Du bist nicht angemeldet.

BlonderBayer

Anfänger

  • »BlonderBayer« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 8

Registrierungsdatum: 5. September 2018

Wohnort: Spaichingen

  • Private Nachricht senden

1

Samstag, 1. August 2026, 12:42

Forester XT Baujahr 2018: Leistungsverlust bei sehr warmen Außentemperaturen

Guten Tag ans Forum. Mein Forester XT (240PS) Baujahr 2018/EZ 2019 mit jetzt ca. 110Tkm hat bei Warmen Außentemperaturen (über 30 Grad) Leistungsprobleme. Er nimmt das Gas unwilliger an. Es kommt mir so vor, wie wenn er weniger Drehmoment hätte. Wenn der Ladedruck während der Fahrt im Teillastbereich von -0,5 langsam ansteigt auf 0,0 ruckelt es leicht. Wie wenn der Motor gewürgt würde. Er wird auch erst nur minimal schneller und dann schaltet die Lineartronik eine Stufe zurück und wenn er dann ca. über +0,4 Ladedruck hat, schiebt er wieder stark an. Auch auf der Autobahn muss er sich bei z.B. 160km/h mehr anstrengen wie bei kühleren Temperaturen. Eine Fahrt in der Stadt mit gleichbleibend 50 km/h ist sehr ruckelig. Geringe Gaspedalbewegungen nimmt er nur widerwillig an. Ich war bei meinem Subaru Händler. Er hat alles ausgelesen - keine Fehlermeldungen usw vorhanden. Aktuell ist das Wetter tagsüber schon über mehrere Wochen sehr warm/heiß. Dauerhaft die Probleme vorhanden. Nachts oder nach einem kurzen Regenschauer aber immer noch über 20 Grad, ist das Leistungsproblem und die ruckelige Gasannahme weniger, aber nicht so gut wie noch im Frühjahr oder Winter.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen oder eine Idee, was man tun könnte? Danke schonmal vorab für eure Hilfe.
Ps: Geprüft haben wir auch Luftfilter, der ist relativ sauber. Ich dachte erst auch an minderwertigen Sprit - aber nach 2x SuperPlus tanken hat sich auch nichts verbessert …

3ullit

Fömi im Impreza GT Club

Beiträge: 1 075

Registrierungsdatum: 4. August 2011

  • Private Nachricht senden

2

Samstag, 1. August 2026, 15:33

Bringt er den vollen Ladedruck dann noch? Ich kann mir vorstellen dass er ins Motorschutzprogramm läuft bei den Temperaturen, die Kühlungs ist nicht besonders großzügig ausgelegt und kommt da vermutlich an ihre Grenzen. Das Problem haben viele Fahrzeuge über Hersteller hinweg, hab das von Alpinas bis zu chinesischen Autos schon erlebt.

Das ruckeln könnte damit zusammenhängen, wenn das Kennfeld für das Schutzprogramm nicht so gut appliziert ist. Ansonsten kann in dem Alter und der Laufleistung auch Luftmassenmesser und Lambda-Sonde ein Problem sien, die degenerieren langsam und meist sind sie noch halbwegs in der Tolerant, versuchen also keinen Fehler, nach einem Austaushc ist der Untershcied dann aber immer sehr deutlich. Wenn das ruckeln bei Vollgas weg geht sind es nicht die Lambdasonden (die Regelung ist dann deaktiviert). Wenn ihr den Luftfilter sowieso in der Hand hattet hätte ich den gleich getauscht, sieht Ok aus kann alles heißen und das teure daran ist ja der Mechaniker der ihn wechselt...

Beiträge: 1 486

Registrierungsdatum: 11. Februar 2014

Wohnort: Bordesholm

  • Private Nachricht senden

3

Sonntag, 2. August 2026, 20:25

habe das bei meinem WRX nur mal erlebt wenn man nach der Autobahn anhalten muss und die sehr Warme Luft zum LLK kommt. Extremster fall war mal Notlauf nach einer Stunde Verkehrsübungsplatz (~2012). Ich wieder am Steuer habe natürlich direkt nach der Ausfahrt "Fuß runter" gemacht. Eine Sekunde = Notlauf :rolleyes:
Bin auch schon Sommer nahe 30° immer alles was geht bis zu 300km gefahren. Nichts gemerkt das es signifikant die Leistung reduziert. "Musste" einem 3.0tdi nach Berlin folgen (Juli2013). Da ist man dann einfach hinterher.
Habe das Auto schon recht lange (2006) und gewisse Dinge merkt man sich.


