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matze383

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1

Montag, 17. Oktober 2016, 14:43

EJ205 zu heiß ... des Rätsels Lösung!

Originaler Titel war: Anlasser dreht bei warmen Motor extrem langsam
Zweiter Titel war: EJ205 zu heiß - Die Fehlersuche geht weiter ...

Hi!

Habe jetzt einen ATM im GT und schon das erste Problem:
Wenn der Motor kalt ist, dann dreht der Anlasser ganz normal und der Motor startet wie üblich. Nicht besonders gut aber auch nicht schlecht.
Ist der Motor aber erstmal richtig warm gefahren und ich versuche ihn nach einem Stopp kurz danach wieder zu starten, dann dreht der Anlasser extrem langsam und schwer, so wie bei -30°C im Winter.

Sowas hatte ich noch nie. Die Motoren sind im warmen immer leichter und schneller zu starten gewesen.
Ladespannung (14,6V abfallend) und Leerlaufspannung über Nacht (12,75V) der Batterie sehen gut aus.
Ich hoffe nicht, es ist ein echtes mechanisches Problem (Kolbenklemmer, festgehende Nockenwelle o.ä.).

Werde erstmal folgendes versuchen:
- Motor von Hand kalt und warm drehen und vergleichen ... (warm sollter leichter gehen ...)
wenn ok:
- andere Batterie
- alle Stromversorgungsleitungen zum Anlasser prüfen
- Anlasser prüfen/tauschen

Hat noch jemand eine Idee/Wissen zu dem Problem?

Grüße
- Matze -
enjoy the flight !

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »matze383« (31. Januar 2018, 19:11) aus folgendem Grund: Des Rätsels Lösung!


Ed0r

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2

Montag, 17. Oktober 2016, 19:29

selbst wenn die batterie gute Spannungswerte hat kanns sein das die nichtmehr die vollen ampere liefert ...

edit: hatte dies selbst mal bei einen meiner carren!
allerdings wars dann weder bei kalt noch warm ... kein unterschied nur "schwach" beim anlassen

Wowan GC8 STI

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3

Montag, 17. Oktober 2016, 21:54

Hi.
Also der Motor kann es nicht sein weil wenn er nicht mehr i.o ist dann läuft er genau so schlecht beim kalten wie beim warmen Zustand. Prüf einfach deine Batterie! Hat es angefangen mit dem schlecht drehen als es kälter geworden ist? Wenn ja dann kann deine Batterie geschwächt sein! Das ist ganz normal nach paar Jahre Arbeit. Besonders wenn sie einmal tief entladen war oder mehr. Auserdem kannst du wenn deine Batterie gut ist noch den Anlasser prüffen. Es kann nähmlich sein dass die Schmierung innen nicht mehr die Beste ist. Wenn du beim kalten Motor startest ist die Schmierung zwar zeh aber ausreichend. Sobald du aber gefahren bist und durch Reibung Wärme entsteht machen sich die Moleküle von den Bauteilen so breit dass der Anlasser sich selber blokiert und durch eigenen Wiederstand schwerer dreht. In dem Falle entweder den Anlassen erneuern oder wie ich machen würde den zerlegen, auf Beschädigungen prüfen und neu schmieren. Dann funktioniert er wieder ohne Probleme.

Grüsse Wladi

WRX STI V1

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4

Montag, 17. Oktober 2016, 22:03

@Ed0r: Mir fällt absolut kein Fehlerbild ein, wie ein Akku im kalten Zustand ordentlich Strom liefern kann, aber warm schlapp macht. IMHO scheidet der AKku als Fehlerursache auf jeden Fall aus.

@matze383: Ich schenke mir wüste Vermutungen, da Du ohnehin die richtigen Überlegungen angestellt hast und strukturiert vorgehst. Ich würd's genauso machen. Ich drücke die Daumen, daß sich der Motor warm leicht dreht.

Viel Erfolg!

