Du bist nicht angemeldet.

fuji-driver

Anfänger

  • »fuji-driver« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 11

Registrierungsdatum: 28. April 2003

Wohnort: Deutschland

  • Private Nachricht senden

1

Mittwoch, 21. November 2007, 15:39

libero I: öl im luftfiltergehäuse, lager sind o.k.

hallo,

fahre libero E12, typ KJ, EZ88.

habe den motor in zwei zügen revidiert:

1. im jahr 2003: zylinderkopf bekam neue ventilschaftdichtungen und wurde geplant (-0,2mm). dafür war der kopf beim motorenbauer.
die kolben habe ich feingewogen (differenz 3g!), gereinigt und neue kolbenringe verbaut.

daraufhin lief der motor klasse, ölte aber später aus dem simmerring der ausgleichswelle. das öl tropfte also aus dem loch im seitendeckel unterhalb der wasserpumpe.

2. im jahr 2004: motor ausbauen, kupplung erneuern, seitendeckel demontiert, kette für ölpumpe und ausgleichswelle (die war echt sehr lang geworden) ersetzt, ebenso die kettenführung und die kurbelwellenlager gleich mitgemacht.

jetzt schießt er das öl in den luftfilter. nach außen hin ist der motor trocken.
heute habe ich die ölwanne noch einmal abgenommen und alle lager überprüft: die lagerschalen sind wie neu und fehlerfrei eingesetzt.

das handbuch schlägt als möglichkeiten noch „ölabscheider des ventildeckels kontrollieren“ vor.
hmm..., das ist ein stück blech, das ist sauber und sieht tadellos aus.
„kolbenringe kontrollieren“: die sollten o.k. sein.
die lauflächen der zylinder sehen von unten besehen klasse aus.
„verstopfung der ölrücklaufleitungen im gehäuse und der durchblasleitung“.
zu ersterem: man kann bei abgenommenem ventildeckel vom zylinderkopf in das kurbelgehäuse gucken, das wird wohl die rücklaufleitung sein. zum zweiten: damit kann doch nur die kurbelgehäuseentlüftung in den LuFi gemeint sein. als ursache für öl im LuFi finde ich das echt unlogisch. der schlauch ist neu.

mir kommen noch ein paar lösungsansätze:

- ich könnte mir auch vorstellen, daß eine verstopfung im bereich der KW-schmierung den öldruck im zylinderkopf steigen ließe. dagegen spricht der gute zustand der lager. das ölsieb für die ölansaugung sieht auch recht unverschmutzt aus.
nur kleinste silikonreste vom einkleben der ölwanne.
als reinigungsvorgang hörte ich einmal folgenden tipp: öl ablassen. dieselkraftstoff einfüllen und den motor ohne zündung per anlasser ordentlich drehen lassen. anschließend natürlich ölfilter wechseln.
klingt ziemlich gewagt, oder?

- der simmering der KW im seitendeckel sitzt voll eingeschlagen bis zum kragen der KW.
das hat mein mercedes-/8-fahrer-kumpel angerichtet, der hat mir mal geholfen. „ist denn da kein anschlag?“ das sollte eigentlich nichts machen, denke ich. ich drücke den einfach wieder etwas zurück oder ersetze den.

- im seitendeckel sitzt ein überdruckventil für den öldruck.
könnte das defekt sein? das handbuch geht nicht weiter auf das teil ein.
im handbuch besteht das aus ventil, feder und schraube.
letztere sei zugänglich bei ausgebauter ölwanne. bei mir ist dort statt einer schraube ein metallstopfen, im gehäuse verkörnt.

hat jemand noch eine lösungsidee, eine vorstellung, woran das ölen sonst noch liegen könnte?
hat jemand schon einmal erfahrungen mit dem überdruckventil gemacht?

ich freue mich über jede zuschrift.

viele grüße,

fuji-driver

Keshet

Schüler

Beiträge: 91

Registrierungsdatum: 6. September 2007

Wohnort: Deutschland

  • Private Nachricht senden

2

Mittwoch, 21. November 2007, 19:16

RE: libero I: öl im luftfiltergehäuse, lager sind o.k.

