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old.school

Anfänger

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1

Dienstag, 25. Juli 2017, 09:10

Erfahrung SPACCER-Fahrwerkserhöhung (SJ)

Hallo SJ-Fahrer,

ich möchte Euch gerne von meinen Erfahrungen zur Fahrwerkshöherlegung System SPACCER berichten.

Ich fahre seit März vergangenen Jahres einen neuen 2.0X Exclusive.

Grundsätzlich bin ich mit dem Serienfahrwerk einigermaßen zufrieden - den Komfort einer E-Klasse (Vorgänger) habe ich nicht erwartet, die stoische Ruhe und die Geradeauslaufeigenschaften vermisse ich aber schon. Aber der Forester hat ja ganz andere Qualitäten.

Um den Forester aus dem SUV-Segment abzuheben, war mir von Anfang an eine Fahrwerkshöherlegung wichtig. Dazu habe ich mir das System SPACCER ausgesucht. Nach einem Telefonat mit dem Hersteller waren meine Bedenken (Verminderung der Geländegängigkeit durch reduzierte Verschränkungseigenschaften) ausgeräumt.

Ich habe mich für eine Gesamterhöhung um 27 mm entschieden (je Rad 2 Spaccer + Gummiprofil), Einbau in der Fachwerkstatt (September letztes Jahr).

Nach meiner Einschätzung hat sich das Fahrverhalten durchweg positiv verändert. Die Kurvenstabilität ist besser und der Fahrkomfort hat sich tatsächlich erhöht – die extrem nervenden Nickschwingungen auf schlechten Betonautobahnen sind fast völlig verschwunden! Ich hätte eher mit einer Verschlimmerung dieses Effektes gerechnet, aber scheinbar harmonieren die Stoßdämpfer mit den stärker vorgespannten Federn viel besser.

Bemängeln kann ich bisher nur, daß beim schnellen Überfahren großer, harter Unebenheiten akustisch ein stärkeres Poltern auftritt.

Der beste Nebeneffekt tritt beim Beladen auf: Vorher habe ich (1,90) mich unzählige Male an der geöffneten Heckklappe gestoßen – nun ist mein Kopf sicher. :zwinker:
Das Ein- und Aussteigen ist durch die neue Fahrzeughöhe auch besser geworden.

Mein Fazit ist also sehr positiv.

Beste Grüße,
Dirk

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »old.school« (26. Juli 2017, 06:33)


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2

Dienstag, 25. Juli 2017, 09:29

danke für den bericht. aber 27 cm - respekt :D meintest wohl mm :thumbup:
es wäre schön, wenn du auch später immer wieder mal berichten würdest, was sich da verschleissmäßig getan hat.
und natürlich: bilder bitte! :guteidee:

old.school

Anfänger

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3

Dienstag, 25. Juli 2017, 10:03

Hallo Jörg,

danke für den Hinweis, habe die Berichtigung auf mm schon geschrieben.

Bilder werde ich demnächst gerne dazu einstellen.

Beste Grüße,
Dirk

Tad

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4

Freitag, 4. August 2017, 17:43

Der beste Nebeneffekt tritt beim Beladen auf: Vorher habe ich (1,90) mich unzählige Male an der geöffneten Heckklappe gestoßen – nun ist mein Kopf sicher. :zwinker:
Was ich mich an der Blöden Heckklappe schon gestoßen habe....ist halt für kleine Japaner gebaut :D

Klingt auf jeden fall interessant...Wie sieht denn die Rennleitung das? Muss man die eintragen?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tad« (4. August 2017, 17:51)


StahlAWD

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5

Samstag, 5. August 2017, 12:57

Hallo SJ-Fahrer,

Die Kurvenstabilität ist besser und der Fahrkomfort hat sich tatsächlich erhöht – die extrem nervenden Nickschwingungen auf schlechten Betonautobahnen sind fast völlig verschwunden! Ich hätte eher mit einer Verschlimmerung dieses Effektes gerechnet, aber scheinbar harmonieren die Stoßdämpfer mit den stärker vorgespannten Federn viel besser.

