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61

Donnerstag, 3. Mai 2018, 06:46

Moin Zusammen

@quadahrer: +1 :thumbsup:
eyesight, abs und esp dienen ja noch der sicherheit, einparkhilfen eco-infos und anderes aber nicht mehr.

vielleicht merkt es keiner, aber wir werden immer mehr unserer eigenverantwortung beklaut um dann durchs autonome fahren immer gläsener zu werden und damit manipulierbarer durch konzerne, versicherungen und politik.

@Jonsku:
in 30 Jahren wird vermutlich nur noch im Rennsport selbst gefahren, alles andere findet bis dahin vermutlich bereits automatisiert statt. Verbrennungsmotoren werden dann auch Exoten sein, falls man diese überhaupt noch bewegen darf und das Tanken nicht zu schwer gemacht wird.


....was mich am meisten stört ist, dass die meisten dieser Gimmicks mehr vom Führen des FZ ablenken als dass sie nützen (wie bei vielen Smartphone-Nutzern ebenfalls zu beaobachten) und es vermutlch schon recht bald gar keine Wahlmöglichkeit mehr geben wird,welche Assistenten und Datenkraken an Bord seien werden und welche man nutzen bzw. deaktivieren möchte... :eek:

Will sagen: bis jetzt kann sich jeder noch ein (gebrauchtes) FZ fahren bzw. zulegen wenn er auf diese Dinge verzichten möchte; in der Zukunft kann es schnell durch regualtive gesetzliche Massnahmen incl Versicherungen, die "konventionelle" FZ nicht mehr oder nur zu abenteuerlichen Prämien versichern und Hersteller, die support und Teileverfügbarkeit schon bei recht jungen Gebrauchten einfach einstellen (geschieht ja aktuell schon immer mehr) hierzu kommen :erschreck:
Denn eines ist für mich schon länger klar: die Mehrheit strebt im Automobilgeschäft das gleiche an wie es z.B. heute bei Smartphones üblich ist: noch schnellerer Modellwechsel, funktionstüchtige Modelle sind innerhalb kürzester Zeit EOL und wandern auf den Müll und werden durch neuere Modelle ersetzt, die nicht qualitativ besser sein müssen aber wieder eine handvoll "must-have"-Gimmicks mehr haben. Hauptsache: Umsatz und Neuverkauf - Nachhaltigkeit und Umweltschutz werden auch in Zukunft Worthülsen zugunsten des Ökonomie-Wahn-Mantras "Wachstum-Wachstum-Wachstum" sein - der Club of Rome lässt grüssen :hmmm:

Und da FZ immer teurer werden, wird Leasing zum Standard werden, womit die Hersteller ihre Kunden dann in jeder Beziehung vollends in der Hand haben werden. :klatsch: Viele rechnen sich ja schon heute nicht ehrlich aus, wie teuer der Spass für sie am Ende der Laufzeit ist, wenn sie die Kiste privat geleast haben...

@drischnie:

(post #60) = :confused:
"Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen."
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62

Donnerstag, 3. Mai 2018, 08:38

Zitat: "wird Leasing zum Standard werden, womit die Hersteller ihre Kunden dann in jeder Beziehung vollends in der Hand haben werden."

Inwiefern?

kampfruderer

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63

Donnerstag, 3. Mai 2018, 10:33

Also ich fühle mich von den ganzen "Assistenten" mehr verunsichert und abgelenkt, so wie es @quadahrer: beschreibt. Ich würde den Käfer auch niemals gegen ein aktuelles Produkt des Konzerns eintauschen.
Meine Kfz. sind, incl. dem Legacy, "die Ruhe selbst": wenn das Radio aus ist, kommen nur Fahrgeräusche. Mit Kfz. bin ich bin Sonntagsfahrer und genieße deren Benutzung (meistens).
Wenn ich einfach nur ankommen will / muß, nehme ich i.d.R. das Rad (Nahverkehr) oder Bahn / Bus (Fernverkehr). Beides ist ohne Emotionen, nur der Nutzen ist wichtig.

Gruß
Christian

Micska

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64

Donnerstag, 3. Mai 2018, 12:46

Hallo,

so ein paar Sachen sind wirklich nice-to-have

den Abstandstempomaten benutze ich bei längeren Touren schon recht gerne, Rückfahrpieper brauche ich nicht... aber was ist mit den Fahrschulautos?
fast alle lernen mit diesen Park.- und Fahrhelfern das Fahren , und kaufen sich dann einen günstigen gebrauchten, der diese Features nicht mehr hat... und dann? Alles dann learning by doing??

