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21

Mittwoch, 2. Mai 2018, 11:08

Moin Zusammen
Klar kam die Elektronik von denen und vielleicht haben die auch zu einem Maß an dem Kennfeld und deren Abschaltmechanismen mitgearbeitet in denem man Ihnen auch einen Vorwurf machen kann. Aber am Ende hat der Fahrzeughersteller das Fahrzeug so zur Zulassung und Schadstoffeinstufung vorgestellt und nicht ein Zulieferer.
Nur zur Erinnerung: wie US-Ermittler herausgefunden haben, lagen die horrenden Diskrepanzen zwischen Messwerten auf dem Rollenprüfstand und im Praxisbetrieb im Wesentlichen darin begründet, dass die Firma BO... eine Software wissentlich in der Grosserie ausgeliefert hatte, die offiziell nur zu Erprobungs- und Testzwecken gedacht war. Konkret z.B. beispielweise, dass das System nur normgerechte Abgaswerte lieferte, wenn das Lenkrad nicht bewegt wurde u.A.m.

Das ist (nicht nur für mich) ganz klar Beihilfe zum vorsätzlichem Betrug und BO... hätte natürlich sagen können, dass sie eine solche Version in der Grosserie nicht an einen Automobilhersteller liefert. Dann hätten sie aber vermutlich den Auftrag nicht bekommen und da beide Konzerne "too big to fail" sind können sie letztendlich machen was SIE wollen - und schliesslich haben Beide ein Ziel: Kohle machen. Der Untersuchungsausschuss in den USA hat auch gezeigt, dass die Hersteller so abgehoben und selbstgefällig waren, dass sie meinten, dass das nie ans Licht kommen würde.

Wenn wir als KFZ-Betrieb einem Kunden dabei behilflich sein würden nur durch "Tricksereien" bzw. Manipulationen an der Abgasanlage (physikalisch oder softwaremässig) - (ich nenne es auch in diesem Fall klar Betrug)- z.B eine AU zu bestehen und das kommt 'raus bekommen wir es mit den Ermittlungsbehörden zu tun. Wenn ein Hersteller das aber schon "ab Band" ermöglicht ist er fein raus: schon ein sehr interessantes Rechtsverständnis - kein Wunder, dass in diesem Land immer mehr Bürger sich die Dinge so zurecht legen wie es für sie passt: wenn die "Grossen" das dürfen......



Es ist exakt die Strohmann-Argumentation, die du machst. Und es is gequirlte Scheiße, so einfach ist das.
Weitere Diskussionen mit dir über dieses Thema sind sinnlos. Du hast schlicht ein persönliches Problem mit Bosch, einen sturen Hass.
Jaja, der Klassiker: persönlich werden, wenn Man(n) argumentativ nicht mehr weiter weiss und natürlich ist nicht Derjenige die Sau, der pfurzt, sondern der, der sagt, dass es stinkt :thumbsup_1:
Sorry, was Du schreibst ist gequirlte Sch.... und hat zumindest bei Schrauberkollegen, die nicht beim Bosch-Dienst oder einschlägigen dt. FZ-Herstellern auf der Gehaltsliste stehen für Heiterheit gesorgt :lolaway:
Du magst mit Deiner Küchentisch-Psychologie ja Manchen beeindrucken; in der Tat ist es völlig zwecklos mit einem (Betriebs)blinden über Farben zu diskutieren und ich sehe auch nicht, was Dich fachlich qualifiziert in diesem Ton zu reden: sowas geht überhaupt gar nicht :rotekarte: Womit Du ein Problem hast ist offensichtlich - lass mal gut sein.


Hmm... So etwas sollte eigentlich nur vorkommen, wenn der Halter des Fahrzeuges nicht ermittelt werden kann!
Dann ist die Stadt Köln berechtigt bei Fahrzeugen mit ausländischem Kennzeichen ab einer Bußgeldhöhe von 35€ dieses Fahrzeug abzuschleppen, um dieses als Sicherungsleistung für die Forderung zu verwaren. Ob das jetzt verhältnismäßig ist, kann sich jeder selber beantworten....
Dies sollte eine Ausnahme seiin und nicht die Regel!
Mich würde in konkretem Fall interessieren, ob eine Halterermitttlung vorgenommen wurde!
Tja, wa soll ich sagen? Ich weiss nur, dass er am Montag morgen völlig aufgelöst zur Polizei gegangen ist, weil er davon ausging, dass sein FZ gestohlen wäre. Und die haben ihm dann erklärt, dass es bei Firma XY auf dem Hof stünde. Dort wurde ihm gesagt, dass er gegen Barzahlung eines netten dreistelligen Betrages sein FZ auslösen könnte, ansonsten würde es dort stehen bleiben und pro Standtag x Euro Gebühren kosten :klatsch:
Frage: was würdest DU dann machen, wenn Du mittags wieder bei der Arbeit sein musst und Dein Auto dafür benötigst und in der dt. Sprache nur Grundkenntnisse hast?
Eben! Ich finde es auch völlig daneben was die dort veranstaltet haben...
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Nomad

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22

Mittwoch, 2. Mai 2018, 12:17

und ich sehe auch nicht, was Dich fachlich qualifiziert in diesem Ton zu reden: sowas geht überhaupt gar nicht :rotekarte:


Witzig. Den Spruch mit dem Glashaus kennst du ja bestimmt.

