Du bist nicht angemeldet.

Offroadeule

Fortgeschrittener

  • »Offroadeule« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 377

Registrierungsdatum: 16. Juli 2016

  • Private Nachricht senden

41

Dienstag, 19. Mai 2020, 13:48

Fahrwerk

Ich persönlich bin vom Fahrwerk des XV sehr begeistert. In meinen Augen hat Subaru hier die Abstimmung zwischen Komfort, Agilität und Geländetauglichkeit wirklich überragend hinbekommen. Im Vergleich zu einem alten Forester bietet der XV natürlich ein deutlich agileres Fahrverhalten, ohne dafür jedoch auf Schotter oder Pflastersteinen unkomfortabel zu sein oder Zähne klappern zu lassen. Die Wankneigung ist um Welten geringer als bei alten Subarus, die Kurvengeschwindigkeiten liegen gute 20 kmh höher.
Ich will wieder ein paar Situationen schildern, in denen ich das Fahrwerk beschreiben kann.

1. Cruisen auf der Landstraße
Beim komfortablen Gleiten auf der Landstraße sorgt der XV für ein sattes und entspanntes Gefühl. Man merkt, dass er eine hohe Stabilität in der Karosserie hat und sehr satt auf der Straße liegt. Er wirkt nicht so abgemagert wie bspw. ein Suzuki, die irgendwie das Gefühl nach Dünnblech erzeugen, sondern strahlt beim Fahren eine gewisse Solidität aus. Gerade im Vergleich zu anderen Japanern reagiert das Fahrwerk des XV auch weitaus souveräner auf Fahrbahnverwerfungen. Der XV holpert nicht, sondern schluckt die Unebenheiten Großteils einfach weg, ohne dabei sänftemäßig alles in Watte zu packen. Will heißen, die Information darüber, was gerade unter den Reifen passiert, gelangt trotzdem an den Fahrer. Das empfinde ich als sehr schönen Kompromiss zwischen komfortablem Federn und einer gewissen Mmitteilsamkeit durch das Fahrwerk.

2. Stadt / Autobahn
Bei glattem Fahrbahnbelag in der Stadt oder auf der Autobahn liegt der XV sehr souverän und ruhig. Man kann sehr komfortabel reisen und problemlos Kilometerfressen. Ein wunderbar angenehmes Fahrgefühl. Lange Stöße werden gut weggefedert, ohne dass sich der XV dabei aufschaukelt. Kurze Stöße dringen leicht durch, aber wirken nicht unangenehm. Einzig bei schnell gefahrenen Querfugen, die einen sehr kurzen Schlag ins Fahrwerk abgeben, reagiert der XV etwas stoßig und mit leichtem Versatz des Fahrzeugs.

3. Sportliches Fahren auf B-Straße
Wenn man mal eine verwinkelte kleine Landstraße vor sich hat, mit leichten Verwerfungen und vielen Kurven, spielt der XV sein Fahrwerktalent in meinen Augen großartig aus. Er ist nicht so überstraff ausgelegt wie manch deutscher Konkurrent, bei denen das Fahrzeug den Grenzbereich überhaupt nicht ankündigt, bis der Haftungsabriss des Reifens kommt. Der XV bietet hier durch ein leichtes Kippmoment im Fahrzeug einen sehr gut diagnostizierbaren Moment, in dem das Fahrzeug anfängt, über die Reifen nach außen zu schieben. Beim Gaswegnehmen oder starken Anbremsen kann man diese leichte Rollbewegung in eine leichte Gierrate an der Hinterachse abwandeln. Das wird kein Übersteuern, aber eben eine schöne Mitlenktendenz der Hinterachse. Verstärkt wird das ganze durch das Torque-Vectoring, das wirklich sehr schön funktioniert, weil der XV im Einlenkpunkt der Kurve dadurch eine sehr schöne Masseverlagerung vom Fahrzeug erzeugt. Man stößt auf der Bremse gefühlt immer etwas enger in die Kurve, als man das vom Fahrzeug erwarten würde und das erzeugt ein sehr sportliches Einlenkverhalten.
Das sieht man übrigens auch in folgendem Video ganz gut.


4. Sportliches Fahren auf Schotter
Hier macht der XV nochmals eine Spur mehr Spaß als auf der Landstraße, weil das niedrigere Gripniveau die Fahrwerkstalente noch besser sichtbar macht. Ich war zugegebenermaßen das erste Mal schon sehr überrascht, als der XV bei ausgeschaltetem ESP beim Anbremsen auf eine enge Kurve das Heck rausließ und es anschließend im schönen Allraddrift um die Ecke ging. Ich dachte mir nur sowas wie „das können die doch nicht machen“. Doch können sie bei Subaru offensichtlich und macht einfach Spaß wenn man sich traut. Dabei hatte ich auch nie das Gefühl von Unberechenbarkeit, weil der XV sehr gut ankündigt, wenn der Grenzbereich beginnt und dabei sehr gut berechenbar reagiert. Das Bremsmoment führt zur Gierrate ebenso wie das Gaslupfen (funktioniert übrigens besonders gut im L-Modus durch die höhere Motordrehzahl und damit Motorbremswirkung). Wenn man dann wieder ans Gas geht, bleibt der Winkel kurz erhalten und anschließend zieht sich das Fahrzeug wieder gerade.