Nomad

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65

Donnerstag, 3. Mai 2018, 14:26

Alles dann learning by doing??


Wie sonst? Das ist doch ziemlich genau, wie Fahrschule funktioniert. Man lernt die Regeln in der Theorie und das tatsächliche Fahren ist dann learning by doing.

Und die Frage ist: Sicher, dass genau diese Funktion in Fahrschulautos aus genau diesem Grund nicht abgestellt wird? Damit die Leute parken lernen, ohne sich auf die Sensoren zu verlassen?

Jonsku

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66

Donnerstag, 3. Mai 2018, 19:59

@SubiBear:
Da sind wir vollkommen einer Meinung. Es ist schon irre, wie schnell heutzutage die Modellwechsel vollzogen werden. Alle paar Jahre gibt es ein neues Modell und zwischendurch jährlich ein Facelift. Die Hersteller wissen gar nicht mehr wohin mit den ganzen Neufahrzeugen. Angeblich werden neue Autos soagr in großen Mengen abgewrackt, nachdem die sich auf Parkplätzen rund um die Welt jahrelang kaputt gestanden haben. Bei der Produktion eines Neufahrzeugs wird ähnlich viel CO2 freigesetzt, wie ein bei einer Fahrleistung von 150.000km. Zudem werden nun wieder die Regenwälder ohne Ende abgeholzt, um an das begehrte Lithium zu kommen.

Über die Ablenkung durch die ganzen Gimmicks musst Du dich nicht mehr lange ärgern. Bald fahren die Autos von selbst, dann können die Leute die ganze Zeit mit ihrem Handy rumspielen. ^^

SGForry

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67

Freitag, 4. Mai 2018, 08:30

Zitat

....was mich am meisten stört ist, dass die meisten dieser Gimmicks mehr vom Führen des FZ ablenken als dass sie nützen (wie bei vielen Smartphone-Nutzern ebenfalls zu beaobachten) und es vermutlch schon recht bald gar keine Wahlmöglichkeit mehr geben wird,welche Assistenten und Datenkraken an Bord seien werden und welche man nutzen bzw. deaktivieren möchte... :eek:

Will sagen: bis jetzt kann sich jeder noch ein (gebrauchtes) FZ fahren bzw. zulegen wenn er auf diese Dinge verzichten möchte; in der Zukunft kann es schnell durch regualtive gesetzliche Massnahmen incl Versicherungen, die "konventionelle" FZ nicht mehr oder nur zu abenteuerlichen Prämien versichern und Hersteller, die support und Teileverfügbarkeit schon bei recht jungen Gebrauchten einfach einstellen (geschieht ja aktuell schon immer mehr) hierzu kommen :erschreck:
Denn eines ist für mich schon länger klar: die Mehrheit strebt im Automobilgeschäft das gleiche an wie es z.B. heute bei Smartphones üblich ist: noch schnellerer Modellwechsel, funktionstüchtige Modelle sind innerhalb kürzester Zeit EOL und wandern auf den Müll und werden durch neuere Modelle ersetzt, die nicht qualitativ besser sein müssen aber wieder eine handvoll "must-have"-Gimmicks mehr haben. Hauptsache: Umsatz und Neuverkauf - Nachhaltigkeit und Umweltschutz werden auch in Zukunft Worthülsen zugunsten des Ökonomie-Wahn-Mantras "Wachstum-Wachstum-Wachstum" sein - der Club of Rome lässt grüssen :hmmm:

Und da FZ immer teurer werden, wird Leasing zum Standard werden, womit die Hersteller ihre Kunden dann in jeder Beziehung vollends in der Hand haben werden. :klatsch: Viele rechnen sich ja schon heute nicht ehrlich aus, wie teuer der Spass für sie am Ende der Laufzeit ist, wenn sie die Kiste privat geleast haben...


100% Zustimmung!