Dirk



Tut mir leid aber Kurvenstabilität ist weniger als zuvor. Buchsen sollte nie für Erhebung verwendet werden.
Diese Methode sollte nicht TÜV erhalten.
Impreza GH 2.0T-D 6MT
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6

Samstag, 5. August 2017, 14:50

Dafür, daß du Ingenieur bist, ist die Aussage aber mangelhaft.

a) Natürlich muß das eingetragen werden falls nicht eine allgemeine Betriebserlaubnis vorliegt. Ist auf Grund der Variabilität aber unlogisch.
Die Spacer hier verändern die Fzg-Geometrie deutlich genug.

b) Das sind keine Buchsen sondern ganz einfache Distanzstücke zur Erhöhung der Federvorspannung.
Ist zwar technisch eher Pfusch aber macht das Fahrwerk, wie der TE oben richtig geschrieben hat, etwas strammer und unkomfortabler und dürfte die Seitenneigung ein wenig verringern.
Eine ersthafte Höherlegung ist das auch nicht, dafür werden die Federn wesentlich stärker belastet, werden früher lahm und brechen auch früher.

c) Für einige Forester gibt es auch ehöhte Domlager / Distanzstücke im Bereich von 30mm, lohnt sich aber auch nicht wirklich, zumal da es dann tatsächlich noch mehr wankt.
Stärkere Federn bzw. ganze (längere) Federbeine sind das einzig Sinnvolle, kosten aber auch.

Baumschubser

Super Moderator

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7

Samstag, 5. August 2017, 15:39

Die Spacer hier verändern die Fzg-Geometrie deutlich genug.

Ganz unkritisch ist diese Art Höherlegung wohl nicht wenn ich dem Bericht hier glauben darf. Gibt es auch als PDF.

Gruß
Stephan

Rotzunge

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8

Samstag, 5. August 2017, 17:53

Die skeptische Einschätzung deckt sich mit der Empfehlung meines Händlers. Ich hatte mich auch nach seiner Meinung zur Höherlegung mittels Spaccer erkundigt. Seine Aussage dazu: Vielleicht für Nutzer, die zu 95% Offroad unterwegs sind und keine hohen Fahrleistungen erreichen. Bei meinem Fahrprofil > 30.000 km p.a. und mindestens 50 % Autobahnanteil würde er mir dringendst davon abraten.

LG
Rotzunge
Habe eine Meinung, aber respektiere auch andere Meinungen.

jpnbeast

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9

Freitag, 8. März 2019, 14:00

Hallo,

bevor mein Forester ebenfalls mit Spaccern um 2,7 cm = 27 mm höher gelegt wurde, habe ich natürlich ausgiebig im Internet recherchiert. Auch diese Beiträge hier und anderes dafür/dagegen gelesen. Der Einbau dauerte in der Fachwerkstatt ungefähr vier Stunden, je Achse/Seite 2 Spaccer mit einem Gummiprofil, die Fahreigenschaften betrachte ich danach als für mich subjektiv als besser, härter. Aufgefallen ist mir neben dem hier erwähnten Artikel "Hochnotpeinlich", den ich in seiner Tendenz übrigens als den Hersteller in ein schlechtes Licht setzen zur Kenntnis genommen habe, das es sich mit den TÜV Prüfstellen und der Kompetenz sehr unterschiedlich verhält.
Und daraus leicht falsche Schlüsse gezogen werden können.

Eine Einzelabnahme ist nach Einbau erforderlich, logisch. Bei dem mitgelieferten Prüfgutachten der FAKT handelt es sich um ein Institut, das amtlich akkreditiert ist, diese Prüfberichte (übrigens auch für andere Hersteller und Bauteile im Internet ersichtlich) zu erstellen. Mir ist inzwischen allerdings auch klar, das ein amtlich anerkannter Sachverständiger des TÜV einen Prüfbericht nicht akzeptieren muss, eigene kostenpflichtige Prüfungen verlangen kann und überhaupt, wenn er unlustig ist oder sich damit nicht auskennt, eine Einzelabnahme rundherum ablehnen kann und darf.
Müssen muss er gar nichts, auch wenn der TÜV neben der DEKRA (in gewissen Regionen) bisher zu Einzelabnahmen das Monopol hatte.

Im ersten Anlauf bin ich damit gescheitert, die korrekt eingebauten Spaccer als Einzelabnahme abgenommen zu bekommen. Dabei ist mir auf den TÜV Homepages geradezu in's Auge gesprungen, wie bemüht man doch ist, die Fahrzeugbesitzer bei Umbauten, Veränderungen zu beraten und zu unterstützen. Schön ausgeführt zu Fahrwerks-Tieferlegungen. Zur Höherlegung findet sich nichts. Der von Spaccer beigefügte Prüfbericht wird deklariert als Prüfbericht für den TÜV. Das ist korrekt und gesetzlich einwandfrei und auch ausreichend. Und wird von anderen Zubehör-Herstellern auch so praktiziert.