Ich weiß, dass es bei den meisten Menschen Unverständnis erzeugt, wenn man davon schreibt, dass sich ein geländetaugliches Fahrzeug mit 114 PS sportlich fahren soll. Aber Sportlichkeit hat für mich eben etwas damit zu tun, wie transparent ein Fahrzeug dem Fahrer mitteilt, wie es sich gerade verhält, wie gut man sich an den Grenzbereich der Reifen anlehnen kann und dabei ein Gefühl von Sicherheit vermittelt bekommt. Das gelingt dem XV meines Erachtens weitaus besser als vielen Fahrzeugen in seinem Segment. Dem XV kann man auf einer kurvigen Landstraße wirklich jedes PS abtrotzen und jeden Zentimeter Reifenhaftung abringen und das macht mir weitaus mehr Spaß als Geradeaus-Heizen auf der Autobahn.

Dimce

Fortgeschrittener

Beiträge: 369

Registrierungsdatum: 11. März 2018

Wohnort: Reichenwalde

  • Private Nachricht senden

42

Dienstag, 19. Mai 2020, 17:08

Also ich bin XV 1.6 und 2.0 probegefahren. Für mich war das Fahrwerk des XV nichts. Das Versetzen des Hecks im Stadtverkehr wirkte nicht gerade vertrauenserweckend.
Mein Outback 2018 liegt da etwas satter, taugt aber für schlechte Wege auch nichts!
Zufrieden war ich dagegen mit einem Outback 2017, Levorg 1.6 und dem letzten Forester. Gerade der Forester bügelte alles weg.
Also Fahrwerke bin ich weit bessere gewohnt, auch von Japanern.

Snoopy242

Schüler

Beiträge: 111

Registrierungsdatum: 3. Januar 2018

Wohnort: Falkensee

  • Private Nachricht senden

43

Dienstag, 19. Mai 2020, 17:50

Also ich bin XV 1.6 und 2.0 probegefahren. Für mich war das Fahrwerk des XV nichts. Das Versetzen des Hecks im Stadtverkehr wirkte nicht gerade vertrauenserweckend.
Mein Outback 2018 liegt da etwas satter, taugt aber für schlechte Wege auch nichts!
Zufrieden war ich dagegen mit einem Outback 2017, Levorg 1.6 und dem letzten Forester. Gerade der Forester bügelte alles weg.
Also Fahrwerke bin ich weit bessere gewohnt, auch von Japanern.
Wie hast du denn das geschafft? Um den XV in der Stadt zum versetzen zu bringen, muss man mit mindestens 50 einen anrubten 90 Grad Schwenk auf übelster Straße hinlegen, welche dann noch nass oder vereist sein muss. Das war nämlich bei mir genau einmal der Fall. ;) Jedes andere Auto wär da wohl übelst abgeschmiert.
Ich halte das Fahrwerk des XV übrigens auch für sehr gelungen. Hab hier in Brandenburg oft Landstraßen 2. und 3. Ordnung unter den Rädern und das kann der XV perfekt! Vor allem fast polterfrei. So ein gutes Fahrwerk in Verbindung mit extrem steifer Karosserie hatte ich noch nie. Vor allem nicht mit 22 cm Bodenfreiheit.

Bernd_57

Anfänger

Beiträge: 4

Registrierungsdatum: 3. Februar 2010

Wohnort: Lohne

  • Private Nachricht senden

44

Mittwoch, 20. Mai 2020, 09:06

Hallo Offroadeule

Ich fahre jetzt nach Subaruy Legacy 2.0 sowie einem Outback 2,5 (beide CVT)
nun einen 2.0 XV exkusive von 2018.Gestarte bin ich mit einem Subaru Legacy 2.0 115PS mit Automatik 1994 somit ist das mein vierter Subaru.
Der VX gefällt mir sehr gut und hatte zum Kaufzeitpunkt das aktuellste an Technik was es von Subaru gab.

Das einzige was mir auffällt ist knarzen vom Leder auf der Fahrerseite (wiege 95kg hatte aber auch der Outback)
und knacken den Kunstoffteile.
Das Knarzen des Leders entsteht an der Kante von der Sitzeinfassung bis jetzt noch keine Lösung gefunden und Silikonspray und Leder ??
Das knacken kommt von Verkleidungsteilen an der Tür aoder Türsäule.

Das Fahrzeug habe ich 2019 mit 8000km übernommen (Subaru Firmenwagen) und habe jetzt 18000km runter Verbrauch unter 8l
bei gemischter Fahrweise.Einzige Zusatzausstattung eien abnehmbare Anhängerkupplung.
Ich selber habe das Modell in Rot mein Sohn hat das gleiche Modell aus 2017 in Orange mit 38000km auf der Uhr (hier knackt nix und auch der Sitz knarzt nicht?)

Dazu haben wir noch ein BRZ den mein zweiter Sohn fährt der hat aber erst 11000km runter

Gruß Bernd

Hardy128

Anfänger

Beiträge: 13

Registrierungsdatum: 23. November 2018

Wohnort: Hildesheim

  • Private Nachricht senden

45

Mittwoch, 20. Mai 2020, 11:43

Hallo zusammen

Ich fahre ebenfalls,wie Bernd, einen Subaru 2.0 XV exclusive+ von 11/2018 mit abnehmbarer Anhängerkupplung.Dieser Wagen ist mein erster Subaru.
Das Knarzen des Leders auf der Fahrerseite habe ich auch (wiege 98 Kg),aber nur bei niedrigenden Temperaturen.Die besagte Stelle bekommt von mir eine Extraportion Lederpflege ,wenn die Sitze eingerieben werden.
Das Knarzen des Leders hatte mein guter alter Volvo V40 auch schon,da habe ich das auch schon so gehandhabt.War auch irgendwann verschwunden.
Bei meinen XV knarzen zum Glück noch keine Kunststoffteile und ich hoffe das bleibt so.
Der Wagen hat bis jetzt 17500 Km gelaufen,Verbrauch bei 8,4 Liter und bin immer noch sehr zufrieden.
Gruß
Hardy128