Da ich beruflich mit den Assistenzsystemen konfrontiert werde bin ich einerseits verwundert wie gut diese mittlerweile funktionieren und wie groß die Unterschiede der einzelnen Hersteller tatsächlich immer noch sind, auf der anderen Seite stell ich die ganzen Assistenzsysteme vor der Fahrt ab, weil Sie mich mehr stören als mir zu helfen.
Ich finde auch das die Fahrzeugführer durch die Assistenzsysteme immer mehr dazu verleitet werden andere Dingen während der Fahrt zu unternehmen und schneller mal kurze Zeit abgelenkt sind und wesentlich unaufmerksamer, Passieren kann ja nichts dank der Assistenzsysteme (so die naive Vorstellung mancher)....
Es ist auch schon vorgekommen das Fahrzeugführer mit den ganzen Assistenzsystemen und deren mannigfaltiger Einstellungen überfordert und wesentlich gestresster waren als in ihrem "alten" Fahrzeug. Sie haben es halt nicht gelernt mit diesen Systemen umzugehen.
Zusätzlich kommt in vielen Fällen, dass manche Fahrzeugführer gar nicht wissen wofür welches System ist und welche Systeme gerade überhaupt aktiviert sind. "Beschwerde des Kunden: Das Fahrzeug hat ohne Vorwarnung verzögert, obwohl ich nicht gebremst habe...." -> Ursache war ein aktiver Abstandsregelautomat von dessen Funktion der Kunde nichts wusste und er auch nicht wusste das das Fahrzeug überhaupt so ein System besitz!!!! " (Bedienungsanleitung gelesen? - Wie Bitte? Ich fahre seit 30 Jahren Auto...ich lese doch keine Bedienungsanleitung!!
Gibt noch genügend Beispiele dieser Art.....

Wir sind halt noch mit der freien Fahrzeugführungt aufgewachsen , in 50 Jahren interessiert es niemanden mehr wie ein Fahrzeug ohne Assistenzsysteme bzw. generell geführt werden kann. Man bestellt sich das autonome Fahrzeug einfach vor die Haustür und lässt sich fahren....
Ehemaliger VersuchsWagen Fahrer....never again!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »SGForry« (4. Mai 2018, 08:39)


Nomad

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68

Freitag, 4. Mai 2018, 09:23

Abstandsregelautomat von dessen Funktion der Kunde nichts wusste und er auch nicht wusste das das Fahrzeug überhaupt so ein System besitz!!!! " (Bedienungsanleitung gelesen? - Wie Bitte? Ich fahre seit 30 Jahren Auto...ich lese doch keine Bedienungsanleitung!!


Meine Meinung ist dazu ganz einfach: Selbst schuld.

Wenn einer sich ein neues Gerät kauft und die Anleitung nicht liest, weil es das Gerät so ähnlich vor 30 Jahren gab, dann geht's halt kaputt.
Wenn man sich nicht hin und wieder mal mit der aktuellen Gesetzgebung beschäftigt, dann verpasst man, dass sich in den letzten 30 Jahren Unmengen geändert haben, die einen betreffen. Und dann steht man ganz schön blöd da, wenn der Polizist nach der Warnweste fragt.
Viele Leute schreien lauthals, dass den neuen Smartphones allen keine Bedienungsanleitung beiliegt.

Aber bei einem Neufahrzeug das Handbuch zu lesen? Das braucht man nicht, man fährt doch seit 30 Jahren Auto, da weiß man doch, wie alles funktioniert! Oh, wieso bremst das Auto denn jetzt, das muss kaputt sein, das haben die vor 30 Jahren nicht gemacht. :vermoebel:


EDIT: Man stelle sich mal einen ITler vor, der versucht, mit 30-40 Jahre altem Wissen (56k modem, ISDN, DECNET, Token Ring, Pascal, Delphi, windows 3.1 oder 95 ) in der aktuellen Zeit einen Job zu finden. Unvorstellbar! Aber ein Handbuch von einem Auto zu lesen scheint bei vielen genauso unvorstellbar zu sein.

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69

Montag, 7. Mai 2018, 23:06

Nabend Zusammen
Zitat: "wird Leasing zum Standard werden, womit die Hersteller ihre Kunden dann in jeder Beziehung vollends in der Hand haben werden."

