hallo,
fahre libero E12, typ KJ, EZ88.
habe den motor in zwei zügen revidiert:
1. im jahr 2003: zylinderkopf bekam neue ventilschaftdichtungen und wurde geplant (-0,2mm). dafür war der kopf beim motorenbauer.
die kolben habe ich feingewogen (differenz 3g!), gereinigt und neue kolbenringe verbaut.
daraufhin lief der motor klasse, ölte aber später aus dem simmerring der ausgleichswelle. das öl tropfte also aus dem loch im seitendeckel unterhalb der wasserpumpe.
2. im jahr 2004: motor ausbauen, kupplung erneuern, seitendeckel demontiert, kette für ölpumpe und ausgleichswelle (die war echt sehr lang geworden) ersetzt, ebenso die kettenführung und die kurbelwellenlager gleich mitgemacht.
jetzt schießt er das öl in den luftfilter. nach außen hin ist der motor trocken.
heute habe ich die ölwanne noch einmal abgenommen und alle lager überprüft: die lagerschalen sind wie neu und fehlerfrei eingesetzt.
das handbuch schlägt als möglichkeiten noch „ölabscheider des ventildeckels kontrollieren“ vor.
hmm..., das ist ein stück blech, das ist sauber und sieht tadellos aus.
„kolbenringe kontrollieren“: die sollten o.k. sein.
die lauflächen der zylinder sehen von unten besehen klasse aus.
„verstopfung der ölrücklaufleitungen im gehäuse und der durchblasleitung“.
zu ersterem: man kann bei abgenommenem ventildeckel vom zylinderkopf in das kurbelgehäuse gucken, das wird wohl die rücklaufleitung sein. zum zweiten: damit kann doch nur die kurbelgehäuseentlüftung in den LuFi gemeint sein. als ursache für öl im LuFi finde ich das echt unlogisch. der schlauch ist neu.
mir kommen noch ein paar lösungsansätze:
- ich könnte mir auch vorstellen, daß eine verstopfung im bereich der KW-schmierung den öldruck im zylinderkopf steigen ließe. dagegen spricht der gute zustand der lager. das ölsieb für die ölansaugung sieht auch recht unverschmutzt aus.
nur kleinste silikonreste vom einkleben der ölwanne.
als reinigungsvorgang hörte ich einmal folgenden tipp: öl ablassen. dieselkraftstoff einfüllen und den motor ohne zündung per anlasser ordentlich drehen lassen. anschließend natürlich ölfilter wechseln.
klingt ziemlich gewagt, oder?
- der simmering der KW im seitendeckel sitzt voll eingeschlagen bis zum kragen der KW.
das hat mein mercedes-/8-fahrer-kumpel angerichtet, der hat mir mal geholfen. „ist denn da kein anschlag?“ das sollte eigentlich nichts machen, denke ich. ich drücke den einfach wieder etwas zurück oder ersetze den.
- im seitendeckel sitzt ein überdruckventil für den öldruck.
könnte das defekt sein? das handbuch geht nicht weiter auf das teil ein.
im handbuch besteht das aus ventil, feder und schraube.
letztere sei zugänglich bei ausgebauter ölwanne. bei mir ist dort statt einer schraube ein metallstopfen, im gehäuse verkörnt.
hat jemand noch eine lösungsidee, eine vorstellung, woran das ölen sonst noch liegen könnte?
hat jemand schon einmal erfahrungen mit dem überdruckventil gemacht?
ich freue mich über jede zuschrift.
viele grüße,
fuji-driver