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23

Mittwoch, 2. Mai 2018, 17:49

:popkorn:

SGForry

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24

Freitag, 4. Mai 2018, 08:59

@subi

Zitat

Frage: was würdest DU dann machen, wenn Du mittags wieder bei der Arbeit sein musst und Dein Auto dafür benötigst und in der dt. Sprache nur Grundkenntnisse hast?

Und genau da tritt diese Unverhältnismäßigkeit in Kraft die mir ziemlich gegen den Strich geht!
Wäre es eine deutsche Zulassung, bekäme er ein Knöllchen...fertig. Fahrzeug wird nicht abgeschleppt.
Aber da es ein ausländisches Fahrzeug ist , kommt es an den Haken.....zuzüglich einer 3 stelligen Abschleppgebühr (wobei ich mir nicht sicher bin, ob diese tatsächlich erhoben werden darf, dafür stecke ich nicht tief genug im Thema).
Du hast Recht , in seinem Falle hätte ich auch Zähneknirschend gezahlt (was will er sonst machen??)....mich hinterher mal mit einem Anwalt darüber unterhalten.

Mittlerweile können und werden Bußgelder europaweit "beglichen", dies ab einer Höhe von 70€. Dann kann die Europaweite Datenbank zur Halterermittlung in Anspruch genommen werden.
ABER
Die fehlende Umweltplakette kostet zwar 80€, zählt aber nicht zu den Straßenverkehrsgefährdenden Delikten! Und somit greift diese Richtlinie leider nicht und es wird halt abgeschleppt......in meinen Augen völlig unverhältnismäßig, da somit Ausländer deutlich härter bestraft werden, als deutsche Mitbürger....was wiederum gegen geltendes EU-Recht verstößt.....ein Schelm wer Böses dabei denkt ;-)
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25

Freitag, 4. Mai 2018, 11:00

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26

Freitag, 11. Mai 2018, 20:55

Nicht nur VAG'ler,...!

Hier noch was Lesenswertes, weniger zum Abgasskandal als zu den Folgen dadurch!

Auch ich habe mich schon gefragt, wieso ich Depp die Regeln einhalte und sich die obersten 10.000 sich einen Scheißdreck drum kümmern!
Nach Lesen des Fred's hier mußte ich an den Artikel denken.

Die Folgen (und keine Guten für niemend) Heute am Abgrund, morgen einen Schritt weiter.

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27

Montag, 14. Mai 2018, 09:11

Moin Zusammen

@SGForry:
@retseroF:
...Eure Posts passen thematisch auch erschreckend gut zusammen: +1 :thumbsup:


Auch ich habe mich schon gefragt, wieso ich Depp die Regeln einhalte und sich die obersten 10.000 sich einen Scheißdreck drum kümmern!
...was meinst Du was ich von manchem "Kollegen" die für diesen "too-big-to-fail-Konzern" arbeiten, zu hören bekomme: die finden das alles völlig überzogen, was denn überhapt in den Medien darüber berichtet wird. Alles schön unter den Teppich kehren und die Kunden weiter abzocken...

Wobei: es gehören ja immer Zwei dazu, also auch Diejenigen, die diesen Sch... weiter kaufen und nicht sagen "jetzt reichts -- ich wechsel die Marke".
Der Mehrheit der Kunden geht die ganze Abgasdiskussion am Ar... vorbei. Warum? Solange die Leute mit ihrer Karre fahren können interessiert das alles nicht. Weil eben hier im Lande die geltenden Bestimmungen keine Anwendung finden, sprich:
  • FZ, die den Anforderungen der Zulassung nicht entsprechen, werden nach einer "Heilungsfrist" durch den Hersteller von maximal einem Jahr die Betriebserlaubnis entzogen und von Amts wegen stillgelegt.
  • Im Gegenzug hat der Verbraucher das uneingeschränkte Recht Schadenersatzansprüche und Wandlungsrecht gegen den Hersteller geltend zu machen - auch auf dem Wege der Sammelklage
Wenn dem so wäre: was meinst, was alles möglich wäre und was bis heute schon alles geändert wäre?
Und es heule mir jetzt Niemand was vor von "unbezahlbar" und "Gefährdung von Arbeitsplätzen" (dem Totschlag-Argument schechthin) vor:

Allein der Wolfsburger too-big-to-fail-Konzern hat im letzten Jahr über 12 Mrd :!: € Gewinn gemacht. Es sind ca. 300.000 FZ betroffen, die durch hardware-Nachrüstung dem Zustand entsprechen könnten, der auf dem Papier steht. Kostet pro FZ (ohne Rabatte) 3.000 € - macht ca. 9 Mrd. Wo ist das Problem?? Wäre noch mehr als genug Kapital vorhanden die FZ zurückzukaufen, die sich nicht umrüsten lassen... und selbst wenn der Laden in einem Geschäftsjahr mal 10 Mrd € Miese machen würde: ausser dem armen Herrn Müller, der vielleicht doch mal auf ein paar Millionen Jahresgehalt verzichten müsste und den armen Aktionären (zu denen auch das Bundesland Niedersachsen gehört) würde es Niemandem wehtun... aber sowas geht natürlich nicht - ist schon klar :frown:
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28

Montag, 14. Mai 2018, 09:54

@retseroF

Zitat

Die Folgen (und keine Guten für niemend) Heute am Abgrund, morgen einen Schritt weiter.