Offroadeule

Fortgeschrittener

  • »Offroadeule« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 377

Registrierungsdatum: 16. Juli 2016

  • Private Nachricht senden

46

Montag, 8. Juni 2020, 15:22


Das einzige was mir auffällt ist knarzen vom Leder auf der Fahrerseite (wiege 95kg hatte aber auch der Outback)
und knacken den Kunstoffteile.
Das Knarzen des Leders entsteht an der Kante von der Sitzeinfassung bis jetzt noch keine Lösung gefunden und Silikonspray und Leder ??
Das knacken kommt von Verkleidungsteilen an der Tür aoder Türsäule.


Ich fahre ebenfalls,wie Bernd, einen Subaru 2.0 XV exclusive+ von 11/2018 mit abnehmbarer Anhängerkupplung.Dieser Wagen ist mein erster Subaru.
Das Knarzen des Leders auf der Fahrerseite habe ich auch (wiege 98 Kg),aber nur bei niedrigenden Temperaturen.Die besagte Stelle bekommt von mir eine Extraportion Lederpflege ,wenn die Sitze eingerieben werden.
Das Knarzen des Leders hatte mein guter alter Volvo V40 auch schon,da habe ich das auch schon so gehandhabt.War auch irgendwann verschwunden.
Der Wagen hat bis jetzt 17500 Km gelaufen,Verbrauch bei 8,4 Liter und bin immer noch sehr zufrieden.


Klingt toll. Seid ihr sicher, dass das Knarzen bei den Sitzen vom Leder kommt? Ich habe länger als Sattler gearbeitet und normalerweise entstehen Geräusche bei Sitzbezügen, wenn zwei Schaumstoffe aufeinander reiben. Beispielsweise die Kaschierung vom Bezug und der Sitzschaumstoff. Auch Leder wird üblicherweise rückseitig kaschiert, um Faltenbildung zu verhindern. In diesem Fall kann man eigentlich nur versuchen eine weitere Zwischenschicht zwischen Polsterbezug und Schaumstoff zu bekommen.

Knarzen bei Verkleidungsteilen habe ich überhaupt nicht. Kannst du orten, woher das kommt?

Ich halte das Fahrwerk des XV übrigens auch für sehr gelungen. Hab hier in Brandenburg oft Landstraßen 2. und 3. Ordnung unter den Rädern und das kann der XV perfekt! Vor allem fast polterfrei. So ein gutes Fahrwerk in Verbindung mit extrem steifer Karosserie hatte ich noch nie. Vor allem nicht mit 22 cm Bodenfreiheit.

Da stimm ich dir absolut zu. Die Karosseriesteifigkeit ist echt spürbar, ein sehr sattes Fahrverhalten, ohne dass es hart wird...

Offroadeule

Fortgeschrittener

  • »Offroadeule« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 377

Registrierungsdatum: 16. Juli 2016

  • Private Nachricht senden

47

Montag, 8. Juni 2020, 15:23

Eyesight

Ein weiteres entscheidendes Kaufkriterium, bei dem der XV in meinen Augen einen Bestwert setzt, ist das Eyesight-System. Ich finde die Entscheidung von Subaru, in Deutschland kein Fahrzeug ohne Eyesight mehr auszuliefern und dabei insbesondere die kleinen Modelle wie XV und Impreza von der Technik der Großen profitieren zu lassen, ziemlich bemerkenswert. Bei anderen Herstellern kommt in den kleinen Modellen meist nur sehr abgespeckte Technik zum Einsatz, um ein Bedürfnis nach den großen Modellen zu wecken. Die systeme funktionieren dann in der Praxis nicht stabil und verlässlich. Das ist bei Subaru definitiv nicht der Fall und auch der Grund, weshalb kein Schaltgetriebe mehr erhältlich ist. In den USA und teilweise auch in Europa gibt es den XV ja auch mit 2.0 Motor und 6-Gang Schaltgetriebe und ohne Eyesight. Die Funktionalität eines Abstandstempomats, der bis zum Stillstand bremsen und wieder beschleunigen kann, ist mit dieser Getriebeoption eben nicht gegeben. Ich finde das auch bei der Konkurrenz Murks, bzw. nutzt man den Abstandstempomaten dann weitaus seltener, weil er eigentlich nur auf der Autobahn im höchsten Gang Sinn macht. Das CVT in Kombination mit Eyesight funktioniert aber eben auch im Stadtverkehr und auf der Landstraße optimal, was mit einem Schaltgetriebe nicht wirklich sinnvoll umsetzbar ist. Im Vergleich zu Mitbewerbern bietet der XV hier ein wirklich marktführendes System und das OHNE irgendeinen Aufpreis für die Technik zahlen zu müssen.

