Du bist nicht angemeldet.

Flasher

Schüler

  • »Flasher« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 110

Registrierungsdatum: 4. Oktober 2007

  • Private Nachricht senden

1

Dienstag, 19. Dezember 2017, 00:23

Impreza GD Rost in den hinteren Kotflügeln

Hallo zusammen,

der ein oder andere mag es bereits auf Facebook gesehen haben, ich habe ein recht akutes Rostproblem in den hinteren Kotflügeln. Äußerlich ist nichts zu erkennen, aber innen sind die Fugen, an denen das innere Blech mit der Außenhaut verschweißt ist ziemlich stark verrostet. Es ist daher nur eine Frage der Zeit wann von außen etwas sichtbar wird. (siehe Bilder vom Inneren des rechten Kotflügels)



Ich habe ebenfalls mit einem Endoskop ein paar Fotos und ein Video aufgenommen auf dem die Misere recht gut sichtbar ist.




https://youtu.be/8nX81sw9LUw

Ich habe bereits einen Plan wie ich den Rost zumindest verlangsame, allerdings muss ich auch die Ursache für den Feuchtigkeitseintritt beseitigen. Auf dem Endoskop sind zwei Erhebung sichtbar, wobei aus einer scheinbar Wasser herausläuft, sichtbar an einem "Roststreifen". Ich hab nach Bildern des inneren Kotflügels gesucht und bin in einem Forum fündig geworden.



Diese Erhebungen habe ich mit einem roten Kreis markiert.

Nun zur eigentlichen Frage: ich war leider nicht in der Lage das Endoskop in den Zwischenraum reinzumanövrieren. Weiß jemand woher das Wasser kommen kann? Ist das ein bekanntes Problem am Impreza GD?

(Es handelt sich um einen Hawkeye STI)

vl125

Mitglied im GT-Club

Beiträge: 372

Registrierungsdatum: 7. September 2010

Wohnort: Lübeck

  • Private Nachricht senden

2

Dienstag, 19. Dezember 2017, 07:23

Der Rost kommt in der Regel oben vom Federbeindom, da liegen 3 Bleche übereinander.

wolf 67

Mitglied im GT-Club

Beiträge: 138

Registrierungsdatum: 5. Dezember 2012

  • Private Nachricht senden

3

Dienstag, 19. Dezember 2017, 11:14

Da der Rost bei Dir eher noch im Frühstadium ist dürfte das zur Außenseite stehende Blech des Federdoms die Ursache für die Feuchtigkeit sein. Das ist an der Stelle in der Mitte überlappend verschweißt, wobei das untere Blech nach oben zeigt ( wie Dachziegel nur verkehrt herum) .
Die Abdichtung an der Stelle ist so gut wie nicht existent, so das erst Kontaktkorrosion ensteht und das Blech erst aufquillt dann irgendwann Wasser reinlaufen kann,das ist dummerweise an der Stelle reichlich vorhanden .
Die Stelle ist nur dann vernünftig zugänglich, wenn Du das Federbein ausbaust . Rost beseitigen, heißt die Überlappung raustrennen und ein neues Blech darauf setzen. Oder erst mal nur mit Karosseriedichtmasse zuschmieren,damit kein Wasser mehr nachläuft.
Den Rost am Seitenteil würde ich mit Fluidfilm Liquid A oder ASR behandeln,evtl mehrfach . Ob Du vorher noch an dem Rost rumkratzt,bleibt Deinem Eifer überlassen .

wünsche schöne Feiertage !

Flasher

Schüler

  • »Flasher« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 110

Registrierungsdatum: 4. Oktober 2007

  • Private Nachricht senden

4

Dienstag, 19. Dezember 2017, 19:58

Vielen Dank für die Antworten! In dem Fall werde ich mal beide Federbeine rausnehmen und die Bleche erst mit einer Drahtbürste/einem Drahtbürstenaufsatz bearbeiten um den Rost weitestgehend zu entfernen, anschließend hau ich Rostumwandler drauf, dichte es mit Karrosseriedichtmasse ab, und versiegel dann alles mit Unterbodenschutz aus der Sprühdose.

Ein ähnlichen Plan hab ich für den Rost im Inneren. Da ich da aber kaum mit einer Drahtbürste rankommen, und höchstens losen Rost produziere der sich dann am Schweller sammelt, werde ich einen Silikonschlauch an das Endoskop kleben, und an die betroffenen Stelle Rostumwandler mittels einer Spritze am anderen Ende drauffließen lassen. Anschließend werde ich mit Hohlraumkonservierung und einer Sonde das ganze versiegeln.