Inwiefern?
Ganz einfach: weil fast alle grossen FZ-Hersteller durch eine immer abstrusere Preispolitik Neufahrzeuge für Normalverdiener immer unbezahlbarer machen (egal ob Barkauf oder Finanzierung) und statt dessen den Leuten dann diese FZ über -vermeintlich niedrige - monatliche Leasingraten (am Besten mit Werksattbindung all inclusive für die Laufzeit) auf den Markt werfen.
Nach Ablauf von 36-72 Monaten werden sich die Restwerte step by step immer weiter in eine Richtung bewegrn, dass es für den Leasingnehmer unrentabel wird das FZ danach der Leasing abzukaufen (auch wirtschaftlich bedingt durch immer kürzere Modellzyklen).
Somit ist das FZ dann aus dem Markt und der Kunde hat mit dem nächsten Modell dann wieder ein paar Bevormundungen und Datenkraken mehr an Bord und der Hersteller hat wieder ein Neu-FZ vermarket :klatsch: Hinzu kommt noch, dass bei der Rücknahme nur dann grosszügig über normale Gebrauchsspuren und kleine Mängel hinweggesehen wird, wenn direkt im Anschluss ein neues FZ beim Händler unter Vertrag geht: habe selber Beispiele erlebt, wo der Unterschied bei der Rücknahmebewertung bei einem 36-Monate FZ der Mittelklasse an die 4.000 € war.
Dass gerade bei den "full-iclusive-Leasingraten" die Werksatt-Pauschalen oft gnadenlos überteuert sind (und dem Verkäufer die Marge sichern soll, die er beim Verkauf nicht mehr erwirtschaftet) wird vielen Leasingnehmern erst viel später klar, weil der Wartungsateil auf die Monatsrate 'runtergebrochen wird. Wenn ich mein eigenes FZ als Eigentum habe, kann ich mir die Werkstatt aussuchen und damit oft in einem weiten Rahmen auch wieviel ich für die Wartung zahle: die Unterschiede sind selbst bei Subaru erheblich => :s_forensuche: , bei dt. Herstellern z.T. schlichtweg abenteurlich :verrueckt:

Da sind wir vollkommen einer Meinung. Es ist schon irre, wie schnell heutzutage die Modellwechsel vollzogen werden. Alle paar Jahre gibt es ein neues Modell und zwischendurch jährlich ein Facelift. Die Hersteller wissen gar nicht mehr wohin mit den ganzen Neufahrzeugen. Angeblich werden neue Autos soagr in großen Mengen abgewrackt, nachdem die sich auf Parkplätzen rund um die Welt jahrelang kaputt gestanden haben. Bei der Produktion eines Neufahrzeugs wird ähnlich viel CO2 freigesetzt, wie ein bei einer Fahrleistung von 150.000km. Zudem werden nun wieder die Regenwälder ohne Ende abgeholzt, um an das begehrte Lithium zu kommen.
Tja, natürlich ist es nachhaltiger und umweltschonender ein FZ so zu konstruieren, dass es wirtschaflich gewartet werden kann und 20 Jahre / > 200TKM hält - und sich das sowohl finanziell als auch von Seiten einer Umweltbilanz selbst dann noch lohnt, wenn das dann aktuelle Modell real (!) einen Liter/100km weniger verbraucht. Aber darum geht es ja heute in den meisten Fällen nicht mehr - ich sage als Stichwort nur "programmierte Obsoleszenz" und dass es Hersteller gibt, die ganz bewusst die ET-Preise der Vorgängermodelle suckzessive mit jeder Modellpflege und jedem Modellwechsel saftig erhöhen, damit der Händler dann spätestens nach ca. 10 Jahren / 100TKM sagen kann, dass sich eine Reparatur nun wirklich nicht mehr lohnt und ein neues Modell da doch wirtschaftlicher sei....

Zusätzlich kommt in vielen Fällen, dass manche Fahrzeugführer gar nicht wissen wofür welches System ist und welche Systeme gerade überhaupt aktiviert sind. "Beschwerde des Kunden: Das Fahrzeug hat ohne Vorwarnung verzögert, obwohl ich nicht gebremst habe...." -> Ursache war ein aktiver Abstandsregelautomat von dessen Funktion der Kunde nichts wusste und er auch nicht wusste das das Fahrzeug überhaupt so ein System besitz!!!! " (Bedienungsanleitung gelesen? - Wie Bitte? Ich fahre seit 30 Jahren Auto...ich lese doch keine Bedienungsanleitung!!
Gibt noch genügend Beispiele dieser Art.....
...kann ich nur bestätigen... leider! Das fing richtig massiv an, als reihenweise Kunden nach Einführung von TPMS anriefen oder verbeikamen und fragten, was denn das :!: in dem gelben "U" zu bedeuten hätte... :huh:
Und wer jetzt glaubt, dass seien nur Frauen oder weissharige Männer: weit gefehlt! Vom 25 jährigen Angestellten bis zum Oberstudienrat u.A.... es ist zum einen so, dass sich die Mehrheit der Autofahrer in Deutschland für die Technik überhaupt nicht mehr interessieret und zum anderen viele Menschen allgemein mit der Vielfältigkeit heutiger alltäglich gewordener Technik völligst überfordert sind... ich nenne nur mal Stichworte wie Smartphone, PC, Sicherheits- und Firewalleinstellungen, Vergabe sicherer Passwörter etc....