Bedienung
Die Bedienbarkeit aller Assistenzsysteme funktioniert absolut selbsterklärend und geht wunderbar flüssig von der Hand. Ich wurde von meinem Händler nicht in das System eingewiesen und habe es trotzdem ohne Bedienungsanleitung innerhalb von Minuten verinnerlicht gehabt. Das ist bei Mitbewerbern oft nicht der Fall. Bei Audi gibt es bspw. einen filigranen Lenkstockhebel, den man erst mal finden muss, mit kleinen Verstellrädchen, die sich viel schlechter bedienen lassen. Ich habe tatsächlich bisher kein Auto mit Assistenzsystemen gefahren, die einfacher und logischer bedienbar waren, als das Subaru-System. Man hat für jede nötige Funktion die entsprechenden Tasten auf der rechten Seite des Multifunktionslenkrads. Dort kann der aktive Spurhalte-Assistent sowie der Abstandstempomat eingestellt bzw. konfiguriert werden. Der Abstand zum Vorderfahrzeug kann in fünf Stufen eingestellt werden, die Geschwindigkeit kann wahlweise in 5 kmh Schritten (kurzer Klick) bzw in 1 kmh Schritten (langer Klick) eingestellt werden. So kann man auch ganz einfach mal 87kmh in der 80er Zone einstellen. Der Spurhalteassistent wird mit einem Klick aktiviert und zeigt dann anhand von einer weißen Linie links und rechts an, wenn er die Spuren erkannt hat. Ist eine Lenkbewegung nötig, wird das Symbol im Tacho grün. Der XV lenkt dann etwa 8 Sekunden selbstständig, dann ertönt eine Warnung, dass man das Steuer wieder übernehmen soll. Mit einem langen Klick auf der Tempomat-Taste kann man übrigens zwischen Abstandstempomat und normalem Tempomat umstellen, was ich als sehr nettes Feature empfinde. Das Ausstellen der passiven Assistenten ist ebenfalls möglich und wird oben im Dachhimmel bei der Innenleuchte, bzw. im Knieraum des Armaturenbretts erledigt. Das ist etwas fummliger, weil man die Tasten schlecht einsieht, allerdings mache ich das wenn überhaupt nur einmal im Gelände und da hat man auch genügend Zeit, um das Fahrzeug zu konfigurieren.
Häufig wird ja kritisiert, dass das Eyesight keinen Radarsensor beinhaltet. Ich konnte allerdings keinen Nachteil davon ausgehend identifizieren. In der Praxis hat sich das System in den letzten 20tkm nur zweimal deaktiviert, als ich die vereiste Scheibe nicht anständig freigekratzt hatte. Das ist aber Nutzerdummheit, dafür kann das System nichts. Ansonsten bin ich beeindruckt, wie gut das System bei Starkregen und niedrig stehender Sonne funktioniert. Ich hatte hier überhaupt keine Ausfälle.
Die ein oder andere brenzlige Situation konnte Eyesight bei mir schon verhindern, als unerwartet ein Abbieger auf meine Spur schoß und ich einmal einen Bremsvorgang des Vordermanns nicht richtig einschätzte. Gerade durch die stetig steigende Verkehrsdichte hier im Ballungsraum will ich gar nicht mehr ohne die Assistenzsysteme unterwegs sein.
Schauen wir uns also mal die einzelnen Assistenten im Praxistest an.

Abstandstempomat
Der Abstandstempomat (ACC) ist ein Tempomat, der eigenständig den Abstand zum davor fahrenden Fahrzeug einhält und beim XV in der Lage ist, das Fahrzeug bis zum Stillstand abzubremsen. Der Bremsvorgang ist dabei äußerst harmonisch – es sei denn der Vordermann bremst äußerst abrupt – und wird auch so von den Mitfahrern wahrgenommen. Diese können nicht erkennen ob der Mensch am Steuer gebremst hat oder der ACC, was beim Stopp und Go in der Stadt schon eine echte Herausforderung für die Systeme ist. Auch die Erkennung von Fahrzeugen erfolgt schnell und rechtzeitig. Bei sehr engen Kurven in der Stadt kann es vorkommen, dass das System das Vorderfahrzeug verliert, allerdings beschleunigt der Wagen bei starkem Radeinschlag nur sehr wenig und so wird nach dem Kurvenausgang das Vorderfahrzeug wieder erkannt und der Abstand gehalten. Bremst das Fahrzeug davor im Abbiegevorgang, rückt es wieder ins Blickfeld des Systems, das dann zuverlässig bremst. Also in der Praxis auch im engen Stadtverkehr perfekt nutzbar. Beim Stillstand des Fahrzeugs wird automatisch Auto-Hold aktiviert (und bei Bedarf geht der Motor durch Start-Stop Aus) Das Wiederanfahren erfolgt dann durch einen Tastendruck oder einen kurzen Gasbefehl. Funktioniert so perfekt und man kann im Stau entspannt rauskucken, weil das System auch piepst, sobald sich der Vordermann in Bewegung setzt. Das Piepsen beim Erkennen von Fahrzeugen kann übrigens im Menü deaktiviert werden (wird teilweise in Berichten kritisiert). Die Merkmale des Beschleunigens kann man in vier Stufen regulieren, ich nutze hier die 2. Stufe, Komfort-Stufe, dann beschleunigt das Fahrzeug ausreichend zügig, aber nicht mit übertrieben viel Drehzahl.
Was kann ich abschließend sagen: Immer wenn ich in ein Auto ohne ACC steige, vermisse ich den Komfort des Subaru-Systems. Ich bin selten so entspannt und sicher gefahren, wie durch die Kombination von CVT und Eyesight. Gerade das Stop-and-Go in der Stadt ist absolut tiefenentspannt und man kann sich wirklich auf die gute Regelkompetenz des Systems verlassen. Auf der Autobahn sind die Vorteile ja selbsterklärend, allerdings hängt das sicherlich auch viel an der Fahrweise. Wer sowieso die Linke Spur geparkt hat und andere anschieben will, braucht sicherlich auch kein ACC – aber das ist halt eine andere Geschichte.