Viele Grüße
Chris

Nidi

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5

Montag, 17. Oktober 2016, 22:32

Hoi Matze


Ich hatte mal ein Kunde mit einem Opel Zafira dem ist auf einer langen Fahrt das Auto ausgegangen.. im kalten Zustand konnte er ihn wieder starten ohne Probleme nur heiss ging garnichts mehr. (Keine Zündung mehr, schwaches Licht). Wie gesagt hat sich das Auto abgekühlt war alles i.o auch auf kurzen Strecken. Nachher ca 6 Monate ohne Probleme bis er wieder eine neue grosse Fahrt gemacht hatte.

Bin dann Testgefahren nach 35km Autobahn keine Anzeichen dann auf dem Rückweg fings an. Die Bordspannung ging in die Knie... bis er schliesslich von alleine abstellt.

Ursache war ein innerer Fehler des Batteriepols welche einen Widerstand hatte und mit der Erwärmung natürlich noch schlimmer wurde. War dann relativ einfach zu finden. Der Minuspol war sauheiss. Im kalten Zustand konnteste aber nichts finden.

Vielleicht eine mögliche Ursache.

Gruss Marco

ampel2

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6

Dienstag, 18. Oktober 2016, 00:10

Anlasser schwergängig ??

Hallo Matze,
ich tippe auch eher auf ein mechanisches Problem. Durch die warme Maschine haben sich die Bauteile ausgedehnt und z.B. die Anlasserwelle dreht sich im Lager zu schwer.

Ich denke du, solltest ma den Starter demotieren, und ihn testen....mal kalt mal warm :) :) :) ist schwer ihn schnelle auszubauen.

der Kumpel hier führt es schön vor 8)

Gruß Gerald
Gruß Gerald

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten !!! :rolleyes: "Birsctihe Frshocer hbaen haruesgfnuedn, dass es eagl ist, in whlecer Rhieenfgloe die Behsucbatn eenis Wtores sheten, slognae der etsre und ltetze Bhsucbate am rhitirgcn Pltaz sehten."

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7

Dienstag, 18. Oktober 2016, 15:57

Bin dann Testgefahren nach 35km Autobahn keine Anzeichen dann auf dem Rückweg fings an. Die Bordspannung ging in die Knie... bis er schliesslich von alleine abstellt.
Sorry, aber das kann bei dem beschriebenen Fehlerbild nicht sein und muß eine andere Ursache gehabt haben (z.B. einen thermisch bedingten Kurzschluß im Akku, der dann in Folge tierisch Strom zieht). Denn während der Fahrt versorgt sich der Motor über den Generator selbst, d.h. nach dem Anlassen könntest Du den Akku glatt ausbauen und zu Hause lassen. 8o

Viele Grüße
Chris

Nidi

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8

Dienstag, 18. Oktober 2016, 20:11

Bin dann Testgefahren nach 35km Autobahn keine Anzeichen dann auf dem Rückweg fings an. Die Bordspannung ging in die Knie... bis er schliesslich von alleine abstellt.
Sorry, aber das kann bei dem beschriebenen Fehlerbild nicht sein und muß eine andere Ursache gehabt haben (z.B. einen thermisch bedingten Kurzschluß im Akku, der dann in Folge tierisch Strom zieht). Denn während der Fahrt versorgt sich der Motor über den Generator selbst, d.h. nach dem Anlassen könntest Du den Akku glatt ausbauen und zu Hause lassen. 8o

Viele Grüße
Chris



Hoi Chris

Danke für deine Erläuterung, dass weiss ich aber ich weiss auch das man das nicht tun sollte, deiner Bordelektrik zuliebe.
Die Batterie fängt auch Spannungsspitzen im System auf, welche el. Bauteile schädigen können.

Die Starterbatterie versorgt, wie die meisten so hoffe ich, wissen, den Anlasser mit Strom, danach wird der Akku über den Generator aufgeladen. Der Ladestrom fliesst über die Pole
Eine weitere Aufgabe der Batterie ist es den Defizit zwischen Verbrauchern und Generator zu decken, dieser läuft auch über die Batteriepole.
Wenn jetzt minutenlang ein kleiner Strom fliesst und der Leiter immer weiter erwärmt wird gibt es irgendwann einen grossen Widerstand. Weil ja Kupfer ein Kaltleiter ist.