Diesen Artikel sollte es Deutschlandweit in allen Medien (Online und offline (also Zeitungen die auf Papier gedruckt werden ;) ) geben!!
Sehr gut beschrieben und dargestellt.
Dieser Artikel sollte dann im Bundestag auf allen Tablets und Email-Eingängen solange dargestellt werden bis er gelesen wurde.
Alle TopManager sollte dieser Artikel in einer Endlosschliefe vorgespielt werden... 8)

Vielleicht würde sich dann was ändern...obwohl ich die Hoffnung dafür so langsam aufgebe..... ;(

@SubiBear
100% Zustimmung
ABER

Zitat

Weil eben hier im Lande die geltenden Bestimmungen keine Anwendung finden, sprich:

•FZ, die den Anforderungen der Zulassung nicht entsprechen, werden nach einer "Heilungsfrist" durch den Hersteller von maximal einem Jahr die Betriebserlaubnis entzogen und von Amts wegen stillgelegt.

Die Stilllegungen werden schon durchgesetzt, aber der Apparat der dahintersteht, dreht halt sehr langsam....
Warum? Weil es kein Rechtsgrundlage gibt die Fahrzeuge direkt stillzulegen. Sie stellen für den Verwender oder Dritte keine ernste unabwendbare Gefahr im Sinne des Produktsicherheitsgesetzes dar.
Über die "il-"legale Zulassung spreche ich jetzt nicht!

Alleine daran, dass der Verursacher des Diesel-Skandals immer weiter Rekord Gewinne einfährt ist doch ersichtlich, dass der ganze Skandal den Mitbürgern hier total egal ist. Sie können ja weiter fahren , bzw. kriegen jetzt wieder neue Fahrzeuge (mit Rabatten geschönt) und die "alten" gehen nach Osteuropa, wo es eben keine EU6 Zonen gibt (In Russland oder der Türkei gilt EU5)
Kleinlich betrachtet: Das die neuen Fahrzeuge in 2 Jahren schon wieder eine veraltete Abgasnorm besitzen , wissen die Käufer ja nicht....So werden noch schön EU6b Fahrzeuge an den "Mann" gebracht, die im schlimmsten Fall seit 2015 auf Halde stehen.
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29

Montag, 14. Mai 2018, 10:25

@SGForry:
Die Stilllegungen werden schon durchgesetzt, aber der Apparat der dahintersteht, dreht halt sehr langsam..
Ja, ist so....

a) ein Schelm, wer Böses dabei denkt... :evil:

b) ich meinte aber nicht die Verweiger eines recht (für die Umwelt) nutzlosen Software-updates, sondern eine entsprechende hardware-Umrüstung, die die dt. Autoindustrie natürlich nicht will (und lieber neue FZ verhökern will die z.T. auch schon auf Halde rumlungern) und das Verkehrsministerium ihnen auch brav aus der Hand frisst.... :cursing:

Das die neuen Fahrzeuge in 2 Jahren schon wieder eine veraltete Abgasnorm besitzen , wissen die Käufer ja nicht....So werden noch schön EU6b Fahrzeuge an den "Mann" gebracht, die im schlimmsten Fall seit 2015 auf Halde stehen.
...siehe hier:
https://www.subaru-community.com/andere-…ncl-fahrverbote

Ja, ist auch so... und unsere mehrheitlich ach so investigative und kritische Presse warnt die potentiellen Käufer nicht mal davor, dass ihnen bei einem Fahrzeugtausch ganz gerne z.B. mal ein Euro 6 w angedreht wird (von denen wohl gefühlte 99,89% Aller denken, das sei ja viiiiel besser als Euro 6 B).
Auflösung dazu gibts im o.g. threard 8)
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30

Montag, 14. Mai 2018, 12:36


Auch ich habe mich schon gefragt, wieso ich Depp die Regeln einhalte und sich die obersten 10.000 sich einen Scheißdreck drum kümmern!
Nach Lesen des Fred's hier mußte ich an den Artikel denken.

Sehr guter Artikel! Zwar nicht wirklich was neues, aber gut zusammen gefasst und immerhin wird der Zusammenhang mal empirisch untersucht.


...was meinst Du was ich von manchem "Kollegen" die für diesen "too-big-to-fail-Konzern" arbeiten, zu hören bekomme: die finden das alles völlig überzogen, was denn überhapt in den Medien darüber berichtet wird. Alles schön unter den Teppich kehren und die Kunden weiter abzocken...