Mir ist bewusst, dass ich damit den Rost nicht endgültig beseitige, aber da von Außen bisher noch nichts zu sehen ist, bin ich nicht dazu bereit die Bleche aufzuflexen, neue einzuschweißen und das halbe Auto neulackieren zu lassen.

kampfruderer

Fortgeschrittener

Beiträge: 317

Registrierungsdatum: 11. März 2014

Wohnort: Stade

  • Private Nachricht senden

5

Dienstag, 19. Dezember 2017, 20:33

Ich denke, bei den Hohlräumen bist du in dem Stadium am besten mit Fluid Film ASR oder Mike Sanders (wenn du jemanden dafür an der Hand hast) bedient. Dann rostet es mindestens deutlich langsamer weiter und die Feuchte kann nicht weiter rein. Das Zeug von Fluidfilm kriecht gut weiter rein - auch ohne zusätzliche Hitze. ich habe damit eine ähnliche Stelle am Käfer "entschärft", wo ich (noch) nicht beigehen möchte. Auch dort sitzen unter dem (vorderen) Kofferraum zwei Bleche übereinander und man kann die Stelle kaum vernünftig konservieren (das sagte mir jemand mit wirklich Kennung von Käfern).

wolf 67

Mitglied im GT-Club

Beiträge: 138

Registrierungsdatum: 5. Dezember 2012

  • Private Nachricht senden

6

Dienstag, 19. Dezember 2017, 21:10

Ich weiß nicht wieviel Erfahrung Du in Sachen Rost hast,aber bedenke das Du evtl. nur noch wenige 100/mm an Blechdicke hast bevor es nach außen durchbricht,Fehlversuche wären "mutig" ,es droht ggf. deutlich mehr Arbeit ! Mit Rostumwandler und Wax hältst Du den Rost nicht auf,gaaanz sicher !
Der Rostumwandler hat null Tiefenwirkung,die tieferen Rostschichten erreichst Du nicht und wenn das Zeug mit Polymerern versetzt ist versiegelt das den Rost nach oben hin, so das Öle schlechter eindringen können,aber genau die brauchst Du wenn Du den Rost stoppen willst. Bei dem kalten Wetter nimm das füssigste was Fluidfilm hat ,das ist Liquid A und reicht für den Winter erst mal aus. Danach kannst Du im Frühjahr etwas dickeres auftragen,lass das WAX weg !!! ,macht nur Sinn wenn noch kein Rost da ist,es gibt kein Wax das vorhandenen Rost stoppen kann,bestenfalls rostet es langsamer weiter,aber es rostet ! Wenn Dir das zu teuer ist kipp Salatöl da rein,selbst das ist wirksamer wie dein Umwandler mit Wax !
Aber Du entscheidest ;)!

Flasher

Schüler

  • »Flasher« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 110

Registrierungsdatum: 4. Oktober 2007

  • Private Nachricht senden

7

Dienstag, 19. Dezember 2017, 21:59

Ich muss zugeben, dass meine Erfahrung in Sachen Rostbekämpfung überschaubar sind, ich mir aber der Gefahr von Rost durchaus bewusst bin. Ist auch einer der Gründe warum ich das komplette Auto nach dem Kauf dieses Jahr erstmal hab versiegeln lassen durch einen Profi (Krown). Die Hohlräume in den Kotflügeln sehen aber unbehandelt aus.

In dem Fall werde ich es mal mit FluidFilm Liquid A probieren.

Flasher

Schüler

  • »Flasher« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 110

Registrierungsdatum: 4. Oktober 2007

  • Private Nachricht senden

8

Sonntag, 7. Januar 2018, 22:01

So, ich hatte nun dieses Wochenende mal Zeit mich dieser Problematik anzunehmen. Auto hoch, Federbeine raus und anschliessend den kompletten Radkasten gründlich reinigen. Wie ihr richtig prognostiziert habt, habe ich einen Spalt am Federdom entdeckt, an dem sich die originale Dichtmasse abgelöst hat. Wie auf den Bildern zu sehen war der Spalt so klein, dass ich nicht einmal mit dem Endoskop durchgekommen bin.



Nachdem ich den ganzen Schmutz dort vorsichtig mit einem Drahtbürstchene entfernt hab, hab ich anschliessend ordentlich Karosseriedichtmasse in den Spalt gedrückt und die gesamte "Fuge" abgedichtet. Sieht war nicht schön aus, aber kopfüber, im Radkasten, innen mit einer Kartuschenpistole zu hantieren, ist nicht so leicht. Ich hab alles mit dem Finger noch nachgefahren und die Dichtmasse ordentlich in die Fugen zu drücken.



Da der Radkasten ohnehin dringend eine neue Schicht Unterbodenschutz gebraucht hat, hab ich das bei der Gelegenheit auch gemacht und den Dom schön zugepinselt und zugesprüht. Anschliessend noch Unterbodenwachs drauf, um das Blech komplett gegen Spritzwasser abzuschirmen. (Sieht man auf dem Foto leider nicht so gut)




Zu guter Letzt hab ich mit Fluidfilm AS-R den Kotflügel von innen mit einer Sonde schön eingesprüht (das Zeug ist echt ergiebig!) . Vor allem die rostende Fuge hat einiges abbekommen um den Rost dort deutlich zu verlangsamen



Das Ganze habe ich dann auch auf der Fahrerseite wiederholt, wobei ich dort keinen Spalt entdecken konnte. Ich habe trotzdem vorsorglich alle Fugen nochmal mit Dichtmasse nachgefahren.

Ich hoffe damit ist vorerst mal Ruhe. Ich werde mal alle paar Monate einen Blick riskieren um zu schauen wie sich der Rost dort entwickelt (hoffentlich gar nicht). Falls es Neuigkeiten geben sollte, werd ich hier ein Update geben