Der Generator wurde vorher schon ersetzt, dieser kann also ausgeschlossen werden. Batterie lebt heute noch in diesem Fahrzeug, Minuspol ersetzt und seither ist Ruhe ( mittlerweile ca. 3 Jahre und etliche Aussendienstkilometer liegen zurück )
Innerer defekt der Batterie kann man auch ausschliessen, wieso sollte dann nur die Minuspolklemme so heiss werden...

und noch bisschen OT

Offtopic - Lesen auf eigene Gefahr
schonmal versucht ein Fahrzeug zu überbrücken mit einer richtig miesen Starterbatterie welche eine elektrische Servolenkung hat?
Kannst du starten und laufen lassen ist alles in Ordnung, fährst auf eine Kreuzung zu biegst ab mit 2500 1/min und das Fahrzeug geht aus, wegen zu wenig Spannung und dass nur wegen der toten Starterbatterie.
alles in der Praktik schon mehrfach erlebt.


bei Matze muss es nicht daran liegen, kann es aber und darum habe ich meine Erfahrung hier gepostet.

Gruss Marco

WRX STI V1

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9

Dienstag, 18. Oktober 2016, 21:51

Danke für deine Erläuterung, dass weiss ich aber ich weiss auch das man das nicht tun sollte, deiner Bordelektrik zuliebe.
Sind wir uns einig, daß das geht? Davon abgesehen gibt es Prüfimpulse, die jedes Steuergerät abkönnen muß. Einer der Prüfimpulse simuliert übrigens das Abklemmen des Akkus. Ansonsten ist das Absorptionsvermögen von Spannungsspitzen bei vollgeladenem Akku ohnehin suboptimal. Insofern ist das Fahren ohne Akku kein Problem.

Eine weitere Aufgabe der Batterie ist es den Defizit zwischen Verbrauchern und Generator zu decken, dieser läuft auch über die Batteriepole.
Wenn Du nicht Beleuchtung, Heckscheibenheizung, Sitzheizung, Nebellampen etc. gleichzeitig anschaltest, gibt's heutzutage keine Ladedefizit.

Wenn jetzt minutenlang ein kleiner Strom fliesst und der Leiter immer weiter erwärmt wird gibt es irgendwann einen grossen Widerstand. Weil ja Kupfer ein Kaltleiter ist.
In einem Akku ist ja auch wahnsinnig viel Kupfer drin. Außerdem ist der Temperaturkoeffizient deutlich kleiner, als Du vielleicht denkst.

Minuspol ersetzt und seither ist Ruhe
Wie kann man an einem Akku den Minuspol ersetzen? Hast Du etwa den Minuspol neu gegossen?

schonmal versucht ein Fahrzeug zu überbrücken mit einer richtig miesen Starterbatterie welche eine elektrische Servolenkung hat?
Kannst du starten und laufen lassen ist alles in Ordnung, fährst auf eine Kreuzung zu biegst ab mit 2500 1/min und das Fahrzeug geht aus, wegen zu wenig Spannung und dass nur wegen der toten Starterbatterie.
alles in der Praktik schon mehrfach erlebt.
Ich weiß nicht, wie's bei Chaos-Opel ist, aber richtige Autos haben für den Notfall einen 2. Akku, falls sie mit einer el. Servolenkung ausgestattet sind.

Viele Grüße
Chris

Nidi

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10

Dienstag, 18. Oktober 2016, 22:23

Hallo Chris

machs mal kurz OT

Offtopic - Lesen auf eigene Gefahr

Zitat



Sind wir uns einig, daß das geht? Davon abgesehen gibt es Prüfimpulse, die jedes Steuergerät abkönnen muß. Einer der Prüfimpulse simuliert übrigens das Abklemmen des Akkus. Ansonsten ist das Absorptionsvermögen von Spannungsspitzen bei vollgeladenem Akku ohnehin suboptimal. Insofern ist das Fahren ohne Akku kein Problem.


