Du bist nicht angemeldet.

freeman303

Fortgeschrittener

  • »freeman303« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 407

Registrierungsdatum: 2. November 2006

Wohnort: Deutschland

  • Private Nachricht senden

1

Dienstag, 16. Juli 2019, 03:35

Motor nach längerem Stand läuft unrund im Leerlauf

Hallo,

habe einen Legacy 3.0R MY08.

Seit diesem Sommer ist mir folgendes Verhalten aufgefallen:

Wenn der Legacy 1-2 Wochen vor dem Haus stand und besonders das Wetter schwül (hohe Luftfeuchtigkeit) und/oder stark regnerisch war, so dass es Draußen wie in der Wachküche zuging, pasiert nach dem Motorstart folgendes:

Drehzahl geht auf ca. 1500 Rpm und bleibt dort für einige Minuten. Der Wagen ruckelt merkbar im Leerlauf, so dass es einem auf dem Fahrersitz vorkommt, als würde Jemand am Auto leicht schaukeln.

Während der Fahrt ist dann nichts besonderes. Er geht nicht aus, er macht keine Mucken, aber irgendwie fährt er sich nicht genau so wie wenn nichts wäre. Beispiel: Ich fahre einen Berg hoch im zweiten Gang (6-MT) bei unter 2000 RPM und 1/3 Gas und er fährt sich, als würde er dabei leicht ruckeln. Sonst würde er den Berg im gleichen Gang und gleicher Drehzahl, sowie gleicher Gaspedalstellung absolut ruckelfrei und sauber hochfahren.

Nachdem er ca. 10-15 km gefahren wurde und abgestellt wurde, dann ca. 1-2 Stunden später neu gestartet wurde, ist absolut gar nichts. Er geht nach dem Warmstart auf ca. 800 Rpm und bleibt dort. Ruckelt gar nicht. Absolut sauber, wie ich das sonst von ihm gewohnt bin.

Woher kann das kommen?

Undichter Auspuff? Aber wird die Lambda zur Gemischaufbereitung nach einem Kaltstart bei Leerlauf überhaupt berücksichtigt?

Läuft er vielleicht auf 5 Zylindern? Wie fühlt es sich an, wenn ein 6-Zylinder auf 5 Töpfen läuft? Merkt man das überhaupt? Wie und wann genau?

Was könnten sonst die Gründe sein? Irgendwie mag das Fahrzeug kein warmes und kein schwüles Wetter - das ist mir im Vergleich zum Impreza beim Legacy schon seit ich ihn habe extrem aufgefallen. Da ist er richtig störrisch, zieht nicht richtig, läuft nicht absolut rund - ich bin da extremst empfindlich, wenn ich auch nur den geringsten Ruckler spüre. Dennoch, stimmt was mit dem Legacy nicht. Kann es sein, dass der Luftfilter von dem Waschküchenwetter Feuchtigkeit gezogen hat?

Ich könnte ggf. mit RomRaider loggen. Aber welche Werte sollte ich dann im Leerlauf, wenn er ruckelt und schaukelt, loggen und in welchem Interval (also alle wie viele Millisekunden)?

Danke für Eure Antworten.

Grüße
Freeman

Ratatoesk

Schüler

Beiträge: 140

Registrierungsdatum: 12. Februar 2019

  • Private Nachricht senden

2

Dienstag, 16. Juli 2019, 08:24

Ich kann Dir da nur einige Tipps mitgeben, die ich im Laufe des Jahres aufgeschnappt habe, und wie sich ein Zylinderausfall (also wenn er auf einem Topf weniger läuft) Beim Boxer bemerkbar macht, gerade beim H6, kann ich Dir glücklicherweise nicht sagen. Ich hab da nur Erfahrungen mit dem Opel Omega meines Vaters, und da hat man es gemerkt. Erstens weil er sich schüttelte wie Sau, zweitens weil das Gestrüpp hinter dem Fahrzeug zu brennen anfing :-D (Ja, der KAT war sowas von im Arsch :-D , genau wie die Dämmungen am Schalldämpfer :-D)


Aber zurück zum Thema. Zwei drei Infos könnten noch hilfreich sein, um es einzugrenzen. Das Startverhalten an sich. Startet er sich subjektiv schlechter, wenn er kalt ist?

-Orgelt er dann etwas länger, ehe er kommt? Also beim Anlassen?
-Laufleistung? (und ggf wann der letzte grosse Wartungszyklus war, im Hinblick auf Ventilspiel)
-Irgend eine Verfärbung der Auspuffgase? Mehr Kondenswasser? Bläuliche Färbung?
-Was sicher nicht schadet : Öldeckel auf, und die Innenseite ansehen. Beziehungsweise Füllstände Öl/Wasser, ob er da was süffelt.

-Luftfilter bez LMM wäre vielleicht ne Option, man kann den Luftfilter auch mal aufmachen und ansehen. Je nachdem welches Material das ist.... Pappe kann auch mal feucht werden und schimmeln, gerade bei längeren Standzeiten.

-undichter Auspuff : Ich bin mir ziemlich sicher, dass wenn der H6 irgendwo ein Loch im Auspuff hat, dann hörst Du das :-D

Das alles wird Dir vermutlich nicht direkt weiterhelfen, aber vielleicht kann man es so weit eingrenzen, dass Dir jemand anderer aus dem Forum nen heissen Tipp geben kann.