Würde auf was anderes tippen als Hitze.

Subaru ändert ja sehr wenig. Ich hatte mal verstopfte Unterdruckschläuche zum Ladedrucksensor. Das fing sporadisch an bis in zur Ladedruckhalbierung. Auto ist aber Dumm darum kein Fehlercode.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Nordlicht05« (2. August 2026, 20:36)


wilhelm

Fortgeschrittener

Beiträge: 182

Registrierungsdatum: 27. November 2013

Wohnort: Bünde

  • Private Nachricht senden

4

Sonntag, 2. August 2026, 22:43

Fahre auch einen Forester XT, Bj. 2015, 130.000 km gelaufen.

Das Phänomen "weniger Leistung bei warmem Wetter" kenn ich auch. Bei 30 Grad Außentemperaatur ist der Forester weniger spritzig als bei 0 Grad. Reagiert auf Gasgeben träger.
Ich hab ja keine Ahnung aber wenn der Motor einen Ladeluftkühler braucht und vom Ingenieur auch bekommen hat, kann ich mir vorstellen, dass ihm kühle Luft besser bekommt als warme.

Insofern sagei ich mir in meinem laienhaften Verständnis immer: es geht ihm in der Kälte besser! Nicht tropentauglich :frown:

Tort

Anfänger

Beiträge: 46

Registrierungsdatum: 3. Oktober 2025

  • Private Nachricht senden

5

Montag, 3. August 2026, 21:39

Wurde da mal das CVT Öl gewechselt? Und dann vielleicht nicht mit dem Richtigen? Der XT bekommt ein anderes CVT Öl als der Standard non Turbo. Der Forester müsste auf jeden Fall Hitzetauglich sein, da in den USA sehr beliebt.

6

Mittwoch, 5. August 2026, 04:28

Ich dachte erst auch an minderwertigen Sprit - aber nach 2x SuperPlus tanken hat sich auch nichts verbessert …


Mein erster Gedanke ist auch der Sprit.
Bei Aussentemperaturen um 30 Grad Celsius kann E10-Kraftstoff in der Einspritzanlage scheinbar zu einer verstärkten Dampfblasenbildung (Dampfsperre) führen.
Auch SuperPlus kann maximal 5 Volumenprozent Ethanol enthalten.
Vielleicht mal die Premium-Kraftstoffe Shell V-Power 100 oder Aral Ultimate 102 probieren?
Solterra Advantage 343PS BJ 2026
Forester SJ 2.0 XT 240PS CVT BJ 2014
Forester SH 2.0 XS 150PS Automatik BJ 2010
Leone Coupé 1800 Turbo BJ 1984 (†)

raphrav

Fortgeschrittener

Beiträge: 229

Registrierungsdatum: 7. August 2018

  • Private Nachricht senden

7

Mittwoch, 5. August 2026, 10:20

Der Siedebereich der Inhaltsstoffe von Motorenbenzin ist laut Wikipedia bei 30-215°C. Der Siedepunkt von Ethanol bei 78°C, also mittendrin. Ich denke also nicht, dass es am E10 liegt.

Ist E10 eigentlich noch immer schuld an allen Fahrzeugproblemen, egal ob plausibel oder nicht?

