Zeit diese Unterschiede auszugleichen, wird aber durch die Straße verhindert. Da nun das Drehmoment an der Visko auch steigt wird diese heiß.
In Extremfällen kocht das Viskoöl -> Kupplung verabschiedet sich oder wird hart-> Drehzahlunterschiede können nicht mehr ausgeglichen werden->
Hinterachsdiff. sagt auf Wiedersehen im Extremfall. :)

Falls ich mich irren sollte, meldet Euch...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Subaru93« (3. Juni 2009, 15:18)


ellerino

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Dienstag, 27. März 2018, 08:20

Hallo zusammen,

ich bin neu hier und häng mich gleich mal mit ran an das Thema. Ich vermute nämlich ein Problem mit der Viskokupplung.
Bei meinem Outback 2.5 BJ.2006 weist die Kardanwelle ein axiales Spiel auf.
Man hört im Verteilergetriebe ein leichtes metallisches klick, wenn man die Welle hin und her dreht.
Beim Fahren macht sich dies vor allem im Stau bemerkbar wenn der Wagen im ersten Gang bei Standgas rollend ruckelt und beim Lastwechel im eher untertourigen Bereich merkt man ein Spiel und einen Ruck im Antrieb.
Meinte Vermutung ist die Viskokupplung, die die hintere Kardanwelle zuschaltet.
Könnte sowas aber auch an einem defektem ZMS liegen oder noch andere Grunde haben, wie zb. ein gerissenes Motorlager?

Beste Grüße und vielen Dank

ellerino

Lucullus

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10

Dienstag, 27. März 2018, 12:14

Hi,
welches Getriebe hast du denn in deinem Auto? Soweit ich weiß gab es die Viskokupplung nur beim Schaltgetriebe, bei den 3l mit Automatik ist ein Differential mit elektronisch gesteuerter Kupplung/Sperre drin, und bei den 2.5l mit Automatik müsste eine Kupplung ohne Differential drin sein, auch elektronisch gesteuert. Wenn es ein Schaltgetriebe ist und die Viskokupplung tatsächlich kaputt ist hört man das eigentlich nicht, man merkt es eher beim fahren (enge Kurven und rangieren) und wenn man auf der Hebebühne versucht eine Achse zu drehen während die andere gehalten wird, das geht dann sehr schwergängig. Das leichte klicken kann ganz normal sein, da es bei Zahnrädern immer ein bisschen Spiel gibt.

ellerino

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11

Dienstag, 27. März 2018, 20:10

Hoi,
Danke für deine Antwort!
Sorry vergessen zu erwähnen. Ist ein Schalter.
Bei engen Kurven verspannt sich auch irgendwas im Antrieb, denk ich - auf Schotter dreht eins der Hinterräder durch.
Letztens auf der Hebebühne gingen die vorderen Räder auch leichter zu drehen als die Hinteren.
Aber wie gesagt mein Hauptproblem ist, dass es Horror ist den Wagen im Stau mit Standgas rollen zu lassen, weil sich irgendetwas aufschaukelt und dann ruckelt.

Lucullus

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12

Dienstag, 27. März 2018, 20:46

Tritt das gleich nach dem losfahren auf oder erst nach längerem Fahren mit häufigen Stop & Go auf? Könnte nämlich auch eine rupfende Kupplung infolge von Überhitzung sein. Defektes ZMS Schwungrad verhält sich allerdings auch so.
Die Verspannung beim Kurvenfahren und das durchdrehende Hinterrad weisen allerdings tatsächlich ziemlich eindeutig auf ein defektes Zentraldifferential hin. Das dürfte sich aber beim geradeausfahren eigentlich nicht bemerkbar machen. Vielleicht ist beides defekt.

ellerino

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Dienstag, 27. März 2018, 22:16

Auftreten tut es unterschiedlich. Aber meistens, erst nach längerer Fahrt, wenn das Motor und Getriebe warm sind ( Autobahn bei 130 anfangs über 400km mittlerweile reichen 20 km).
Die Kupplung und ZMS sind erst drei Monate alt (leider keine Garantie). Deswegen würde ich Kupplung mal ausschließen. Funktioniert auch tadellos. Beim ZMS bin ich mir eben nicht sicher.
Ich hatte mal ein defektes im VWBus und das hat sich anders angefühlt. Da konnte man quasi nur noch mit Vollgas und schleifender Kupplung anfahren.
Jetzt fühlt es sich eher so an, als müsste sich erst für eine halbe Sekunde irgendwo Drehmoment aufbauen bis er dann ruckartig auf die Räder übertragen wird.
Sprich, es gibt ein Spiel entweder zwischen Motor und Getriebe.
Das würde heißen eine Feder im ZMS wäre futsch? (hatte einmal schon etwas mehr Belastung durch einen Hänger, den ich mit nem Ruck aus dem Graben ziehen musste)
Oder aber ein Spiel zwischen Getriebe und Antriebswellen. Heckdiff ist gut. Bei der Visko bzw Mitteldiff bin ich mir unsicher und das Frontdiff scheint mir auch gut zu sein.
Für mich Stellt sich gerade die Frage, ob eine hin und her schlackernde hintere Kardanwelle überhaupt soviel Kraft hat, den ganzen Antriebsstrang aufzuschaukeln.
Aber noch mal zur Kupplung. Es wäre schon eher unüblich, wenn die nur so ein kurzes Leben hätte?