Wir sind halt noch mit der freien Fahrzeugführungt aufgewachsen , in 50 Jahren interessiert es niemanden mehr wie ein Fahrzeug ohne Assistenzsysteme bzw. generell geführt werden kann. Man bestellt sich das autonome Fahrzeug einfach vor die Haustür und lässt sich fahren....
..ich befürchte, dafür braucht es keine 50 Jahre mehr.
Mag ja für Viele auch eine Erleichterung sein. Was mich stört ist, dass es schon bald kein Wahlrecht mehr für Diejenigen geben wird, die ihre Kraftdroschke noch eigenhändig bewegen wollen... :eek:
"Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen."
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IKR

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Dienstag, 8. Mai 2018, 14:23

das problem, was ich sehe, ist, das man, wenn man sich immer mehr auf die assistenten verlässt, seine instinkte, sein vorrausschauen verliert und nicht mehr wirklich gut autofahren kann, wenn die systeme versagen sollten, oder man wirklich mal in einem fahrzeug sitzt ohne assis.
so ungefähr, dass man sich gar nicht mehr telefonnummern merken muss, weil, ist ja alles im handy.
ich habe letztens mal wieder für eine woche in einem leihwagen gesessen, golf kombi ez 2018. ich war überfordert von der informationsfülle, warnungen, das ab 130 winterreifen drauf waren (waren aber keine drauf), eco-warnungen, den vorgeschlagenen gang zu benutzen, eco warnung, dass das geöffnete fenster sprit braucht, ein riesen bildschirm in der mittelkonsole, mit verschiedensten informationen, unter anderem ein eco-fahr-lern app, die dazu verleitet, mehr auf den bildschirm denn nach vorne zu schauen, permanentes piepen und flöten...
ich war froh, das auto wieder abgeben zu können und in meinen ollen forester zu steigen, obwohl das dahingleiten mit 200 sachen (so es denn erlaubt und verkehrsmäßig möglich war) auch spass gemacht hat. aber dann wieder das rückwärtsfahren und einparken mit verschiedensten informationen und aufblöcken, dass in ausreichend abstand etwas im weg sein könnte.
für faule sicherlich prima, die dürften dann aber später per gesetz kein älteres auto mehr fahren, weil sie es verlernt haben!
eyesight, abs und esp dienen ja noch der sicherheit, einparkhilfen eco-infos und anderes aber nicht mehr.
vielleicht merkt es keiner, aber wir werden immer mehr unserer eigenverantwortung beklaut um dann durchs autonome fahren immer gläsener zu werden und damit manipulierbarer durch konzerne, versicherungen und politik.

1+ :thumbsup:

Ein weiteres Beispiel sind die Navis.
Ich gebe zu, ich verlasse mich bei einer neuen Strecke und auch bei selten gefahrenen Strecken nur noch auf das Navi.
Ist man aber selbstkritisch, stell man fest, dass man sich eine einmal mit Navi gefahrene Strecke viel schlechter einprägt als in den früheren, "navilosen" Jahren.
Da hat man vorher auf die Straßenkarte geschaut, da hat man versucht, sich den Streckenverlauf auf der Karte einzuprägen, da hat man sich vielleicht sogar vorher Notizen gemacht, da hat man sich während der Fahrt intensiv auf die Strecke konzentriert, und das Alles mit der Folge, dass man die Strecke nachher viel besser und einfacher noch einmal fahren konnte als heute, wo man sich auf das Navi verlässt und man wichtige Abbiegungen und Einzelheiten erst nach wiederholtem Fahren im Gedächtnis hat.

Das ist der gleiche Effekt wie die von quadahrer meiner Meinung nach zu Recht befürchtete Nachlässigkeit beim Fahren mit all den "modernen" Fahrassistenten.

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