Thömu

Profi

Beiträge: 771

Registrierungsdatum: 31. Mai 2008

Wohnort: CH

  • Private Nachricht senden

8

Mittwoch, 5. August 2026, 13:05

Der 2.0DIT im Forester mit der Europa-Abstimmung nimmt bei hohen Temperaturen die Leistung zurück. Hinzu kommt noch der Klimakompresser unter Volllast. Zusammen ergibt das schon eine spürbare Änderung des Fahrverhaltens.
Die Ursache für die Leistungsdrosselung ist LSPI (Low Speed Pre Ignition), oder Frühzündung bei tiefen Drehzahlen. Dies soll mit der Leistungsdrosselung verhindert werden. Was aber nicht 100%ig funktioniert. Oft kommt dann zögerliches Ansprechverhalten hinzu. Gefolgt von Ruckeln. Die letzte Eskalationsstufe ist kompletter Zusammenbruch der Leistung und die ganze Kiste schüttelt sich wie ein nasser Hund. Abhilfe schafft schnell vom Gas, damit man aus diesem Lastpunkt kommt. Leider wird kein Fehler hinterlegt. Händler die sich nur aufs Fehlerauslesen beschränken, sind ratlos. Aber es gibt für diesen Fall ein Softwareupdate. Dies verbessert die Sache, die Leistungsbeschränkung bleibt aber erhalten.
Und bevor jetzt wieder all die Direkteinspritz-Zweifler mit ihrem Verkokungs-Blabla aus der Deckung kommen. Meiner hatte all die oben beschriebenen Symptome. Nach dem Update war es besser. Und nach 10 Jahren und 170tkm waren die Probleme weg.

BlonderBayer

Anfänger

  • »BlonderBayer« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 8

Registrierungsdatum: 5. September 2018

Wohnort: Spaichingen

  • Private Nachricht senden

9

Freitag, 21. August 2026, 12:41

Danke an alle, für eure Hilfe und Ideen dazu. Seit es nicht mehr so extrem warm ist, läuft das Auto wieder einwandfrei.

TOHO333

Mitglied im GT-Club

Beiträge: 269

Registrierungsdatum: 7. März 2017

Wohnort: Zeitz

  • Private Nachricht senden

10

Sonntag, 23. August 2026, 21:48

Ähnliche Symptome hatte ich beim XT mit ca 95.000km: leichtes Ruckeln, nicht die volle Leistung und leichte Ladedruckschwankungen.
Kein Fehler vorhanden, den man hätte auslesen können. Ich konnte jedoch feststellen, dass die Höchstgeschwindigkeit nicht erreicht wurde. Topspeed wurden nur ca 200 lt. Tacho erreicht und die Beschleunigung 0-100 (gemessen mit der Performancebox aus meinem STI) lag bei ca 9s.

Einige Sachen hatte ich sowie eine Subaruwerkstatt überprüft und nichts gefunden. Dann habe ich festgestellt, dass der Ladedrucksensor arg verschmutzt war. Reinigen brachte nichts, austauschen hat dann aber die Fehler behoben. Kein Ruckeln, keine Ladedruckschwankungen und volle Leistung (225kmh und 7,5s mit Performancebox gemessen).

Ich denke nicht, dass die Temperaturen für das Fahrzeug zu hoch waren, denn die Forester wurden für den Hauptabsatzmarkt die USA und Japan entwickelt (Europa-Mapping hat sogar noch weniger Leistung). Beides Länder in denen regelmäßig höhere Temperaturen herschen als zuletzt bei uns. Die Temperaturen werden wohl eher die Symptome verstärkt haben, die sich frühzeitig als Fehler gemeldet haben.
MfG
Tony

Beiträge: 1 486

Registrierungsdatum: 11. Februar 2014

Wohnort: Bordesholm

  • Private Nachricht senden

11

Montag, 24. August 2026, 20:44

Wenn immer genug Fahrtwind da ist und der Wagen nicht steht und Hitze in den LLK saugt, darf kein starker Leistungsverlust merkbar sein.
Was bei mir den größten Leistungsverlust verursacht im Sommer, ist die Klimanalge. Das ist tatsächlich wie bremsen wenn die im Schubbetrieb anspringt. Laut GPS läuft meiner selbst bei 30° über der eingetragenen VMAX.

Verschmutzung zum Ladedrucksensor hatte ich auch mal. Der Wagen lief dann ohne Fehlercode mit halben Ladedruck.

Zurzeit ist neben dir 1 Benutzer in diesem Thema unterwegs:

1 Besucher