Nicht nur von Leuten, die dort arbeiten und (vielleicht sogar berechtigter Weise) etwas bammel um ihre Jobs haben.
Viele deutsche identifizieren sich interessanter weise stark mit der heimischen Industrie und "(Autos) Made in Germany" und zwar unabhängig davon, ob sie selber überhaupt einen Hammer richtig herum halten können.
Manchmal kommt es mir so vor, als wäre das für manche Menschen ein bisschen Nationalismus light/ersatz.
Denen lässt man dann gerne einiges durchgehen, siehe auch die diverse Solidaritätsbekundungen und Initiativen gegen die sogenannten "Hetzjagden" gegen Betrüger wie u.a. Hoeneß.
Wärend man also zu den Leuten aufschaut, die aktiv ALLEN schaden und diese noch in Schutz nimmt, nutzt man lieber Flüchtlinge/Obdachlose/Sozialschwache als Ventil für den eigenen Frust.
Nach Oben buckeln und nach Unten treten. Womit wir wieder beim Artikel von @retseroF wären.

Weil eben hier im Lande die geltenden Bestimmungen keine Anwendung finden, sprich:
FZ, die den Anforderungen der Zulassung nicht entsprechen, werden nach einer "Heilungsfrist" durch den Hersteller von maximal einem Jahr die Betriebserlaubnis entzogen und von Amts wegen stillgelegt.Im Gegenzug hat der Verbraucher das uneingeschränkte Recht Schadenersatzansprüche und Wandlungsrecht gegen den Hersteller geltend zu machen - auch auf dem Wege der SammelklageWenn dem so wäre: was meinst, was alles möglich wäre und was bis heute schon alles geändert wäre?
Und es heule mir jetzt Niemand was vor von "unbezahlbar" und "Gefährdung von Arbeitsplätzen" (dem Totschlag-Argument schechthin) vor:

Stichwort "Systemproblem" und systemgefüge bedingte Erspressbarkeit der Politik durch Konzerne...

Allein der Wolfsburger too-big-to-fail-Konzern hat im letzten Jahr über 12 Mrd € Gewinn gemacht. Es sind ca. 300.000 FZ betroffen, die durch hardware-Nachrüstung dem Zustand entsprechen könnten, der auf dem Papier steht. Kostet pro FZ (ohne Rabatte) 3.000 € - macht ca. 9 Mrd. Wo ist das Problem?? Wäre noch mehr als genug Kapital vorhanden die FZ zurückzukaufen, die sich nicht umrüsten lassen... und selbst wenn der Laden in einem Geschäftsjahr mal 10 Mrd € Miese machen würde: ausser dem armen Herrn Müller, der vielleicht doch mal auf ein paar Millionen Jahresgehalt verzichten müsste und den armen Aktionären (zu denen auch das Bundesland Niedersachsen gehört) würde es Niemandem wehtun... aber sowas geht natürlich nicht - ist schon klar

Es wäre nur korrekt, das so zu handhaben. Solche "Fehler" müssen richtig Geld kosten und zwar das eigene, nicht das der Kunden oder Steuergelder.
Damit wäre auch der Hebel da. Die Aktionäre müssten dann z.B. auf den Tisch hauen und die Manager, welche das verbockt haben, verantwortlich machen. Deren Nachfolger würden sich in Zukunft ähnliches drei mal überlegen.
Aber so wie es momentan läuft, ist das eigene Handeln für einige Bevölkerungsgruppen vollkommen von jeglicher persönlicher Konsequenz und Verantwortung gelöst. Das erklär mal deinem Sohn, wenn er dich fragt, warum du ihm immer das gegenteil erzählt hast.


Dieser Artikel sollte dann im Bundestag auf allen Tablets und Email-Eingängen solange dargestellt werden bis er gelesen wurde.
Alle TopManager sollte dieser Artikel in einer Endlosschliefe vorgespielt werden...

Vielleicht würde sich dann was ändern...obwohl ich die Hoffnung dafür so langsam aufgebe.....

"Man wird ja wohl noch träumen dürfen"...
es weiß doch so gut wie jeder in den angesprochenen Gruppen, nur interessiert es halt leider niemanden.

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31

Montag, 14. Mai 2018, 20:46

Hmmm, ihr solltet mich nicht missverstehen, da ich zu einem dieser Konzerne gehöre und entsprechende Einblicke als Entwickler im Bereich Powertrain habe,
muß ich sagen, Nachrüstung ist nicht nur sinnlos sondern auch reines Wunschdenken!

Technisch bedingt machbar, kostentechnisch würde auch keiner ernsthaft in die Knie gehn aber... die Zeit!
Im Gegensatz zu den angeblich funktionierenden Nachrüstversuchen vom (durch Lobbyissmus) bekannten Autoklub, kann ich euch sagen, so geht das natürlich nicht im Realbetrieb!
Die Fzg'e wären mit Dauerstörung mehr in der Werkstatt als auf der Straße.

Das eigentliche Problem, die Software und in den meisten Fällen die Steuergeräte und zwar für alle möglichen Motorisierung und Getriebevarianten in allen Verkaufszonen
(weltweit,.. und das wären einige...)!
Von den Kosten abgesehen und den existierenden Entwicklungskapazitäten wären mindestens 2, eher 3 Jahre nötig um eine jeweilige Lösung, die funktioniert, zu entwickeln und zu applizieren!

Wo sollen denn tausende Prüfstände und zehntausende Entwicklungingenieure herkommen um das parallel für alle Varianten zu entwickeln?

Völlig utopisch und deswegen mauern und winden sich alle Beteiligten.


Der Knaller ist eigentlich das Thema "Verhältnismäßigkeit"!