Hallo Fuji Driver,

Das ist ja ein echtes altes Goldstückchen, was Du da hast.

Probleme gab es bei hoher Kilometerlaufleistung mit den Kolbenringen / Unrundheit der Zylinder so dass als erstes mal Teile der Verbrennungsgase an den Kolben vorbei ins Kurbelgehäuse und von da über die Entlüftung nach oben geraten sind.

Kleine Überprüfung:
Schlauch am PCV Ventil abziehen und PCV Ventil mit dem Daumen verschließen, dann mal ein wenig Gas geben (nicht viel) und mal fühlen, ob da viel Luft über die Entlüftung kommt oder nicht. (Wäre ein Zeichen für undichte Kolbenringe)

PCV Ventil verklebt, sollte eigentlich regelmäßig gewechselt werden. Wenn sich dann Druck aufbaut, der plötzlich entweichtkann das auch passieren.

Oder:
Es gab mal vor ewig langer Zeit eine Modifikation dieses Bleches im Ventildeckel. Leider nicht einzel zu bekommen. Da müsste man dann entweder einen neuen Deckel kaufen, oder mal sehen ob man einen Libero neueren Baujahres (nahe 1990-92) zum ausschlachten findet.

Damit konnte man das Problem auch beheben, wenn es natürlich nicht zu extrem (Kurbelgehäuseentlüftung ) war.

Beste Grüße,

*****KESHET*****

fuji-driver

Anfänger

  • »fuji-driver« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 11

Registrierungsdatum: 28. April 2003

Wohnort: Deutschland

  • Private Nachricht senden

3

Donnerstag, 22. November 2007, 20:00

hi keshet,

pcv-ventil sagt mir gar nicht viel, sorry.
beim E10 gab es ein zungenventil im ventildeckel, meinst du das?
mein ventildeckel unterscheidet sich nicht von einem 91er-modell.
so richtig druck spürt man nicht, im leerlauf qualmt das nur ganz wenig in den lufi.

habe gestern subaru-händler angerufen und den meister am hörer gehabt: er meinte der ölabscheider im ventildeckel könnte defekt sein.
"das ist doch nur ein blech, oder?, fragte ich. er: "nein, da sind ölkanäle hinter, in denen ölnebel von flüssigöl getrennt werden. wenn du noch einen weiteren ventildeckel hast, tausch den einfach mal aus."
zunächst habe ich den alten deckel mit bremsenreiniger gepült. wenn es jetzt nicht besser wird, werde ich den deckel tauschen.

desweiteren meinte er, falls der luftfilter schon völlig verölt sei, würde das der verölung des luftfiltergehäuses vortrieb leisten.

die verölung würde aber einen unterdruck im kurbelgehäuse erzeugen, nicht?

aber dein beitrag bringst mich noch auf eine andere idee!
nach der revision hat das nachverbrennventil im luftfiltergehäuse ungeheuerlich geschnattert. immer beim gaswegnehmen "drrrrrrrrr".
sicherlich der tatsache geschuldet, daß ich ohne kat-innereien fahre und mit einem billigen bosal-endtopf, alles in allem wohl ohne viel gegendruck im ausstoßtakt.
daraufhin kam ich auf die glorreiche idee die luftversorgung des nachverbrennventils zu reduzieren. habe einfach ein metallstück mit loch in schlauch zwischen ansaugkrümmer und nachverbrennventil gesteckt, seitdem ist ruhe. seitdem aber auch öl?!
dem werde ich mal nachgehen.
überlegte auch schon den luftdurchlaß im kat zu reduzieren, da die keramik nunmal futsch ist.
die reste hatte ich seinerzeits rausgehauen, damit mir die nicht im endtopf landen.
nebenbei: ohne keramik im kat fährt der wagen wie entfesselt.

viele grüße,

fuji-driver