Offroadeule

Fortgeschrittener

  • »Offroadeule« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 377

Registrierungsdatum: 16. Juli 2016

  • Private Nachricht senden

48

Montag, 8. Juni 2020, 15:24

Spurhalteassistent
Der Subaru XV verfügt über einen aktiven und einen passiven Spurhalteassistent. Der passive Spurhaltewarner gibt ein akustisches und optisches Signal, wenn man die Spur, also die Seitenlinien, überfährt. Quasi eine Art worst case Warnung, um den Fahrer aufzurütteln. Hier wäre vielleicht noch eine Vibrationsfunktion des Lenkrads eine gute Erweiterung, wie andere Hersteller sie anbieten. Der aktive Spurhalteassistent ist nach der Aktivierung der Erkennung der Fahrspuren in der Lage, das Fahrzeug selbstständig für kurze Zeit zu lenken. Gemäß Herstellerbeschreibung ist das kein autonomes Fahren, sondern ein Spurhalteassistent. Das Auto soll also dabei unterstützen, die Spur zu halten und nicht selbstständig fahren. In der Praxis kann man so schonmal für ein paar Sekunden die Hände vom Lenkrad nehmen, was ein angenehmer Zusatzfeature ist. Ich nennen den akt. Spurhalteassistent deswegen auch gerne Brotzeitassistent, weil es sehr angenehm ist, mal eine Joghurtglas mit zwei Händen zu öffnen oder ein Brötchen aus der Verpackung zu holen, während das Auto selbst fährt. Ich bleibe dabei natürlich trotzdem mit den Augen auf der Straße. Hundertprozentige Sicherheit bietet der Spurhalteassistent nämlich nicht. Wichtig ist es auch, immer darauf zu achten, ob auch tatsächlich die Spuren erkannt worden sind.
Was kann ich abschließend sagen: Ich halte den Spurhalteassistent für eine gute Erweiterung des ACC, man darf ihn allerdings nicht mit einem System zum Autonomen Fahren verwechseln. Er hat mir schon in einer Situation gut geholfen, als ich vor lauter Schulterblick und Spiegelschauen auf einer vollen italienischen Autobahn dabei war, die Spur zu verlassen. War ein gutes Gefühl, hier mitgelenkt zu bekommen. Ansonsten kann man auch mal die zweite Hand zum Brotzeit machen nutzen. Durch Betätigung des Blinkers wird der Spurhalteassistent übrigens für drei Sekunden deaktiviert, sodass man dann gefahrlos Spurwechseln kann. Es ist auch möglich, den Assistent in einer Gefahrensituation eines Ausweichmanövers zu überlenken.

Totwinkelassistent / Querverkehrswarner
Ein für mich entscheidendes Feature war auch der Totwinkelassistent mit integriertem Querverkehrswarner. Dieser ist (leider) der exklusive-Ausstattung vorbehalten und warnt dank zwei Radarsensoren, die sich hinter der Heckstoßstange befinden. Auf der Autobahn ein sehr angenehmes Feature, da der XV mit einer großen LED im Spiegelgehäuse signalisiert, wenn sich auf der Nebenspur jemand nähert. Das funktioniert mit Berechnung der Differenzgeschwindigkeit, sprich bei einem langsamen kommenden Fahrzeug lässt das System eine kürzere Distanz zu als bei einem schnell fahrenden Fahrzeug, das sich von hinten nähert. Wenn man dann den Blinker setzt warnt das System durch ein Blinken der LEDs sowie durch ein akustisches Signal vor dem Spurwechsel. In meinen Augen ein gutes Stück an zusätzlicher Sicherheit.
Ein weiteres Feature des Systems ist der Querverkehrswarner. Dieser überwacht beim Rückwärtsfahren und Rückwärtsausparken den Bereich hinter dem Fahrzeug und schlägt optisch und akustisch Alarm, sobald sich ein Fahrzeug nähert. Ich fahre mittlerweile sehr gerne vorwärts in Querparkplätze, weil man sich dank dem System und der Rückfahrkamera völlig entspannt raustasten kann. Beide Systeme sind ebenfalls deaktivierbar, falls man sie nicht nutzen möchte.

Fernlichtassistent
Der Fernlichtassistent unterstützt bei nächtlichen Fahrten. In Kombination mit den Voll-Led-Scheinwerfern regelt das System automatisch das Fernlicht und blendet ab, sobald sich ein Fahrzeug nähert. Das funktioniert gut, aber nicht völlig perfekt. So kann es durchaus mal vorkommen, dass ein reflektierendes Verkehrsschild als Gegenverkehr wahrgenommen wird oder ein entgegenkommendes Fahrzeug erst spät erkannt wird. Das sind zwar wirklich Einzelfälle, aber es kommt vor. Was mich eher nervt, dass man innerorts wirklich Strich 50 nach Tacho fahren muss, damit der Assistent abblendet. Hier hätte man eine Toleranz einprogrammieren können, weil ich so in der Praxis tatsächlich eher das Fernlicht per Hand deaktiviere, als das ich so stark abbremse. Für mich also eher ein Luxus-Feature, das ich verschmerzen könnte.