Dazu dies:

Die Umweltsau Fahrrad!

Zitat StN:
.....Das Fahrrad
Beim Feinstaub könne sich ein moderner Dieselmotor sogar längst mit einem Verkehrsmittel messen, das Koch für besonders umweltfreundlich hält:
Mit dem Fahrrad.
Dieses produziere wegen des Bremsenabriebs im Durchschnitt zwei bis vier Milligramm Feinstaub pro Kilometer – rund zehnmal so viel wie heute noch aus dem Auspuff eines Diesels kommt. ...

Zieht euch das mal rein!
Deckt sich mit meinem Knowhow beruflicherweise... 8|

Die Umweltsau Fahrrad


Was mich wirklich aufregt:

Lobbyismus und legale Korruption durch gut dotierte Aufsichtsratposten für Politiker führen zu einer nicht mehr akzeptablen Korruption in Deutschland
auf die Kosten des "kleinen Mannes"!!! :cursing:
Die, die sich die Taschen füllen kommen, straffrei davon, ...also in Deutschland.. :pinch:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »retseroF« (14. Mai 2018, 20:52)


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32

Dienstag, 15. Mai 2018, 09:02

Moin Zusammen


....Nicht nur von Leuten, die dort arbeiten und (vielleicht sogar berechtigter Weise) etwas bammel um ihre Jobs haben.

Viele deutsche identifizieren sich interessanter weise stark mit der heimischen Industrie und "(Autos) Made in Germany" und zwar unabhängig davon, ob sie selber überhaupt einen Hammer richtig herum halten können.

Manchmal kommt es mir so vor, als wäre das für manche Menschen ein bisschen Nationalismus light/ersatz.

Denen lässt man dann gerne einiges durchgehen, siehe auch die diverse Solidaritätsbekundungen und Initiativen gegen die sogenannten "Hetzjagden" gegen Betrüger wie u.a. Hoeneß.
+1 :thumbsup: so isses...

Ich erinnere nur daran, was damals für ein Fez bei Toyo wegen angeblich verrutschender Fussmatten gemacht wurde - und das war wirklich Pipifax (wie ja auch spätere US-Amerikanische Untersuchungen ergeben haben, nachdem damals in der Krise mit massiver Presse und Regierungshilfe Ford und GM der Ar... gerettet wurde). Was wäre wohl geschehen, wenn diese Betrugsmasche bei irgendeinem Import-Hersteller aufgetreten wäre? Da wäre nichts zu teuer und unverhältnismässig gewesen....

Wenn deutsche Hersteller ihre Airbags nicht auch bei Takata gekauft hätten, wäre ein shitstorm gegen unsichere bis "totsichere" Reiskocher von der dt. "Fach"presse - allen voran der AutoBlöd - mit Wonne losgetreten worden, die zu deutlich massiverem Rückgang der Verkaufszahlen geführt hätte als es beim VW-Konzern je war.


Was die Arbeitsplätze angeht: so what? Hier im Ruhrgebiet wird dieses Jahr die letzte Zeche geschlossen und die Mehrheit der Coils zur FZ-Produktion in Deutschland kommt schon lange nicht mehr aus deutschen - nicht mal europäischen - Hochöfen. Interessiert keine Sau... Die Welt ist im Wandel und hier haben viele qualifizierte Menschen auch in der Mitte ihres Leben nochmal umschulen müssen und machen heute z.T. heute etwas komplett anderes... das wird natürlich gerade für viele bei VW die schon lange als "einzige Beamte der Automobilindustrie" bezeichnet werden (u.A. Dank Herrn Osterloh) dann natürlich ganz bitter...


Nachrüstung ist nicht nur sinnlos sondern auch reines Wunschdenken!

Technisch bedingt machbar, kostentechnisch würde auch keiner ernsthaft in die Knie gehn aber... die Zeit!
Ja, ist mir bekannt, aber zumindest bedingt... aber das kann keine Legitimation für noch viel nutzlosere Softwareupdates und Luftfiltereinsätze sein.
Habe das Rechenbeispiel nur angeführt, weil die VWler ja selber mit dieser Zahl operiert haben und immer sagen das sei alles viel zu teuer... ein Plastikteil made in China für 10 ct und ein Softwareupdate kommt sie natürlich deutlich billiger...


Die Fzg'e wären mit Dauerstörung mehr in der Werkstatt als auf der Straße.
Wieso? Das kennen die Kunden doch schon aus dem Regelbetrieb auch von anderen Komponenten: sind da doch gut erzogen und erzählen auch weiterhin was sie doch für ein tolles Auto haben :lolaway:


Wo sollen denn tausende Prüfstände und zehntausende Entwicklungingenieure herkommen um das parallel für alle Varianten zu entwickeln?
und ganz ehrlich: wieso soll DAS bitte das Problem des Verbrauchers sein?
Ich bin ganz klar für die Regelung: Derjenige, der vorsätzlich :!: den Mist in Verkehr gebracht hat, hat dafür zu sorgen, das wieder in Ordnung zu bringen.
Und wenn ihm das zu teuer ist oder zu viel Aufwand - oder Beides - dann hat er das FZ zurückzukaufen... genauso wie es in USA gelaufen ist. Punkt. Ende.
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Dienstag, 15. Mai 2018, 09:54

Mir platzt regelmäßig der Kragen, wenn ich das mit uns kleinen Hobbytunern vergleiche.

