Loeb: "Entscheidung ist gefallen"
Nach seiner Kollision mit einem Stein, die ihm einen zerfetzten Reifen und 30 Extra-Sekunden einbrachten, glaubt Sébastien Loeb nicht mehr daran, dass er Marcus Grönholm den Sieg bei der Rallye Finnland noch entreißen kann.
"Der Kampf ist vorbei", sagte Citroen-Pilot Loeb im Ziel der zwölften Prüfung, das er mit einem zerfetzten linken Vorderrad erreichte. 44 Sekunden fehlen ihm durch den Zwischenfall zur Halbzeit auf Grönholm. "Schon eine Sekunde auf ihn gutzumachen, ist hier bei seinem Heimspiel ein Kraftakt", so der resignierte Loeb weiter.
Von einem Fahrfehler mochte er aber nicht sprechen: "Ich war auf der richtigen Linie. Dort hätte überhaupt gar kein Stein liegen dürfen." Für diese These spricht, dass diverse Fahrer in den Stein gekracht sind. Einige wie unter anderem Grönholm und der Österreicher kamen mit einem Schreck davon, andere traf das Schicksal ähnlich hart wie Loeb. Die beiden Junior-WM-Piloten PG Andersson, Patrick Sandell und Conrad Rautenbach beispielsweise zogen sich ebenfalls an dem Stein des Anstoßes Reifenschäden zu, Kosti Katajamäki riss es bei dem Zusammenprall den Stoßdämpfer ab.
Herbe Rückschläge für Subaru
Der Morgen brachte Subaru nichts als Sorgen. Petter Solberg schied auf der elften WP der Rallye Finnland nach einem heftigen Abflug aus. Teamkollege Chris Atkinson fiel wegen Getriebeproblemen weiten zurück. Es führt weiter Marcus Grönholm (Ford) vor Sébastien Loeb (Citroen).
Der Gruseltag begann für Subaru mit einem Getriebedefekt im Impreza vom sechstplatzierten Chris Atkinson. Die frisch eingebaute Schalteinheit streikte. Der Versuch, das Problem zu lösen, verzögerte die Abfahrt aus dem Service um drei Minuten, was dem Australier 30 Strafsekunden einbrachte. Obendrein brachte der Reparaturversuch fast nichts. Atkinson musste immer rechts heranfahren, nicht zuletzt, um schnellere Fahrer passieren zu lassen. Schließlich gelang es ihm, den dritten Gang zu fixieren und so ins WP-Ziel zu rollen. Alleine auf WP 10 büßte Atkinson sieben Minuten auf die Bestzeit von Spitzenreiter Grönholm ein. Bis zum Service muss er zwei weitere Prüfungen überstehen.
Petter Solberg ist hingegen definitiv durch mit der Rallye Finnland: Der um Platz drei kämpfende Norweger überschlug sich in seinem Impreza nur 700 Meter nach dem Start von WP 11. Er und sein Beifahrer Phil Mills entstiegen dem demolierten Allradler unverletzt.
Stand nach WP 15
1. Grönholm 1:56.16,5
2. Loeb + 0.49,7
3. Hirvonen + 1.26,2
4. Solberg + 2.57,5
5. Galli + 4.11,0
6. Tuohino + 4.50,8
Holger, lass Dich davon nicht beeinflussen !
Entschuldigen Sie bitte mein deutsch, ich komme aus Baden-Württemberg