Der erste Gutachter verstieg sich tatsächlich zu der Bemerkung, dieser Prüfbericht sei sozusagen gesprochen das Papier nicht wert, auf dem er stünde? Was wiederum den Hersteller in einem schlechten Licht erscheinen lässt. Ich habe daraufhin mit der FAKT als Prüfinstitut kommuniziert, wie sie dazu stehen und auch eine aussagefähige Antwort dazu erhalten, ebenso mal mit dem Hersteller geschrieben, der sich Super engagiert hat. Und mit etwas Unterstützung habe ich um die Ecke sozusagen eine andere TÜV Prüfstelle gefunden, die sich tagtäglich auch mit Einzelabnahmen befasst und man kann es kaum glauben, mit genau diesen Produkten vertraut war. Somit war es mit einem kompetenten Sachverständigen bei eben genau demselben TÜV gar kein Problem, die Einzelabnahme regulär zu erlangen.So wie es an sich sein sollte. Und hätte sein können. Fazit ist, das man manchmal bisschen weiter fahren muss, wenn man an kompetente Menschen geraten möchte.

Inzwischen ist der Status so, dass das aufgrund einer Gesetzesänderung die schon durch den Bundesrat ist und in Kürze in Kraft tritt, das Monopol für Einzelabnahmen gefallen ist und auch andere Prüfstellen Einzelabnahmen werden durchführen können.

Läuft doch.
Gruß aus Bochum
JPNbeast

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »jpnbeast« (8. März 2019, 14:06)


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10

Samstag, 9. März 2019, 08:24

Guter Beitrag, besser hätte man es nicht zusammen fassen können!
So erlebe ich es auch immer wieder. Bin mal gespannt, wie sich das Thema Eintragen in Zukunft entwickelt...

jpnbeast

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11

Sonntag, 7. April 2019, 19:18

P.S. Unter AMAZON Rezensionen (alt vom 21. März 2016) fand ich übrigens: "Die von Spaccer versprochene TÜV Abnahme gibt es zumindest im Bereich des TÜV Nord nicht. Laut TÜV ist das beiliegende Gutachten das Papier nicht wert auf dem es geschrieben wurde.Eine Abnahme wird strikt abgelehnt." Da hat jemand exakt dasselbe erlebt wie ich. Könnte sogar derselbe Sachverständige gewesen sein und hört sich damit ganz nach Bereich TÜV Raum Bochum an. Beim TÜV in DO-WAMBEL kennt man sich mit Spaccer aus und da war der Prüfbericht so wie es sein soll ... sein Papier wert. Über Amazon werden die Teile wohl nicht mehr verkauft. Finde es einfach erschreckend, wenn so Aussagen wie die des Prüfers dann akzeptiert und wie in der Rezension so als nicht hinterfragte Tatsache übernommen werden und das dann im Internet landet. Das ja wie man sagt, nie vergisst. Grüsse, JPN BEAST
JPNbeast

jpnbeast

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Donnerstag, 13. Februar 2020, 20:42

Habe mir den Bericht in der autoservicepraxis nochmal angeschaut, die dort genannten Bestimmungen betreffen gerade mal die Gestaltung der Frontpartien neuer Fahrzeuge. Wo also der Autor sich die Höherlegung da herauslesen kann, ist mir bei besten Willen nicht nachvollziehbar. In den angeführten Verordnungen steht dazu nichts. Fake News? Amüsant war, das mein erstes "SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG. Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht" von der Redaktion nicht veröffentlicht wurde. Erst im zweiten Step als ich schrieb.... Hochnotpeinlich ist eigentlich nur, das man unter Nettiquette mitdiskutieren darf, die prüfende Redaktion einen das Thema erklärenden (zu kritischen?) Beitrag gar nicht erst veröffentlicht.
JPNbeast

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Freitag, 14. Februar 2020, 07:15

Hallo,

bin nach wie vor sehr zufrieden mit der Fahrwerkserhöhung. Fahre nun seit 75.000 km damit.
Eingetragen ist gar nichts, ich führe nur die Spaccer-Papiere mit.
Und ja, ich kriege HU. :D

Beste Grüße,
Dirk