Wenn ich eine Leistungssteigerung von einem hoffentlich kompetenten Tuner programmieren lassen will, muss ich ohne Erfolgsgarantie mit Urlaub nach Duisburg zum TÜV juckeln und für rund nen Tausender Wetteinsatz nachzuweisen versuchen, dass mein Gebrauchtwagen beim Normkaltstartfahrtest die Abgaswerte eines Neuwagen erreicht. Was wegen der natürlichen Alterung des Kats illusorisch ist, praktisch muss mein Gebrauchtwagen die Verbrauchswerte eines gebrauchten UNGETUNTEN Vergleichsfahrzeug nachweislich ÜBERTREFFEN.

Das trifft dann vielleicht 50.000 (?) Freaks wie uns über die Marken verteilt, von denen X sich deswegen das tunen verkneifen, Y richtig Geld in die Hand nehmen und Z lieber illegal rumfahren - mit dem Risiko von stillgelegten Fahrzeugen, Bußgeldern usw.

Wenn aber große deutsche Hersteller mehrere Millionen Autos in Verkehr bringen, die nachweislich und mutwillig MEHR Abgase ausstoßen als die ABE hergibt - softwareseitig versteckt in Motor-, Getriebe- und jüngst AdBlue-Steuersoftware...
...dann gibt es m.W. kein einziges stillgelegtes Auto und kein einziges Bußgeld. Und die "technische Softwarelösung", die dann alles wieder gut macht (also den Schadstoffausstoß vermutlich auf "übliche" Überschreitung um mehrere 100% drückt?), die wird in trauter Zusammenarbeit unter Ausschluß der Öffentlichkeit von KBA und Herstellern ausgekungelt. Wenn jemand nachfragt (berechtigt mit dem Informationsfreiheitsgesetz im Rücken), gibt es nur vollständig geschwärzte Seiten. Und ach ja, natürlich hat Deutschland bei der EU rechtzeitig verhindert, dass die EU Einfluss auf die nationalen Kraftfahrtämter / Zulassungsbehörden gewinnt, um eine einheitliche und natürlich rechtskonforme Handhabung der Zulassung durch die KBA zu befördern.

Das noch @Politikverdrossenheit.

Irgendwo hab ich das passende Zitat gelesen: In den USA bekommen Dieselkäufer die Wahl zwischen pauschalem Schadenersatz oder fairer Rückkaufsmöglichkeit, in Deutschland Dobrindt (bzw. jetzt Scheuer).
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SGForry

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Dienstag, 15. Mai 2018, 10:48

@SubiBear

Zitat

Ja, ist auch so... und unsere mehrheitlich ach so investigative und kritische Presse warnt die potentiellen Käufer nicht mal davor, dass ihnen bei einem Fahrzeugtausch ganz gerne z.B. mal ein Euro 6 w angedreht wird (von denen wohl gefühlte 99,89% Aller denken, das sei ja viiiiel besser als Euro 6 B).
Auflösung dazu gibts im o.g. threard 8)

Der Thread war mir nicht bekannt... :)
Um die Vewrwirrung komplett zu machen:
Euro 6b = 36W0 = Euro 6 W = Euro6-1 -> EZfähig bis 31.8.2018

Mit ein bisschen Pech(oder Glück , liegt im Ansicht des Betrachters) bekomme ich aber eine sehr günstige Tageszulassung angedreht:
Euro 6b= 36T0 = Euro 6 T = Euro6-1 -> EZfähig bis 31.08.2015!! Steht zwar schon länger (Tageszulassung zum 31.08.2015) , aber dafür halt ein Schnäppchen und mit Euro6! Da legt der Verkäufer auch gerne noch mal eine Garantie-Verlängerung oben drauf, sofern der Kunde nachfragt :D

Der Verkäufer wird in beiden Fällen sagen, dass das Fahrzeug Euro6 hat und der Kunde ist zufriedengestellt ;)
Denn was die Kunden wissen ist, dass sie Euro 6 benötigen, um fahren zu können (so wie es in der Presse propagiert wird).
Ein Schelm...ach lassen wird das..... :cursing:

Ein Beispiel für Desinformation:
https://www.tz.de/auto/wo-sich-schadstof…zr-9752662.html
Zitat: "Alle Kombinationen ab 36AA weisen auf Euro-6-Autos hin."
Falsch! - Euro6 beginnt bei 36N0 (Euro6a). Muß schon schwer sein als Verfasser die anhängenden Tabellen auch richtig zu lesen... X(
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Dienstag, 15. Mai 2018, 13:07

@SGForry: das von dir beschriebene ist wahrscheinlich gerade in meinem Bekanntenkreis passiert ... ich wollte aber nicht näher nachfragen.

@retseroF: So ein Mumpiz! Es heißt FAHRrad, nicht Bremsrad (die stehen festgenagelt in Fitnesstudios). Während der Fahrt lasse ich nur Gummi vom Hinterrad. Die Bremsen des Diesel-Kfz sind wohl in den meisten Fällen auch mechnisch und werden damit sicher mehr "stauben", wenn sie > 1,5to statt 100kg verzögern müssen.