Ja habe auch nicht geschrieben es geht nicht, nur man sollte es nicht machen. Ein vollgeladener Akku kann sehr wohl Spannungsspitzen auffangen, aber lassen wir das..


Zitat

Wenn Du nicht Beleuchtung, Heckscheibenheizung, Sitzheizung, Nebellampen etc. gleichzeitig anschaltest, gibt's heutzutage keine Ladedefizit.


Je nach Batteriemanagement des Herstellers gibt es die

Zitat

In einem Akku ist ja auch wahnsinnig viel Kupfer drin. Außerdem ist der Temperaturkoeffizient deutlich kleiner, als Du vielleicht denkst.


Im Akku selber hats nichtsehr viel Kupfer drin, Endpole, Zellenverbinder und die Plattenverbinder bestehen nämlich aus Blei, damit sie bei der elektrolytischen Spannungserzeugung mitwirken können... Temperaturkoeffizient kenn ich, ich weiss das er klein ist..

Zitat

Wie kann man an einem Akku den Minuspol ersetzen? Hast Du etwa den Minuspol neu gegossen?


Sorry sollte mich da wohl klarer ausdrücken... Umgangssprachlich nimmt man den Minuspol ab, bedeutet bei uns Minuspolklemme abhängen.. also war bei mir mit Minuspol der Massepolanschluss gemeint, nicht der Pol auf der Batterie. Und um mich noch genauer auszudrücken, der Batteriepol selber hat sich nicht erhitzt, sondern die Batterieminuspolklemme und das Massekabel.

Zitat

Ich weiß nicht, wie's bei Chaos-Opel ist, aber richtige Autos haben für den Notfall einen 2. Akku, falls sie mit einer el. Servolenkung ausgestattet sind.


Arbeite nicht bei Opel... arbeite auf 2 Japanischen Marken... und beide Marken kennen keine zweite Batterie, oder meinst du was anderes?


Gruss Marco

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Nidi« (18. Oktober 2016, 22:38)


matze383

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11

Mittwoch, 19. Oktober 2016, 01:19

Hi Leute,
danke für eure Anregungen und Infos :)

Wenn man mal Tante Google fragt, dann merkt man, dass dieses Phänomen (schwer oder gar nicht drehender Anlasser wenn Motor warm) gar nicht soo selten ist, wie man vielleicht denkt.

Manuelles Durchdrehen des Motors war leider nicht sauber machbar, weil ich wegen des dicken Mishimoto-Kühlers nicht an die KW-Schraube rankomme.
Also hab ich das einzig erreichbare Pulley genommen (Servo) aber leider rutschte der Riemen immer irgendwann durch.
So einen richtig großen Unterschied konnte ich, wenn er sich denn mal bewegt hat, nicht feststellen. Leichter ging er im warmen Zustand jedenfalls nicht, vielleicht sogar etwas schwerer.
Leider war das Startproblem aber auch nicht so ausgeprägt, wie noch am Freitag, als ich auf der Rückfahrt von der Werkstatt (erste Probefahrt) den Motor nach dem Tanken neu/warm gestartet habe.

Die Batteriepolklemmen habe ich heute nach der Fahrt geprüft - sind kalt.

Wenn man mal versucht eine Logik rein zubekommen, dann bleibt eigentlich zunächst nur der Motor.
Da nur der nackte Longblock übernommen wurde und alle anderen Teile neu sind oder von meinem alten Motor übernommen wurden, wäre es schon schon ein ziemlicher Zufall, wenn jetzt urplötzlich Leitungen, die Batterie oder der Anlasser defekt wären ...