Notbremsassistent
Ein großes Plus an Sicherheit (und 60 Prozent weniger Auffahrunfälle) verspricht Subaru durch den Notbremsassistent. Dieser erkennt eine drohende Kollision und warnt den Fahrer zunächst akustisch, um dann im zweiten Schritt eine Notbremsung einzuleiten. Das System ist so in der Lage, Auffahrunfälle völlig zu verhindern. Diesen Assistent habe ich noch nicht vollständig austesten können, allerdings bin ich schon mal spaßeshalber auf einen dicht gewachsenen Strauch zugefahren, der auch erkannt wurde. Der XV hat dann bis zum Stillstand gebremst. In der Praxis also ein wirklich wertvolles System, das viel Geld und Gesundheit retten kann. Es gibt bei mir auf der Arbeitsstrecke übrigens einen speziell geteerten Fleck auf einer Abbiegespur, den das System kurz als Hindernis erkennt. Dann wird gepiepst, gebremst wird aber nicht, weil das Eyesight dann erkennt, dass es eben doch kein Hindernis ist. Das ist tatsächlich die einzige Praxis-Situation, unter der ich die fälschliche Aktivierung des Systems bisher kennengelernt habe. Einen fälschlich eingeleiteten Bremsvorgang hat das System noch nie ausgeführt.

kofel

Schüler

Beiträge: 127

Registrierungsdatum: 2. Februar 2013

Wohnort: Wien

  • Private Nachricht senden

49

Montag, 8. Juni 2020, 21:25

Wie immer: vielen Dank für deine ausführlichen und vor allem wertvollen Eindrücke!

Beiträge: 599

Registrierungsdatum: 3. Januar 2011

Wohnort: NRW

  • Private Nachricht senden

50

Montag, 8. Juni 2020, 21:50

Notbremsassistent
[...]Einen fälschlich eingeleiteten Bremsvorgang hat das System noch nie ausgeführt.


Das einzige was ich schon ein paar mal hatte das es vor einem Hindernis gewarnt hat wo keins war.

Ich vermute evtl durch meine Smartwatch Reflexionen wenn ich die Hand oben am Lenkrad habe.

Einmal hat der XV einen Bremsvorgang ausgeführt weil kurz vor mir einer plötzlich abbiegen wollte.

Ich bin von meinem XV mit seinen ganzen Helferlein absolut begeistert

funrat

Schüler

Beiträge: 73

Registrierungsdatum: 17. Juli 2019

Wohnort: Nähe Hannover

  • Private Nachricht senden

51

Dienstag, 9. Juni 2020, 08:23

Notbremsassistent
[...]Einen fälschlich eingeleiteten Bremsvorgang hat das System noch nie ausgeführt.


Das einzige was ich schon ein paar mal hatte das es vor einem Hindernis gewarnt hat wo keins war.

Ich vermute evtl durch meine Smartwatch Reflexionen wenn ich die Hand oben am Lenkrad habe.

Einmal hat der XV einen Bremsvorgang ausgeführt weil kurz vor mir einer plötzlich abbiegen wollte.

Ich bin von meinem XV mit seinen ganzen Helferlein absolut begeistert
Die Assistenten funktionieren wirklich gut. Der Totwinkelwarner warnt zuverlässig. Der Querverkehrswarner ist auch toll, auch wenn er manchmal etwas übertreibt. Doch wie heißt es so schön: lieber einmal zu viel kontrolliert als einmal zu wenig. Der Spurwarner ist gut, den Spurhalter habe ich nicht so oft an, da er auch in meine Kurvenfahrt eingreift. Das ist doch recht ungewohnt.

Den Notbremsassi verdanke ich schon eine Unfallverhinderung. Stehe am Zebrastreifen und lasse eine Familie mit Kinderwagen durch. Zebrastreifen ist frei, ich fahre an und bin auf der Mitte des Zebrastreifens, da haut die Notbremse zu. Von rechts hat eine Radfahrerin versucht hinter dem Zebrastreifen und vor mir noch über die Straße zu huschen. Kam aus einer Grundstücksausfahrt und war vorher definitiv nicht zu sehen.

Wenn ich mit meinem Cabrio fahre, vermisse ich manche Funktionen inzwischen.

Gruß

Andreas
Don ´t worry be happy

roland1711

Schüler

Beiträge: 134

Registrierungsdatum: 30. März 2010

Wohnort: Göttingen

  • Private Nachricht senden

52

Mittwoch, 22. Juli 2020, 17:29

Neuer XV

Hallo,

Habe unser Forester ( BJ 06) gegen einen neuen XV 1,6 Comfort getauscht. ( vom alten Auto zum neuen Auto ist ein gewaltiger Unterschied....) .
Gibt es die Möglichkeit folgende Dinge dauerhaft auszuschalten: Warnung nicht angelegter Sicherheitsgurt Fahrersitz und die Start-Stop Automatik ?

Gruß Roland

ampel2

SC+ Mitglied

Beiträge: 2 501

Registrierungsdatum: 18. September 2002

Wohnort: Leipzig

  • Private Nachricht senden

53

Mittwoch, 22. Juli 2020, 23:33

Hallo @roland1711:
ist zwar
Offtopic - Lesen auf eigene Gefahr

Habe unser Forester ( BJ 06) gegen einen neuen XV 1,6 Comfort getauscht. ( vom alten Auto zum neuen Auto ist ein gewaltiger Unterschied....) .
Gibt es die Möglichkeit folgende Dinge dauerhaft auszuschalten: Warnung nicht angelegter Sicherheitsgurt Fahrersitz und die Start-Stop Automatik ?

siehe hier Start-Stopp-System deaktivieren beim Levorg.
Gruß Gerald

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten !!! :rolleyes: "Birsctihe Frshocer hbaen haruesgfnuedn, dass es eagl ist, in whlecer Rhieenfgloe die Behsucbatn eenis Wtores sheten, slognae der etsre und ltetze Bhsucbate am rhitirgcn Pltaz sehten."