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Dienstag, 15. Mai 2018, 16:49

ein Mumpiz! Es heißt FAHRrad, nicht Bremsrad

Schade, du hast es nicht verstanden...


...und ganz ehrlich: wieso soll DAS bitte das Problem des Verbrauchers sein?

Ist es einfach weil nicht realistisch änderbar, leider!

Ich finde Entschädigungszahlungen durch die Hersteller und Knast für die Verantwortlichen wg. Bandenmäßigem Betrug sind schon lange überfällig!

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Mittwoch, 16. Mai 2018, 11:18

Moin Zusammen


Das trifft dann vielleicht 50.000 (?) Freaks wie uns über die Marken verteilt, von denen X sich deswegen das tunen verkneifen, Y richtig Geld in die Hand nehmen und Z lieber illegal rumfahren - mit dem Risiko von stillgelegten Fahrzeugen, Bußgeldern usw.

Wenn aber große deutsche Hersteller mehrere Millionen Autos in Verkehr bringen, die nachweislich und mutwillig MEHR Abgase ausstoßen als die ABE hergibt - softwareseitig versteckt in Motor-, Getriebe- und jüngst AdBlue-Steuersoftware...

...dann gibt es m.W. kein einziges stillgelegtes Auto und kein einziges Bußgeld. Und die "technische Softwarelösung", die dann alles wieder gut macht (also den Schadstoffausstoß vermutlich auf "übliche" Überschreitung um mehrere 100% drückt?), die wird in trauter Zusammenarbeit unter Ausschluß der Öffentlichkeit von KBA und Herstellern ausgekungelt. Wenn jemand nachfragt (berechtigt mit dem Informationsfreiheitsgesetz im Rücken), gibt es nur vollständig geschwärzte Seiten. Und ach ja, natürlich hat Deutschland bei der EU rechtzeitig verhindert, dass die EU Einfluss auf die nationalen Kraftfahrtämter / Zulassungsbehörden gewinnt, um eine einheitliche und natürlich rechtskonforme Handhabung der Zulassung durch die KBA zu befördern.
+1 :thumbsup:


...deshalb schrieb ich in post #21

Zitat

Wenn wir als KFZ-Betrieb einem Kunden dabei behilflich sein würden nur durch "Tricksereien" bzw. Manipulationen an der Abgasanlage (physikalisch oder softwaremässig) - (ich nenne es auch in diesem Fall klar Betrug)- z.B eine AU zu bestehen und das kommt 'raus bekommen wir es mit den Ermittlungsbehörden zu tun. Wenn ein Hersteller das aber schon "ab Band" ermöglicht ist er fein raus: schon ein sehr interessantes Rechtsverständnis - kein Wunder, dass in diesem Land immer mehr Bürger sich die Dinge so zurecht legen wie es für sie passt: wenn die "Grossen" das dürfen......
...und in post #14

Zitat

Ja! Gerade die, die den ganzen Betrug technisch erst ermöglicht haben, sind Diejenigen, die dank entsprechender Winkeladvokaten prima den Kopf
aus der Schlinge haben ziehen können und jetzt wieder den Heilsbringer spielen um wieder Milliarden zu verdienen :klatsch:


Denn was die Kunden wissen ist, dass sie Euro 6 benötigen, um fahren zu können (so wie es in der Presse propagiert wird).
Ein Schelm...ach lassen wird das..... :cursing:
Vernünftig recherchierter Fachjournalismus ist ja schon seit locker 10 Jahren eine bedrohte Art...von daher kein Wunder. Und letztendlich will man sich ja auch keine Feinde machen....
Die Zeiten eines gefürchteten Spielgel-Artikels sind doch schon lange vorbei....

Und auch ein bekannter "Automobilclub" der sich immer wieder gern als der angebliche Anwalt des Autofahrers hier im Lande aufspielt (und die Nächte in den Betten der dt. Hersteller verbringt) ist da nicht besser: solches Fachwissen gehörte aufs Titelblatt von deren Hauspostille, aber die wollen es sich mit ihrem "biggest buddy" auch nicht verderben..... :whistling:
Ist es einfach weil nicht realistisch änderbar, leider!
Vermutlich missverstehen wir uns hier: es bedürfte nur entsprechend geänderter Gesetzgebung und auch konsequenter Umsetzung durch die zuständigen Ämter und Behörden, und es wäre kein Problem des Verbrauchers mehr :thumbup:
Ich finde Entschädigungszahlungen durch die Hersteller und Knast für die Verantwortlichen wg. Bandenmäßigem Betrug sind schon lange überfällig!
Rückkaufverpflichtung bei mangelnder Fähigkeit und Willens seitens des Herstellers würde mir für den Anfang völlig genügen.... :D
Wenn Man(n) sich nur mal die abenteuerliche "Argumentation" von VW-Müller anhört, warum er einen zweistelligen Millionenbetrag als Jahreshonorar "verdient" hat.... :kotz:
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Runeflinger

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Mittwoch, 16. Mai 2018, 16:57

Kann der Threadersteller den Threadtitel ändern in "Kanzlerin schützt Autobauer"?