Und dann sind da noch Indizen, die ich zunächst gar nicht mit der Startproblem in Verbindung gebracht habe:

- ein leises, aber von mir deutlich wahrnehmbares ätzendes Jaulen, das sich mit der Motordrehzahl ändert und bei Wärme lauter wird.
- zu hohe Öltemperatur (100°C vs 92°C) für leichtes Rumrollen bei 80-110Km/h, noch nicht angebrachte Motor- und Getriebeabdeckung (also unten offen) und den derzeitigen niedrigen Außentemperaturen (7-10°C)
- etwas erhöhter Luftbedarf im Leerlauf (Saugrohrdruck etwas höher als früher)

Um es kurz zu machen:
Habe nun nochmal alles mit einem Mechanik-Stethoskop abgehört und bin mir sehr sicher es ist die Wasserpumpe.
Und ja, das ist das einzige Teil, das doch nicht gewechselt wurde ... der Verkäufer hatte mir versichert, dass alles bei seinem eigenen Motorwechsel vor 34TKm neu kam.
Nunja, sie ließ sich mit der Hand leicht durchdrehen, aber es hätte mir zu denken geben sollen, dass schon die Umlenkrollen des Zahnriemens grenzwertig oder verschlissen waren ... nach angeblichen 34TKm ;( :thumbdown:
Kann es sein, dass die verschlissene Wasserpumpe bei Wärme festgeht?
Ich weiß nicht, ob ich mir das einbilde, aber der neue Zahnriemen hat leichte Gummiwutzeln auf dem Rücken was dafür sprechen könnte, dass wegen der schwergängigen Pumpe dort schon erhöhter Verschleiß auftritt.

Immerhin, der "neue" gebrauchte Motor macht von reinen Lauf her einen guten Eindruck, hat ein deutlich besseres Drehmoment und der Lader baut viel früher Ladedruck auf, als mit dem alten Bock.

Hab zwar alles da (Pumpe, Thermostat, Dichtungen ... neuen Zahnriemen muss ich mir noch überlegen bzw. nachmessen), bin jetzt aber erstmal im Urlaub. Erst danach kann es weitergehen :cursing:
Halte euch auf dem Laufenden ...

Danke und Grüße
- Matze -
enjoy the flight !

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »matze383« (2. November 2016, 11:33)


WRX STI V1

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12

Mittwoch, 19. Oktober 2016, 07:03

So einen richtig großen Unterschied konnte ich, wenn er sich denn mal Bewegt hat, nicht feststellen. Leichter ging er im warmen Zustand jedenfalls nicht, vielleicht sogar etwas schwerer.
Klingt für mich gut, d.h. der Motor selbst wird's wohl nicht sein.

- ein leises, aber von mir deutlich wahrnehmbares ätzendes Jaulen, das sich mit der Motordrehzahl ändert und bei Wärme lauter wird.
Kann es sein, dass die verschlissene Wasserpumpe bei Wärme festgeht?
Es gibt zwar nichts, was es nicht gibt, aber könnte es nicht auch der Generator sein, dessen Lager bei Temperatur schwergängig wird? Der "singt" deutlich höher als der Motor und ist auch bei meinem neuen Auto manchmal hörbar.

Viele Grüße
Chris

matze383

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Mittwoch, 19. Oktober 2016, 07:26

Nein, Lima und Servo sind nahezu geräuschlos.
Das Jaulen ist schon nur "mit den Ohren" "im" Block und mehr links zu verorten (in Fahrtrichtung).
Mit Stethoskop wird es eindeutig.
Hatte mich zunächst etwas vertan, das es auch am Ventildeckel sehr deutlich zu hören war (und dachte zunächst an die Nockenwellen ...).
enjoy the flight !

matze383

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14

Freitag, 5. Mai 2017, 18:46

Eine Weile war es hier sehr ruhig, am Wagen wurde noch sehr viel gemacht, um ihn für Spa fahrbereit zu bekommen.
Viel Unvorhergesehenes hat verhindert, dass ich so gut wie nicht testen konnte.
Leider haben mir dann u.a. die Motorprobleme den Trackday verhagelt.

Kurzfassung ist, das Teil läuft zu heiß (Öl).
Bei den niedrigen Außentemperaturen (0-15°C) gemessen im Hauptölkanal (ähnlich 3.Zylinder):
80-110km/h -> ca. 100°C (normal waren hier um die 92°C)
140Km/h -> 105°C
160Km/h -> 110°C
180Km/h -> 115°C
200Km/h -> bis 120°C (stieg an, vorher abgebrochen) (120°C wurden früher erst an richtig heißen Tagen und Geschwindigkeiten deutlich jenseits der 220Km/h erreicht).