Ich drück Dir in jedem Fall die Daumen, dass es schnell gefunden wird, denn der 3.0R ist ein absoluter Traum von einem Auto.
Fahrzeug : Subaru Legacy Outback 2007 H6 Executive


Ein Subaru entschleunigt. Warum? Du weisst jederzeit : Du könntest. Du könntest problemlos überholen, Du könntest problemlos im Winter einen Sattelschlepper einen verschneiten Berghang hinaufziehen. Du könntest diesen matschigen Feldweg problemlos bewältigen. Du musst nicht, aber Du könntest.

"confidence in motion", wie der Subaru Slogan so schön lautete.

Beiträge: 990

Registrierungsdatum: 25. November 2013

  • Private Nachricht senden

3

Dienstag, 16. Juli 2019, 17:29

Ist ja interessant. Mein Spec-B fährt sich bei heißem Wetter mit hoher Luftfeuchtigkeit auch deutlich zäher und ruckeliger als z.B. bei kühlem Wetter oder im Winter.

Von meinem Impreza BJ 99 kenne ich so ein Verhalten auch nicht.

Noch Jemand mit einem H6 hier, dem Obiges bekannt vorkommt?

Legator

Fortgeschrittener

Beiträge: 365

Registrierungsdatum: 30. Mai 2018

  • Private Nachricht senden

4

Mittwoch, 17. Juli 2019, 19:40

Bei meinem Legacy (MY2006 2.0R) bemerke ich auch ähnliche, allerdings wirklich nur sehr schwach ausgeprägte Unterschiede. Man muss sich bewusst sein, dass diese Motoren nunmal vom Steuergerät beherrscht werden, welches je nach äußeren Einwirkungen immer mal gewisse Parameter anpasst. Ich denke daher kommt das. Gerade auf meiner (immer konstantem) Arbeitsstrecke merke ich das ganz deutlich am Verbrauch (natürlich mit vorher genulltem Zähler). Die Variation beträgt ca. 1,5l/100km. Oder auch an der Reaktion am Gaspedal, manchmal ist das Gas empfindlicher, manchmal zäher; aber wie gesagt, alles Nuancen. Das könnte bei dir eben auch der Fall sein...

Beiträge: 990

Registrierungsdatum: 25. November 2013

  • Private Nachricht senden

5

Donnerstag, 18. Juli 2019, 15:35

... merke ich das ganz deutlich am Verbrauch ...


Ja, das stimmt. Das ist bei mir auch so. Schleichend über die Landstraße (also dem Verkehr folgend, wie er heutzutage vor sich hin schleicht) komme ich manchmal auf bis 8.4 Liter / 100 km runter. Ist das Wetter aber wie oben beschrieben (heiß + schwül) bin ich oft bei knapp 10 Liter / 100 km, obwohl ich genau so rumschleiche.

Bei kaltem Wetter und zügiger Fahrt komme ich aber auch nicht über 10 Liter / 100 km auf der Landstraße. Die 10 Liter-Marke knacke ich erst in der Stadt oder Autobahn.

Ist bei warmem und schwülen Wetter der Sauerstoffgehalt der Luft zufällig geringer? Muss dann mehr Benzin eingespritzt werden, um die gleiche Zündung zu erreichen?

Beiträge: 2 571

Registrierungsdatum: 16. Januar 2010

Wohnort: Zeuthen

  • Private Nachricht senden

6

Donnerstag, 18. Juli 2019, 16:56

Nee, eigentlich weniger, aber weil dann auch weniger Leistung anliegt, machst Du die Drosselklappe weiter auf und so gleicht sich das aus. Allerdings muss die Klimaanlage bei heißer Wetterlage deutlich stärker ran und die 4-5 KW Leistungsaufnahme merkt man.

Beiträge: 990

Registrierungsdatum: 25. November 2013

  • Private Nachricht senden

7

Freitag, 19. Juli 2019, 01:40

Allerdings muss die Klimaanlage bei heißer Wetterlage deutlich stärker ran und die 4-5 KW Leistungsaufnahme merkt man.

Ich fahre meistens ohne Klima. Und bei solcher Symptomatik wird als erstes die Klima ausgemacht (wenn sie denn eingeschaltet war) und das Licht angemacht, damit die "bedarfsgerechte" Lichtmaschine ständig lädt und nicht regelmäßig aus- und zugeschaltet wird.

zu bedarfsgerechter Lichtmaschine siehe hier: Lima schaltet sich minutenlang ab

Legator

Fortgeschrittener

Beiträge: 365

Registrierungsdatum: 30. Mai 2018

  • Private Nachricht senden

8

Freitag, 19. Juli 2019, 23:48

Offtopic - Lesen auf eigene Gefahr

Ist bei warmem und schwülen Wetter der Sauerstoffgehalt der Luft zufällig geringer?
Zumindest ist ganz einfach die Dichte geringer, also ja; auch auch der Sauerstoffgehalt pro Volumen. Man könnte sagen, kalte Luft ist bereits etwas vorverdichtet. Die Differenz ist auch keineswegs vernachlässigbar. Gutes Beispiel sind verschlossene, leere PET Flaschen. Wenn man die im Winter aus dem Haus bringt, ziehen die sich deutlich erkennbar zusammen.

Außerdem kann warme Luft mehr Feuchte aufnehmen; kalte Luft ist zwangläufig trockener.

Beide Faktoren wirken sich (üblicherweise) nachteilig auf die Effizienz eines Motors aus und damit auf Leistung. Ich denke, die ECU versucht sowas dann auch auszugleichen, um das Fahrverhalten möglichst konstant zu halten. Daher kann zum Mehrverbrauch kommen oder auch, weil man das Auto einfach "mehr tritt", wie Kartoffelbrei schon schrieb.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Legator« (19. Juli 2019, 23:53)