Merkel heute bei der Haushaltsdebatte: Es könne "nicht unser Interesse sein, dass wir durch politische Maßnahmen die Automobilindustrie so schwächen, dass sie keine Kraft mehr hat, in die eigentlichen Zukunftsinvestitionen etwas hineinzustecken".

Haben sich denn die Autobauer durch illegales Verhalten nicht vielmehr selbst geschwächt (vgl. Schadenersatzpflicht und Strafen in USA)?
Wenden denn die deutschen Richter, die Klagen von VW-Käufern auf Rückabwicklung stattgegeben haben, nun nicht mehr als Teil der Judikative Recht an, sondern schwächen außerhalb der Judikative durch politische Maßnahmen die Autobauer, welche der Politik zustünde?
Werden die weisungsgebundenen Staatsanwälte ihre Ermittlungen auf der Grundlage der Strafprozessordnung nun einstellen müssen, weil dies schwächende politische Maßnahmen sind?
Kann sich dann auch der Anlegerbetrüger mit betrügerischen angeblichen Steuersparmodellen damit verteidigen, dass der Staatswanwalt ihn nicht durch politische Maßnahmen schwächen möge?

Fragen über Fragen...
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39

Donnerstag, 17. Mai 2018, 08:21

Merkel kriecht dt. Autobauern in den Ar....

Moin Zusammen
Merkel heute bei der Haushaltsdebatte: Es könne "nicht unser Interesse sein, dass wir durch politische Maßnahmen die Automobilindustrie so schwächen, dass sie keine Kraft mehr hat, in die eigentlichen Zukunftsinvestitionen etwas hineinzustecken".

https://www.stuttgarter-nachrichten.de/i…c187335bf7.html

...das ist einfach nur noch ohne sprechen.... :frown:

Zitat

Merkel bekräftigte ihre Skepsis bei Umbauten an Motoren älterer Diesel für weniger Schadstoffausstoß, die auch der Koalitionspartner SPD fordert. Dies bedeute Kosten von tausenden Euro je Fahrzeug und zwei bisdrei Jahre Arbeit für alle Ingenieure. „Ist das die richtige Beschäftigung für die Automobilindustrie?“ Vielmehr gelte es, alle Kräfte zusammenzunehmen und der Branche zu sagen: „Ihr müsst jetzt in die Mobilität der Zukunft investieren - ins autonomes Fahren, in alternative Antriebe - und da unterstützen wir Euch dabei.“
a) ..siehe Rechenbeispiel aus post #27
b) damit der Vorstand auch weiter zweistellige Millionengehälter kassieren und Jahresüberschüsse in zweistelliger Milliardenhöhe an die Aktionäre ausgeschüttet werden können kündigt sie also jetzt schon mal grosszügige steuerfinanzierte Subventionen statt Strafen für diese Firmen an.... und der Verbraucher (und Bürger) hat wieder mal die A-Karte :rotekarte: gezogen :dankeschoen:

Offtopic - Lesen auf eigene Gefahr
Naja, in 15 Jahren ist der Traum vom Auto made in Germany eh' ausgeträumt - da werden die Geschäfte Andere machen: hat sich vor 15 Jahren auch keiner vorstellen können (bzw. in selbstgefälliger Arroganz wollen), dass ein Koreaner der Weltmarktführer für mobile Telefone wird als Nokia noch um die 80% Marktanteil hatte.... Nokia hatte ja auch erst hier in Bochum und später in Osteuropa mit ihrer unerträglichen Marktmacht-Arroganz alle staatlichen und kommunalen Subventionen abgepresst, nach Ablauf der Bindungsfrist alle Beschäftigten entlassen und ist dann weitergezogen ins nächste Land - und hat am Ende dann doch die Bude schliessen müssen, weil bessere Technologien andernorts zur Marktreife entwickelt und erfolgreich vermarktet wurden und ihre Steinzeit-Technik keiner mehr wollte: wäre wohl besser gewesen, die wären bei Fahrradreifen und Gummistiefeln geblieben :D


Zitat

Kann der Threadersteller den Threadtitel ändern in "Kanzlerin schützt Autobauer"?
@Runeflinger: entsprechend ergänzt! :pleased:
"Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen."
© Mark Twain

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »SubiBear« (17. Mai 2018, 08:28) aus folgendem Grund: Nachtrag


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40

Donnerstag, 17. Mai 2018, 09:55

Solange Minister im Aufsichtsrat von VW sitzen , wird sich seitens der Politik wohl nichts ändern.
Ich säge doch nicht an dem Stuhl auf dem ich sitze:
1) Dr. Bernd Althusmann ist seit dem 14. Dezember 2017 Mitglied im Aufsichtsrat der Volkswagen Aktiengesellschaft, Seit 22. November 2017 ist Dr. Bernd Althusmann Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung sowie Stellvertreter des Ministerpräsidenten.
2) Stephan Weil gehört dem Aufsichtsrat der Volkswagen Aktiengesellschaft seit dem 19. Februar 2013 an. Seit 19. Februar 2013 ist Stephan Weil Ministerpräsident des Landes Niedersachsen.
Quelle: https://www.volkswagenag.com/de/group/executive-bodies.html

Mich wundert da gar nicht, dass überhaupt nichts passiert....
Ehemaliger VersuchsWagen Fahrer....never again!

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