Bei der Dauerreisegeschwindigkeit beließ ich es deshalb bei 160-180Km/h.

Am Trackday und danach hat der Motor fröhlich das Kühlwasser aus dem Ausdehnungsgefäß gedrückt, geblubbert und es war nach dem Abkühlen "Luft" im System.
Vermutlich thermische Überlastung und die Kopfdichtung ist wieder im Eimer.

Nach dem Trackday konnte ich endlich wieder Loggen, konnte da aber bisher nichts auffälliges beobachten.
Motor läuft nicht mager, die Gemischkorrektur pendelt schön gleichmäßig um die Null rum (Leerlauf bis Teilllast 4000U/min/160Km/h) und geht bei Beschleunigung ins fette.
Wassertemperatur ist förmlich bei 83°C festgenagelt und geht nur bei harter Beschleunigung mal Richtung 85°C.
Es ist keine Klopfkorrektur erkennbar, der IAM immer bei 16.

Motorseitig kam noch letztes Jahr eine neue Wasserpumpe, ein neuer Anlasser und eine neue Batterie rein.
Durch die neue Wasserpumpe ist jetzt zwar das Jaulen weg, aber die Öltemperatur hat sich nicht verbessert.
Die neue Batterie hat das Startverhalten nicht verändert.
Im Laufe der Zeit mit dem alten Anlasser wurde das Startverhalten (warm) immer besser, aber es war noch immer ein Hang zu niedrigerer Starterdrehzahl als beim Kaltstart zu erahnen.
Der neue Anlasser dreht ordentlich durch jedoch verbessert sich die Starterdrehzahl auch hier nicht im warmen Zustand sondern ist allenfalls genauso gut oder schlecht wie beim Kaltstart.
Daher nehme ich an, dass es leider doch eine mechanische Schwergängigkeit des Motors an sich ist.
Da es sich mit der Zeit gebessert hat befürchte ich, dass irgendwo Verschleiß aufgetreten ist, so dass sich das Laufspiel vergrößert hat und es nun im warmen nicht mehr so "klemmt".

Einzige Auffälligkeit sind kleine im Kühlwasser schwimmende Silikon-Krümel. Die waren auch vorher schon drin (im Austauschmotor), aber da der Vorbesitzer meinte es wäre bei ihm alles tutti habe ich da nicht weiter drüber nachgedacht.
Wenn die nicht den Öl-Wasser-Wärmetauscher zugesetzt haben, dann weiß ich auch nicht mehr weiter :cursing:
enjoy the flight !

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »matze383« (5. Juli 2017, 17:27) aus folgendem Grund: OT entfernt/eingeblendet


matze383

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15

Mittwoch, 5. Juli 2017, 17:26

So, nächste Runde :cursing:
Im Moment steht es bestimmt schon 5:0 für den Motor :vermoebel:

Kühlwasser- und Öltemperatursensor (und Instrument) sind geprüft und absolut i.O.
Der Öltemperatursensor und das Omori-Instrument sind auf das Grad genau abgeglichen (und das schon seit 13 Jahren!).
Die gemessenen Temperaturen sind also real.

Die größere 11mm Ölpumpe ist nun wieder auf 10mm zurückgerüstet, das hat aber keine thermische Entlastung gebracht.
Oder anders herum, die größere Pumpe heizt das Öl zumindest nicht merklich zusätzlich auf.

Der Öl-Wasser-Wärmetauscher ist rein prinzipiell durchgängig (bzgl. Kühlwasser und natürlich Öl). Aber seine Kühlleistung kann ich bisher nicht beurteilen.
Ich habe keine Ahnung, ob sich der Wärmetauscher so zusetzen kann, dass er zwar durchgängig ist, aber dennoch keinen bzw. nur einen geringen Wärmeaustausch bringt!?