Offroadeule

Fortgeschrittener

  • »Offroadeule« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 377

Registrierungsdatum: 16. Juli 2016

  • Private Nachricht senden

54

Donnerstag, 23. Juli 2020, 08:42

Hallo,

Habe unser Forester ( BJ 06) gegen einen neuen XV 1,6 Comfort getauscht. ( vom alten Auto zum neuen Auto ist ein gewaltiger Unterschied....) .
Gibt es die Möglichkeit folgende Dinge dauerhaft auszuschalten: Warnung nicht angelegter Sicherheitsgurt Fahrersitz und die Start-Stop Automatik ?

Gruß Roland


Früher konnte man mit so Zusatzgutschlössern zum Einstecken das System austricksen. Ob das immer noch geht, weiß ich nicht...

Was sind denn deine Erfahrungen beim Wechsel? Bin gespannt...

roland1711

Schüler

Beiträge: 134

Registrierungsdatum: 30. März 2010

Wohnort: Göttingen

  • Private Nachricht senden

55

Donnerstag, 23. Juli 2020, 15:18

Neuer XV

Hallo und Danke für die Antworten,Werden Start-Stopp am vorgesehenen Schalter bei Bedarf ausschalten. Das mit dem Gurtschloß werde ich versuchen.

Erst einmal voll zufrieden.. ist ja neu. In viele Funktionen kann man sich ja selbst schnell einfuchsen.
Habe Schmutzfäger vorn und hinten angebracht und Ganzjahresreifen und abnehmbare AHK vor Übernahme anbringen lassen.
Ein wie im Verkaufsprospekt erwähnter Reifenfüllset fehlte. Antwort: hat Subaru nicht ausgeliefert ?

Nun erst einmal nutzen..
Gruß Roland

Beiträge: 581

Registrierungsdatum: 8. März 2016

  • Private Nachricht senden

56

Freitag, 24. Juli 2020, 08:30

Beim Forester SJ kann man zur Deaktivierung des Gurtwarners einen Stecker unterm Sitz ziehen. Geht das beim XV nicht mehr?

EJ20_Hawk

Mitglied im GT-Club

Beiträge: 1 395

Registrierungsdatum: 8. Januar 2016

Wohnort: östl. Ruhrgebiet

  • Private Nachricht senden

57

Freitag, 24. Juli 2020, 08:36

Gibt es die Möglichkeit folgende Dinge dauerhaft auszuschalten: Warnung nicht angelegter Sicherheitsgurt Fahrersitz und die Start-Stop Automatik ?

Such mal für den Gurtwarnton auf Youtube unter dem Begriff "subaru seatbelt chime disable" o.ä.. Die dort beschriebenen Methoden funktionieren wohl nicht immer, aber einen Versuch ist es wert.

Offroadeule

Fortgeschrittener

  • »Offroadeule« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 377

Registrierungsdatum: 16. Juli 2016

  • Private Nachricht senden

58

Mittwoch, 29. Juli 2020, 09:22

Heute kann ich ein paar neue Erfahrungswerte zum XV mitgeben. Ich stehe jetzt kurz vor der 30tkm-Inspektion. Eigentlich wäre die wohl längst erledigt, hätte nicht Corona für deutlich weniger gefahrene Kilometer gesorgt.
Im Wesentlichen hat sich in den letzten Monaten bestätigt, was ich bereits vorab geschrieben hatte. Der XV hat sich zum sparsamten Auto entwickelt, das ich je gefahren bin. Zugleich merkt man dem Motor an, dass er mittlerweile optimal eingefahren ist. Der Verbrauch ist nochmals gesunken und er fühlt sich noch einen Tick agiler und drehfreudiger an. Ich hatte ja beschrieben, dass der FB16 bis etwa 5000 Umdrehungen sehr drehfreudig ist und oben etwas zugeschnürter wirkt. Das hat sich deutlich verbessert, der Motor ist jetzt untenrum regelrecht gierig geworden und das Ausdrehen bis zum Begrenzer wirkt mittlerweile deutlich freier. Ich hab es mir angewöhnt, bei Autobahnauffahrten einfach mal das gesamte Drehzahlband zu nutzen und das macht richtig Spaß, weil der Boxer obenrum mittlerweile deutlich feuriger zu Werke geht.

Verbrauch:
Der Verbrauch über die letzten 23tkm ist nochmals etwas gesunken, liegt mittlerweile im Durchschnitt (Winter, Sommer, Anhänger) bei 7.2 L/100km. In den Monaten März/April bin ich nur extreme Kurzstrecke gefahren, hab etwa 1,5 Tankfüllungen verfahren. Der Verbrauch lag trotz dieses Kurzstreckefahrens bei 8,5l, Probleme gab es keine. Hat mich wieder vom Motorkonzept überzeugt, dass es keine Schwierigkeiten gibt, wenn das Auto mal eine Zeit lang kaum fährt.
Dann habe ich einen neuen Verbrauchsrekord aufgestellt ;) und die 1000Kilometer-Marke mit einer Tankfüllungen geknackt. Konstante Autobahnfahrten mit etwa 90-110km/h bei moderater Außentemperatur von 20 Grad haben den Verbrauch hier auf 5.8 bis 5,9l einpendeln lassen. Selbst eine längere Autobahnfahrt bei hochsommerlichen Temperaturen von 35 Grad und stark geforderter Klimaleistung sowie zwei Personen im Auto und Gepäck hat bei einer Reisegeschwindigkeit von 130km/h einen Verbrauch von 7,2 Liter zur Folge gehabt.