Lucullus

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Mittwoch, 28. März 2018, 01:01

Also wenn man sich den Kraftfluss im Antriebsstrang anschaut sieht das so aus: Motor-> Kupplung-> Getriebe -> Mitteldifferential -> Vorderachsdiff (über eine Welle im Getriebe) und Hinterachsdiff (über Kardanwelle).
Bis auf die Kupplung sind alle diese Verbindungen formschlüssig, d.h. sie übertragen solange das Drehmoment bis irgendetwas bricht oder eine Welle aus der zugehörigen Nabe rutscht. Wenn so etwas passiert wäre hättest du es wahrscheinlich sehr deutlich mitbekommen und es würde sich gar nichts mehr bewegen. Es gibt zwar die theoretische Möglichkeit, dass bei einem mechanischen Defekt bzw. einer Unterbrechung in einem der "Teilantriebsstränge", die zwischen dem Mitteldiff und den zwei Achsen verlaufen, das Fahrzeug noch über die andere Achse angetrieben wird, dann würde aber tatsächlich die Viskosperre des Mitteldiffs wirksam werden und müsste das komplette Motordrehmoment übertragen. Dafür ist diese aber nicht gedacht und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das über 400km hält. Das würde zwar auf deine Beschreibung passen, dass das Drehmoment verzögert übertragen wird, müsste dann allerdings auch schon beim erstmaligen Anfahren (kalter Motor/Getriebe) spürbar sein.

Und da alle anderen Komponenten bei Defekt gar kein Drehmoment mehr übertragen kommt meines Erachtens nur noch eine Fehlfunktion der Kupplung infrage. Vielleicht liegt es an der Kupplungshydraulik, z.B. dass der Nehmerzylinder nicht korrekt einfährt. Hatte so etwas mal bei einem Isuzu D-Max, da rutschte die Kupplung weil der Zylinder diese nie ganz geschlossen hat.
Das sind natürlich alles nur Mutmaßungen ausgehend von grauer Theorie aber ohne die Symptome live zu sehen ist es schwierig das zu beurteilen.
Wie ist es eigentlich in den anderen Gängen?

ellerino

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15

Dienstag, 26. Juni 2018, 07:18

sorry hat etwas länger gedauert mit einem Update...
Mittlerweile ist eine neue Kupplung mit Ems verbaut. Das vorherige ZMS hat gut 5000 km gehalten und war schon fast auseinander geflogen und hat extremes spiel in alle Richtungen ... Mittnehmerscheibe dementsprechend zerstört.
Mit der neuen Kupplung fährt er um einiges besser. Das beschriebene Problem ist aber nicht weg und deutlicher/härter zu spüren ( weil jetzt nichtsmehr vom ZMS gedämpft wird).
Es tritt jetzt immer auf. Egal ob kalt oder warm. Vielleicht einen Tick mehr wenn er warm ist. Hauptproblem ist weiterhin das Anfahren und Schalten bei niedriger Drehzahl. Ab 3000 merkt man fast nichts.
Zudem ist mir aufgefallen, dass die Kardanwelle ein größeres Spiel hat und man händisch ein klick im Getriebe erzeugen kann.
Ich hatte mal nen Beitrag im Forum gelesen, wo es hieß, dass dieses Spiel im Mitteldiff auftreten kann. Ist hier die Visko oder das Mitteldiff gemeint?
Soweit ich da jetzt durch bin, gibt es in dem Getriebe ja keine Kette, die sich dehnen könnte und dadurch Spiel erzeugen könnte.

Lucullus

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16

Dienstag, 26. Juni 2018, 13:49

Hast du die Möglichkeit das Auto mal auf eine Hebebühne zu stellen und zu starten, wenn alle vier Räder in der Luft sind? Dann könntest du sehen ob beide Achsen tatsächlich angetrieben werden (vielleicht leicht Bremsen währenddessen, um auszuschließen, dass die jeweiligen Achsen nur durch die Reibung zwischen den Bauteilen mitgeschleppt werden). Denn nach der Kupplung (die du ja offenbar als Ursache ausschließen kannst) kommen im Antriebsstrang nur noch formschlüssige Bauteile, die entweder ganz oder gar nicht funktionieren. Also wenn an einer der Achsen der Kraftfluss unterbrochen ist, würde die andere nur durch die Sperrwirkung der Viscosperre angetrieben, das würde dann auch die spürbare Verzögerung erklären.

ellerino

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17

Dienstag, 26. Juni 2018, 18:12

Hatte ich letztes Wochenende überprüft. Es werden beide Achsen angetrieben ohne Bremse. Wenn die Handbremse drin ist, wird nur die vorne angetrieben. Wobei die Handbremse nichtmehr die Beste ist und nicht blockiert. Aber das sollte ja normal sein, da die Visco nur ca. die Hälfte an Kraft weiter gibt.
Nach meinem Verständnis ist die Visco genau der Teil, der Getriebe mit der der Kardanwelle verbindet. Sprich die Kardanwelle wird sowieso nur durch die Sperrwirkung angetrieben?
Fazit, die Visko sperrt nicht mehr richtig und daraus entsteht ein Spiel?

Lucullus

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18

Dienstag, 26. Juni 2018, 19:48

Die Viskokupplung wird bei Automatik und Handschalter Subarus unterschiedlich eingesetzt: Bei den Automaten (mit einigen Ausnahmen) handelt es sich um grundsätzlich frontangetriebene Autos, bei denen der Getriebeausgang direkt mechanisch mit der Vorderachse verbunden ist. Zwischen dem Getriebeausgang und der Kardanwelle nach hinten besteht keine feste Verbindung sondern es wird eine Viscokupplung oder elektronisch geregelte Lamellenkupplung verwendet. Bei anderen Herstellern gibt es da auch manuell schaltbare Kupplungen. Ein Mitteldifferential kommt nicht vor. Bei dieser Konfiguration hättest du recht damit dass die Visco die Kraft an die Kardanwelle überträgt.

Aber bei den Subarus mit Schaltgetriebe hat die Viskokupplung einen anderen Zweck, und ist nicht unmittelbar an der Kraftübertragung beteiligt. Bei diesen Autos wird die Kraft vom Getriebeausgang nicht direkt auf die Vorderachse übertragen sondern zuerst auf das Mitteldifferential. Dieses "vermittelt" die Kraft dann an beide Achsen. Man kann sich die Wirkung dieses Bauteils ungefähr wie eine Balkenwaage vorstellen: Wenn man die in der Mitte hochhebt, dann werden beide Gewichte in den Waagschalen (sinnbildlich für die zwei Achsen) auch hochgehoben, aber können sich trotzdem relativ gegeneinander bewegen. Wenn eine Waagschale leer ist, geht nur diese Seite hoch, das entspricht dann einer durchdrehenden Achse ohne Traktion. Die Waagschale mit Gewicht (Achse mit Traktion) bleibt unten. Wie verhindert man diese Situation? Man blockiert den Waagebalken, so dass er sich nicht mehr drehen bzw. auf eine Seite schwenken kann. Genau das macht dann die Visco mit dem Mitteldiff: Sie verbindet den Differentialkorb mit einer der Ausgangswellen um eine ungewollte Drehzahldifferenz zu verhindern. Deshalb wird sie in diesem Zusammenhang auch treffender Viscosperre oder Viscobremse genannt und nur bei den Automaten Viscokupplung. Der Allradantrieb würde also auch problemlos ohne Viscosperre funktionieren, solange alle Räder Traktion haben.

Die Viscosperre kann also eigentlich nicht für dein Problem verantwortlich sein.

Zitat

Wenn die Handbremse drin ist, wird nur die vorne angetrieben. Wobei die Handbremse nichtmehr die Beste ist und nicht blockiert.

Das sollte, wenn alles i.O. wäre nur kurz funktionieren, dann müsste sich die Hinterachse mitdrehen (wenn die Handbremse nur geringe Wirkung hat), oder der Motor abgewürgt werden.

ellerino

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Mittwoch, 27. Juni 2018, 08:05

Danke für deine Ausführung! Das war mir so nicht klar.
Gut, ich glaub ich muss das nochmal testen, da ich mich entsinne, dass die hintere Achse garnicht gedreht hat mit "angezogener" Handbremse.
Wie auch immer, was könnte noch Ursache für ein Spiel sein?

Lucullus

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20

Donnerstag, 28. Juni 2018, 02:33

Der Fehler müsste dann irgendwo zwischen Mitteldiff Ausgang und Heckdiff Eingang liegen. Die Kardanwelle ist per Zahnwellenprofil mit dem Mitteldiff verbunden und nicht nochmal axial befestigt. Dazwischen ist dann noch eine Stirnradstufe. Vielleicht ist dort etwas verschlissen. Oder das Mittellager der Kardanwelle hat Spiel, das würde auch Vibrationen verursachen aber keine verzögerte Kraftübertragung.
Das Getriebe und die Kardanwelle müssten ja im Rahmen des Kupplungstauschs draußen gewesen sein, war da nichts Auffälliges?