Mein Gefühl sagt mir, dass der Wärmetauscher derzeit keine Wärme tauscht.
Als nächstes werde ich versuchen die Temperaturdifferenz zwischen der Ölwanne und dem Ölkanal (also nach Pumpe, Filter und Wärmetauscher) zu messen.
Sollte die Ölwanne 101°C und der Ölkanal 100°C haben ist die Sache für mich klar und ich muss doch in den sauren Apfel beißen und entweder den Wärmetauscher ersetzen (schweineteuer) oder gleich eine andere Kühllösung verbauen (Frickelkram).

Ich habe das Bauchgefühl, dass ich im Motor die Ölwannen-Öltemperatur "sehe".
Das würde von den Werten her auch Sinn machen:
100°C Öl Ölwanne, 83°C Wasser -> 92° Öl im Ölkanal ist vorstellbar und wäre normal.
120°C Öl Ölwanne, 83°C Wasser -> 100°C Öl im Ölkanal ist für mich nicht vorstellbar -> wo sollten die 20°C mehr im Öl plötzlich herkommen bei gleicher Last und Aerodynamik/Lüftung/Kühlung?

Ich kann mir keinen Fall vorstellen, wo bei stimmigen Lambdawerten (speziell bei niedriger Teillast) und damit damit einhergehend gleichem Energieeintrag so deutlich viel mehr Hitze im Öl ist, so dass es trotz funktionierendem Wärmetauscher so viel heißer im Motor ankommt als früher.
Sollte die Ölwanne jedoch tatsächlich schon 120°C haben, dann geht die Sucherei weiter ...
enjoy the flight !

Whoiam

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16

Mittwoch, 5. Juli 2017, 19:15

Hi, das ist ja interessant,

Mein ej205 hat bei 80-120 km/h gemütlich auf der Autobahn zwischen 98-102 grad und konstant 140km/h schon 110 grad!
Ebenfalls gemessen am dritten Zylinder. Die anderen Werte kann ich nicht bestätigen, da ich mit dem subi nicht schneller fahre ツ
Warum sollte dass den zu hoch sein?

Wärmetauscher wird bei mir garantiert in Ordnung sein!


Liebe Grüße

matze383

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17

Donnerstag, 6. Juli 2017, 15:19

Zunächst vielen Dank für deine Werte :thumbup:
Das ist natürlich auch sehr interessant für mich, weil sie sich einerseits sehr von meinen alten Werten unterscheiden aber sich andererseits gut mit denen des Austauschmotors decken.
Der Grund warum ich so darauf rumreite ist der, dass ich seit 13 Jahren eine Vorstellung habe, wie die Temperatur des Öls je nach Last in etwa aussieht.
Und ich habe sie so wie sie war für gut befunden und war froh keinen Zusatzölkühler zu benötigen. Mit dem Austauschmotor hat sich nun das alles auf den Kopf gestellt.
Die Temperatur steigt bei gleicher Last nun viel schneller an und ist höher als früher.
Und 110°C bei 140Km/h finde ich persönlich (nach meiner alten Erfahrung) viel zu hoch. Wo wird man da wohl mit 5 oder 10 Minuten bei um die 230km/h landen???
Meine Schmerzgrenze lag bisher bei 120°C (max. 125°C) im Ölkanal (also nach dem Wärmetauscher und vor den Lagern etc.).
Diesen Wert werde ich mit dem aktuellen Motor nun schon sehr schnell erreichen und das heißt für mich

a) Spaß jenseits der 200km/h verbietet sich -> inakzeptabel
oder
b) ich muss die Obergrenze überdenken (hochsetzen) -> möchte ich (noch) nicht
oder
c) ich verbessere die Ölkühlung -> aufwändiger Frickelkram mit neuen Problemen
oder
d) es könnte ein Problem des Motors sein -> finden und lösen!

Noch bin ich nicht davon überzeugt, dass das nun einfach normal sein soll.
Auch hatten sich die Temperaturen vom GT und STi MY08 bisher nie großartig unterschieden.
Der STI liegt auch weiterhin bei 90-92°C beim "lastfreien" rumrollen, wo der GT jetzt schon mit 100°C läuft.
Deshalb bin ich noch bei Punkt d) :)

An weiteren Öltemperaturen im GT / EJ205 (von anderen Fahrzeugen) zum Vergleichen bin ich natürlich sehr interessiert,
meine ich mich doch zu erinnern, dass meine alten (niedrigeren) Temperaturen mit den Angaben anderer Fahrzeuge oft übereinstimmten ...
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redVellocet

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18

Donnerstag, 6. Juli 2017, 15:34

Zum Vergleich kann ich ebenfalls Werte meines EJ205 beitragen:

- normales Fahren im vergangenen Winter: 95-97°C

- normales Fahren bei den aktuellen Temperaturen: 100-110°C
- Autobahn ca. 130 km/h: 110-115°C
- Autobahn 180 km/h und darüber: 120+°C

Temperaturen sind am Blindstopfen Zylinder 3 abgenommen, kein Ölkühler verbaut. Bin nie höher als 125-130° gegangen, obwohl es mit dem 10w60 weniger ein Problem sein sollte. Die Temperaturen decken sich auch in etwa mit dem, was man auf Nasioc so liest. Hatte mir nämlich auch erst Sorgen gemacht...

Dauerhaft jenseits der 200 km/h bei 30°C Außentemperatur trau ich mir persönlich nicht zu. Gibt ja mittlerweile auch genug Negativ Beispiele, wie sowas ausgehen kann. Bei den Öltemperaturen kein Wunder.

Whoiam

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19

Donnerstag, 6. Juli 2017, 16:24

Da sind ja unsere drei werte schonmal ziemlich ähnlich.

Wäre auf jedenfall Nett, falls du eine Lösung findest, wenn du uns diese mitteilen könntest :) Aus diesem Grund fahre ich nämlich grundsätzlich nicht schneller als 140 km/h, da mir die Öltemperatur auch zu hoch ist.

hätte halt nun versucht, im winter einen Ölradiator zu montieren.

Der interne Öl Wasserkühler wird ja mit Kühlwasser um die 90 Grad durchströmt? D.h. dass Öl muss ja sagen wir mal mind. 20 K wärmer sein, damit der Wärmetauscher überhaupt anfängt zu arbeiten.
Dann wird der interne Ölkühler sowieso kaum etwas bringen?
Ansonsten hatten wir Anfang diesen Jahres in ner Anlage dass Problem, dass ein Wärmetauscher ne Kalkschicht angesetzt hatte und dadurch war der Durchfluss gegeben, aber die Wärmeübertragung gegen Null.

Liebe grüße

matze383

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Donnerstag, 6. Juli 2017, 16:28

Puh, das sind ja ordentliche Werte :wacko: Danke :)

Vielleicht muss ich mich abfinden, dass ich nun endlich einen Motor wie jeder andere habe :D :rolleyes:
Deutlich besser "gehen" tut der Austauschmotor schon als der alte Motor.
So gefühlte 20-30% mehr Drehmoment in jeder Lage.
Ansprechen des Laders ist auch viel früher usw.
Hatte mich immer schon geärgert und gefragt, wieso der Lader so träge kommt.
Das ist jetzt viel besser und jedes Mal eine echte Freude ... wenn nur die Temperaturen nicht wären, die mir Sorge bereiten.

Aber da frage ich mich, wie kann das sein?
Egal wie, mein alter Motor musste doch für die gleiche Leistung (100, 160, 200km/h) mindestens die gleiche Energie erzeugen und umsetzen.
Auch die Wärmeverluste wären gleich. Wie kann er da kälter gelaufen sein?

Das Kühlwasser ist immer so zwischen 83 und 85°C in unteren Lastbereich (Stop&Go natürlich ausgenommen).
Auf der AB muss ich nochmal loggen, aber da erwarte ich in der Teillast erstmal keine Überraschungen, weil sich die Kühlung durch den Fahrtwind auch verbessert.
Und ich werde das hier auf jeden Fall aktualisieren, wenn es was auffälliges gibt.
enjoy the flight !

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »matze383« (6. Juli 2017, 16:36)