Zuverlässigkeit
Bisherige außerplanmäßige Mängel: Keine. (Man kann sich daran gewöhnen, dass das Auto einfach immer funktioniert ;) )

Sicherheitssysteme
Ich bin zuletzt immer wieder mal bei schlechten Witterungsbedingungen gefahren. EyeSight funktioniert auch weiterhin problemlos und zuverlässig. Es gab im letzten halben Jahr genau einmal die Situation, in der das System aufgrund eines extremen Gewitters ausgestiegen ist. Ansonsten bin ich superbegeistert und vermisse die Funktionen sofort, wenn ich mal ein anderes Auto fahre.
1:0 übrigens mal wieder für den Querverkehrswarner. Hat letztens verhindert, dass ein Radfahrer, der entgegen der Einbahnstraße fuhr, von mir beim Ausparken "behindert" worden wäre. Ist einer der Assistenten, den ich mittlerweile extrem schätzen gelernt habe, weil er gerade das Rückwärts-Ausparken in der Stadt deutlich vereinfacht.

Nutzung
Vieles von dem, was ich bereits geschrieben habe, hat sich auch beim Nutzungsverhalten weiter bestärkt. Der XV ist in meinen Augen der perfekte Begleiter für Stadt, Überland und Gelände. Er fährt dabei so smooth und entspannt, dass schon mehrere Kollegen und Freunde anerkennend gesagt haben: "Was für ein entspanntes Auto". In der Stadt sowieso, aber auch Überland begeistert mich diese zugkraftfreie Beschleunigung, die es gerade für Mitfahrer zu einer viel entspannteren Art des Reisens machen. Bezüglich der Autobahn -Fahrten hat sich mein Eindruck weiter bestärkt, dass der XV ein Auto für Fahrer ist, die zufrieden sind, wenn sie ihre 130 Richtgeschwindigkeit fahren. Schneller zu fahren, macht mir persönlich mit dem XV nicht viel Spaß, man merkt regelrecht, wie der Windwiderstand das Auto quält. Für mich persönlich ist das völlig ok, weil ich eh keinen Sinn darin sehe, mit einem Geländefähigen Fahrzeug auf der Autobahn schnell zu fahren. Aber es mag Fahrer geben, die den XV deshalb als NoGo einstufen, was auch völlig ok ist. Beladung macht auf der Autobahn spannenderweise übrigens deutlich weniger aus, als der Windwiderstand. Auch mit vier Erwachsenen im Auto bin ich auf der Autobahn entspannt 130 gefahren und hatte bei Anstiegen keine so starke Verschlechterung der Beschleunigung.

Divers
Die serienmäßigen Sommerreifen gefallen mir nicht sonderlich gut, sind wirklich ziemlich schmierig bei Nässe und der Grip im Gelände ist mies. Hier werde ich in ein, zwei Jahren beim Reifenwechsel auf leichte AT-Bereifung gehen.
Ich würde mir eine Frontkamera wünschen, wie sie im Levorg und anderen Modellen serienmäßig ist. Das wäre beim Einparken manchmal ein echter Vorteil.
Trotz mehrer Geländefahrten habe ich den Plastik-Unterfahrschutz noch nicht getötet. Ich habe das Gefühl, dass der XV deutlich weniger eintaucht als der alte Forester und dadurch auch weniger schnell auf Bodenkontakt geht. Höherlegung halte ich beim XV übrigens für Blödsinn, der serienmäßige Trim ist absolut super ausgewogen gestaltet.
Die Schalter für die Deaktivierung von Start-Stop bzw. ESP sind irgendwie ungünstig positioniert. Gerade im Dunklen muss man gefühlt dreimal den Blick von der Straße nehmen. Das hat mich schon beim Forester genervt und der XV macht es nicht besser.
Von den Sitzen bin ich nach wie vor ziemlich begeistert, vermisse allerdings mittlerweile etwas eine Lordosenstütze. Auf längeren Fahretappen, wenn man 10 Stunden und mehr im Auto sitzt, hätte ich da im Lendenwirbelbereich gerne etwas mehr Unterstützung.
Die Rückfahrkamera ist super. Punkt. Hab nahezu null Probleme mit Verschmutzung und das Einparken geht um Welten einfacher als mit Parkpiepsern. Bin da wirklich begeistert, weil ich schon ein paar Nachrüstsätze bei anderen Autos verbaut hatte und die sind Murks dagegen gewesen.
Das LED-Licht ist großes Kino. Bin letztens wieder länger ein Auto mit Halogen gefahren. War regelrecht schockiert, wie wenig man da im Vergleich sieht.

Mir macht der XV 1.6 weiterhin viel Spaß. Bin letztens mal wieder C180 Firmenwagen linke Spur gefahren und dachte mir irgendwann: Merkwürdig, der XV verändert echt das eigene Mindset (wie die Coaches sagen würden): Man reist - rasen dürfen andere.

Dimce

Fortgeschrittener

Beiträge: 369

Registrierungsdatum: 11. März 2018

Wohnort: Reichenwalde

  • Private Nachricht senden

59

Mittwoch, 29. Juli 2020, 20:47

Muss auch Leute geben die mit wenig zufrieden sind. Mich überzeugt am XV abgesehen vom Design eigentlich nichts, am wenigsten das Motörchen.

Offroadeule

Fortgeschrittener

  • »Offroadeule« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 377

Registrierungsdatum: 16. Juli 2016

  • Private Nachricht senden

60

Mittwoch, 29. Juli 2020, 22:32

Muss auch Leute geben die mit wenig zufrieden sind. Mich überzeugt am XV abgesehen vom Design eigentlich nichts, am wenigsten das Motörchen.


genau... hauptsächlich ein bisschen gepöbelt :thumbsup: