Du bist nicht angemeldet.

FrankS

Anfänger

  • »FrankS« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2

Registrierungsdatum: 3. März 2018

  • Private Nachricht senden

1

Samstag, 3. März 2018, 23:55

Ventilschäden EJ251 im Legacy III

Hallo,

ich schraube gerne an Autos und habe im Bekanntenkreis auch einige Subaru Legacy. Grundsätzlich laufen diese durchaus zuverlässig, aber im Bereich des Motors sind doch zwei Themen aufgekommen.

Das erste betrifft die Ventile. Der erste Legacy mit EJ251, ist bis zum Ausfall der Kopfdichtung bei 120tkm fehlerfrei gelaufen und gewartet worden. Die Dichtung ist intern undicht geworden, mit Druck im Kühlsystem und Wasserverbrauch. Beim Tausch der Kopfdichtungen ist aufgefallen, dass zwei Auslassventile im Sitzbereich stark verschlissen waren, obwohl dieser Wagen regelmäßig gewartet und mit korrektem Ventilspiel betrieben wurde. Durch Tausch der beiden Ventile und der Kopfdichtung konnte der Wagen instandgesetzt werden. Allerdings ergibt sich trotz neuer Schaftdichtungen ein Ölverbrauch von ca. 1,5l/1000km.

Der zweite EJ251 wurde mit 150tkm gebraucht mit mangelhafter Kompression und Zündaussetzern auf Zylinder 2 gekauft. Nach Korrektur des Ventilspiels war der Motorlauf einige Jahre in Ordnung, und nach 20tkm zeigte die Ventilspielkontrolle keine Veränderung. Nach weiteren knapp 50tkm gab es wieder Aussetzer und einige Wochen später war überhaupt keine Kompression mehr vorhanden. Nach Demontage des Zylinderkopfs zeigte sich folgendes Ergebnis:
->Durch den unverbrannten Kraftstoff war die Zylinderwand verkratzt. Ärgerlich, aber nachvollziehbarer Folgefehler
->Das Auslassventil mit dem ehenmals zu geringen Spiel war im Sitzbereich regelrecht umgebördelt. Dies ist ebenfalls nachvollziehbar.
->Sämtliche anderen Ventile sind im Sitzbereich ebenfalls ca. 0,5mm verschlissen, obwohl diese mit korrektem Ventilspiel betrieben wurden.Trotz des Zustands waren diese Ventile noch dicht.

Bei der Suche nach einem gebrauchten Motor habe ich bei einem bekannten Autohaus angefragt, ob ein 2.5er vorrätig ist. Hier erhielt ich die Aussage, dass die 2.5er gerne kaupttgehen, und dass für einen langfristig stabilen Betrieb ein Umbau auf einen 2.2er zu empfehlen ist. Es waren nur zwei Defekte Motoren mit Pleuellagerschaden vorhanden. Aus diesen und dem Block mit defektem Zylinder hätte ich einen funktionierenden Motor herstellen können, allerdings habe ich dann doch einen intakten Motor mit akzeptabler Laufleistung gefunden. Mit dessen Verkäufer habe ich mich etwas über die Thematik unterhalten und er hat mir gesagt, dass er ein Lied von Ventilschäden und auch Pleuellagerschäden beim 2.5er singen kann. Das wirft die Frage auf, wie haltbar die Pleuellager beim 2.5er sind.

Beim dritten Legacy mit EJ251 wurden vom Vorbesitzer Pleuellager und ein Lamellenpaket des Automatikgetriebes gewechselt.

Die Legacy haben eigentlich einen guten Ruf, aber wenn man sich das so anschaut, scheinen die 251er doch recht kritisch zu sein. Der Gebrauchtmotor hat gutes Ventilspiel und ist bis zum Ausbau fehlerfrei gelaufen, allerdings frage ich mich, ob ich nicht doch vorsorglich die Köpfe demontieren und die Auslassventile gegen Nachbauten von Osvat tauschen soll. Solche Ventilzustände kenne ich von anderen Fabrikaten nicht. Desweiteren stellt sich die Frage, ob außer dem Einkleben der Ölpumpenschrauben noch eine Möglichkeit besteht, die Pleuellager zu schonen.

Die Kolbenkipperprobleme habe ich bisher nicht festgestellt.











daddy

Fömi im Impreza GT Club

Beiträge: 6 845

Registrierungsdatum: 5. Oktober 2008

Wohnort: Landkreis Plön -Schleswig-Holstein-

  • Private Nachricht senden

2

Sonntag, 4. März 2018, 10:10

Zunächst von mir ein freundliches WILLKOMMEN in diesem Forum.

Mit Deinem ersten Beitrag hier verbindest Du -eher generelle- Fragen einerseits mit konkreten Eigen-Erlebnissen.
Für mich als Leser erschließt sich aus den Schilderungen aber nicht deutlich, wo sich der Übergang von Frage zu (Tatsachen-)Feststellung über die konkrete Situation abbildet?

So frage ich mich, was es denn im eigenltichen Sinne zu "meckern" gibt, wenn ein gebrauchter Ersatz-Motor wohl einige zig-tausende KM hält - und dies begleitet von einem (für mich angedeuteten) recht langen Zeitraum. :kratz:

Also: aus dem Handgelenk heraus sind für mich Ventil-Schäden am Benzin-Motor bei Nur-Benzinbetrieb hier im Forum "nicht an der Tagesordnung". Über die :s_forensuche: (etwa: Ventilschäden pp.) dürften sich über die vielen Jahre dieses Forums keine Berge angestaut haben. Im LPG-Bereich sieht das sicher anders aus, denn -wie viele Hersteller- haben auch Subaru LPG-betriebene (werks-/nachausgerüstete) Motoren ohne LPG-feste Ventile. Diese Motoren halten
manchmal eher kurz, manchmal aber auch "ewig". Reduzierst Du die Suche auf den 2,5-er, dürfte die Ausbeute an Ventil-Schäden Beiträgen eher klein sein, wenn nicht erfolglos.

Der Sauger 2,5-er gilt hier nach meinem Gefühl seit etwa 2003 auch als "Dauer-Läufer". Und wenn jemand damit Probleme hatte und sich hier "meldete", gab es keine Stoßseufzer von xx/xxx-Gleichbetroffenen.
Selbstverständlich ist es eine Überlegung wert, bei Überholung von Zylinder-Köpfen nicht-originale gasfeste/gekühlte Ventile zu nehmen, wie auch "bessere"-gehärtetere Ventil-Sitze. :tschuess:

racerat

Fortgeschrittener

Beiträge: 292

Registrierungsdatum: 6. Juni 2003

Wohnort: Italien

  • Private Nachricht senden

3

Sonntag, 4. März 2018, 10:45

Die 2.5l gelten als sehr sehr zuverlässige Motoren. Dass es keine perfekten Maschinen geben kann sollte wohl klar sein und dass es mal Probleme geben kann kann niemand ausschliessen. Deswegen verstehe ich dein Post nicht ganz......

Wir wissen über deine beschriebenen Fahrzeuge gar nichts, keine Historie, ob Gasbetrieb usw.....

FrankS

Anfänger

  • »FrankS« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2

Registrierungsdatum: 3. März 2018

  • Private Nachricht senden

4

Sonntag, 4. März 2018, 12:22

Ich hatte auch längere Zeit recherchiert und kaum Ventilschäden oder Pleuellagerschäden gefunden. Allerdings hatten alle Motoren in meinem Umfeld zumindest die Ventilprobleme und dazu die Aussagen vom Autohaus und dem Verkäufer des Gebrauchtmotors zeigten ein anderes Bild.

Die Motoren sind im reinen Benzinbetrieb gelaufen und Baujahr Ende 1999 bis 2001. Wenn die EJ251 kein generelles Problem haben, würde ich an dem gebrauchten Ersatzmotor nur die üblichen Arbeiten wie Zahnriemen machen, die Köpfe aber drauflassen.

Ich will halt vermeiden, dass der Gebrauchtmotor auch ausfällt. Natürlich kann niemend von außen dessen Zustand beurteilen, aber die typischen Eigenschaften helfen oft schon weiter. Wer würde einen Daimler M271 einbauen, ohne vorher die Steuerkette genauestens geprüft zu haben.